• 21.12.2004, 12:09:57
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ARBÖ lehnt Einführung einer fahrabhängigen Pkw-Maut strikt ab

Wien (OTS) - Der ARBÖ tritt allen Forderungen in Österreich eine
fahrabhängige Pkw-Maut auf Autobahnen einzuführen entgegen.

Der ARBÖ weist darauf hin, dass die österreichische Kraftfahrer
2004 insgesamt 8,6 Mrd. Euro oder umgerechnet 118 Mrd. Schilling
Steuern, Abgaben und Mauten bezahlen, während im Vorjahr lediglich
2,8 Milliarden Euro für Straßenbau ausgegeben wurden.

Es darf nicht übersehen werden, dass in den letzten Jahren die
österreichischen Kraftfahrer exorbitante Belastungen durch
motorbezogene Versicherungssteuer, Erhöhung der Mineralölsteuer,
Erhöhung der Mautvignette über sich haben ergehen lassen müssen.

ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter erklärt: "Weitere Belastungen
sind unzumutbar und unfair. Trotz Einführung der Lkw Maut besteht
weiterhin eine Quersubventionierung der Lkw`s durch den Pkw. Ein
Sprichwort sagt: 'Die Gans, die goldene Eier legt, darf nicht
geschlachtet werden.' Die derzeit bestehende Übung der 'Rupfung' der
Gans ist unerträglich geworden."

Sollte EU-weit eine fahrabhängige Maut auf Autobahnen generell
eingeführt werden, so müsste im Gegenzug die Normverbraucherabgabe,
die motorbezogene Versicherungssteuer und die steuerlichen
Belastungen durch Mineralölsteuer entfallen. Das heißt die Einführung
eines neuen Systems müsste aufkommensneutral gestaltet werden.

Der Individualverkehr ist unverzichtbar, die freie Wahl des
Verkehrsmittels ist zu gewährleisten und darf nicht durch unfaire
Belastungen unmöglich gemacht werden.

Der ARBÖ als Interessensvertretung der Kraftfahrer dieses Landes
weist daher alle Forderungen nach weiteren Belastungen entschieden
zurück.

OTS0109    2004-12-21/12:09

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR

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