ARBÖ: Damit die Dachbox nicht vom Dach fliegt

Tipps und Tricks für den richtigen Transport

Wien (OTS) - Skiausrüstung sollte grundsätzlich nie im Wageninneren untergebracht werden, denn Ski und Snowboards haben messerscharfe Kanten. "Bei abrupten Bremsmanövern besteht für die Fahrzeuginsassen erhebliche Verletzungsgefahr", warnt ARBÖ-Fahrsicherheitstrainer Wolfgang Grilnberger. Besser ist es, die Skiausrüstung auf dem Auto zu transportieren. Der ARBÖ hat die wichtigsten Dachbox-Tipps zu Montage, Beladung und Fahrverhalten zusammengestellt.

ARBÖ-Tipps für die richtige Montage:

* Auf solides Trägersystem und korrekte Verbindung zum Dach achten -sonst reicht schon eine Vollbremsung und die Dachbox wird zu einem gefährlichen Geschoss.

* Die Dachbox wird in der Regel mit Bügeln an den zwei Grundträgern verschraubt. Hierbei gibt es große Unterschiede. Bei manchen Modellen muss man noch mit der Bohrmaschine Hand anlegen, um die Löcher in die Box zu bohren.

* Bei der Montage nicht darauf vergessen, dass bei Fahrzeugen mit Fließheck das Öffnen der Heckklappe nicht durch die Box behindert wird.

* Nach einer kurzen Fahrstrecke aus Sicherheitsgründen denn Sitz der Befestigung nochmals überprüfen. Dies sollte in jeder Fahrpause wiederholt werden.

ARBÖ-Tipps für die richtige Beladung:

* Höchstzulässige Dachlast beachten. Diese ist im Typenschein oder der Betriebsanleitung angegeben. - Im Zweifelsfall schwere Gepäckstücke besser im Kofferraum verstauen und die maximale Dachlast nicht ausnutzen. Achtung: Bei der Beladung nicht auf das Eigengewicht der Dachbox vergessen!

* Wird die zulässige Dachlast überschritten, besteht die Gefahr, dass sich das sonst ausgewogene Fahrverhalten eines Autos dramatisch verschlechtert, der Träger bricht oder bei Bremsmanövern ausreißt.

* Innerhalb der Dachbox sollten das Ladegut festgezurrt sein, damit dieses in Kurven und beim Bremsen nicht unkontrolliert in der Dachbox umherrumpelt.

* In der Dachbox kann wettergeschützt natürlich auch anderes Gepäck -zum Beispiel voluminöse Kleidung - verstaut werden. Schwerere Teile gehören in die Mitte der Box. Leichtgewichtiges nach hinten oder vorne.

* Um zu verhindern, dass spitze Teile wie Skier die Dachbox bei einem Aufprallunfall vorne durchstoßen, sollte zum einen die Skier auch in der Box gut verzurrt und vorne eine Wolldecke oder anderes weiches Material verstaut werden.

* Darauf achten, dass die Ladung das Schließen des Deckels nicht behindert. Dadurch werden Fehlfunktionen des Schließsystems vermieden.

ARBÖ-Tipps für das richtige Fahrverhalten:

* Der Benzinverbrauch mit einer Dachbox auf dem Auto ist geringer als mit Dachträgern (und den darauf befestigten Ski usw.).

* Um Sprit zu sparen sollte die Dachbox nach Gebrauch sofort wieder abmontiert werden. Der Luftwiderstand bewirkt eine Verbrauchssteigerung von rund 0,5 Liter pro 100 km, speziell bei höheren Geschwindigkeiten.

* Achtung bei niedrigen Garageneinfahrten oder Brücken! Nach Montage der Dachbox erhöht sich das Fahrzeug bis zu 60 cm! Tipp: Höhe des Fahrzeuges mit Dachbox ausmessen und einen deutlichen Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers anbringen.

* Wird mit Dachbox auf dem Fahrzeug während der Fahrt ein Pfeifen wahrgenommen stammt dieses in den meisten sowie Bohrungen an der Box verschlossen sind.

* Achtung beim Überholen eines Lastkraftwagens: Beim Verlassen dessen Windschattens ist die Dachbox deutlich spürbar.

* Jede Dachlast verändert Beschleunigung und Bremsweg. Eine reduzierte Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern ist daher ratsam. Dies sollte gerade bei winterlichen Straßenverhältnissen beachtet werden. Dichtes Auffahren, hektische Spurwechsel und abruptes Bremsen können aufgrund der veränderten Fahreigenschaften eines beladenen Autos die Fahrstabilität beeinträchtigen, so dass das Fahrzeug erheblich schneller vom rechten Wege abkommen könnte.

* Fahrweise und Tempo anpassen: Der Schwerpunkt des Fahrzeuges liegt normalerweise in der Mitte der Innenraumes, wandert aber durch die Beladung am Dach weiter nach oben. Werden schwere Lasten auf dem Fahrzeugdach befördert, ändert sich bei Kurvenfahrten die Stabilität des Autos, das Heck bricht früher aus.

* Vorausschauend fahren und stets die Beschaffenheit der Straße im Blick haben. Durch die Beladung eines Fahrzeuges kann sich die Bodenfreiheit erheblich verringern und somit Bodenwellen und Straßenunebenheiten zum Aufsetzen des Wagens mit evtl. erheblichen Schäden am selbigen führen.

* Schweinwerfer-Einstellung mit Dachbox-Beladung prüfen, um nicht zum 'Blender' zu werden. In vielen Autos können die Scheinwerfer vom Armaturenbrett aus höhenverstellt werden. Wer sich nicht sicher ist, ob die Scheinwerfer in der richtigen Position stehen, kann mit dem beladenen Auto beim ARBÖ die korrekte Position ermitteln lassen.

Der ARBÖ-Fahrsicherheitstrainer Grilnberger gibt abschließend noch einen heißen Tipp: "Damit ein geplanter Skiausflug nicht an einem zugefrorenen Dachbox-Schloss scheitert. sollten sie einen Türschlossenteiser in die Mantel- oder Anoraktasche einstecken."

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