Gallus: Landesregierung will dauerhaften Fortbestand sichern

LH Haider, LHStv. Ambrozy: Land übernimmt Ausfallsbürgschaft in Höhe von 1,5 Mio. Euro

Klagenfurt (LPD) - In der Wolfsberger Schuhfabrik Gallus wird weitergearbeitet. Das versicherte heute, Freitag, Vormittag Landeshauptmann Jörg Haider den Mitarbeitern bei einem Betriebsbesuch. Nach einem Gespräch Haiders mit Gallus-Geschäftsleitung und -Betriebsrat sowie Bürgermeister Gerhard Seifried wurde in einer außerordentlichen Regierungssitzung einstimmig beschlossen, über die Kärntner Sanierungsgesellschaft (KSG) die Liquidität der Fabrik sicherzustellen. Dazu wird das Land eine Ausfallsbürgschaft in Höhe von 1,5 Mio. Euro übernehmen. Bis 31. März 2005 kann die Produktion damit fix weiterlaufen, währenddessen soll versucht werden, mit dem Eigentümer eine Lösung für die Zukunft zu finden. Alternativen hat man laut dem Landeshauptmann jedenfalls mit Interessenten aus Italien in der Rückhand.

Nach der Regierungssitzung bekannten sich der Landeshauptmann und sein Stellvertreter Peter Ambrozy abermals klar zur dauerhaften Erhaltung des Gallus-Standortes sowie der Arbeitsplätze. Ab 3. Jänner könne durch die Ausfallsbürgschaft die Produktionsaufnahme erfolgen, die Auftragslage stehe für die Wolfsberger Schuhfabrik sehr gut, betonte Haider. Bis Ende März könnten nun alle Aufträge bearbeitet werden, der Fortbestand der Fabrik sei aber nicht auf dieses Datum limitiert. Bis zur Regierungssitzung am Dienstag nächster Woche soll vom KSG, Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger sowie dem Masseverwalter bzw. dem Eigentümer ein geeignetes Konzept für die künftige Entwicklung vorgelegt werden. Der Eigentümer habe bereits signalisiert, die Initiative des Landes zu begrüßen. Alternativen bieten sich laut Haider jedenfalls im italienischen Raum, wo Kärnten bereits seine guten Kontakte in dieser Sache genutzt habe. "Die Landesregierung lässt die Gallus-Mitarbeiter nicht im Stich, wir werden um die Arbeitsplätze kämpfen", unterstrich Ambrozy.

Von einem herzeigbaren Krisenmanagement im Fall Gallus sprach beim Betriebsbesuch am Vormittag Bürgermeister Seifried. So sei eine erste Lösung innerhalb weniger Tage gefunden worden. Die "Plattform Wolfsberg-Kärnten" habe damit ihre Bewährungsprobe bestanden und es habe sich gezeigt, dass die Stadt in Klagenfurt Partner habe, denen man vertrauen könne, betonte Seifried und nannte namentlich den Landeshauptmann sowie den Wirtschaftsreferenten.
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