Die FMA rügt ein österreichisches Kreditinstitut wegen "unlauterer Werbung" im bayerischen Raum

Wien (OTS) - Die FMA rügt ein österreichisches Kreditinstitut wegen "unlauterer Werbung" im bayerischen Raum. FMA-Vorstand stellt klar: "Die bankaufsichtliche Praxis ist in Österreich gleich streng wie in Deutschland, und wir freuen uns, wie wettbewerbsfähig die österreichischen Institute international sind."

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat umgehend auf den von ihrer deutschen Schwesterbehörde, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), erhobenen Vorwurf der "bankaufsichtlichen Arbitrage" durch ein österreichisches Kreditinstitut reagiert und den Vorstand des betroffenen Instituts unter Hinweis auf die im §39 des Bankwesengesetzes (BWG) normierten Sorgfaltspflichten der Geschäftsleitung abgemahnt. "Die Textierung dieses Direct-Mails zur Akquisition von Kunden im bayerischen Raum war in der Tonalität und den darin aufgestellten tatsachenwidrigen Behauptungen nicht in Ordnung, das ist abzustellen"; so FMA-Vorstand Dr. Heinrich Traumüller. Er betont aber gleichzeitig, dass es sich dabei um einen Einzelfall handelt. "Rechtlich handelt sich genau genommen um einen Fall von unlauterem Wettbewerb", präzisiert Traumüllers Vorstandskollege Dr. Kurt Pribil.

Der FMA-Vorstand stellt jedenfalls unmissverständlich klar, "FMA und BaFin stimmen überein, dass in der bankaufsichtlichen Praxis -vor allem beim Aspekt der Kreditwürdigkeitsprüfung - in beiden Ländern die gleichen strengen Maßstäbe angelegt werden". Beide Aufsichtsbehörden stimmten auch überein, "wie unverzichtbar ein funktionierender Wettbewerb für eine marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft" und einen funktionierenden europäischen Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen ist. "Wir sind stolz, wie wettbewerbsfähig die österreichischen Banken sind", unterstreicht der FMA-Vorstand und begrüßte es ausdrücklich, "wie erfolgreich österreichische Kreditinstitute dabei sind, die sich ihnen bietenden Chancen vor allem im benachbarten Ausland zu nutzen".

Rückfragen & Kontakt:

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
Tel.: ++43/(0)1/24959-5106 oder
++43/(0)676/88249516

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0005