• 14.12.2004, 14:52:24
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LH Haider: Geplante ÖBB-Vorstandsbezüge sind untragbar

Gehälter zwischen 350.000 und 500.000 Euro für neuen ÖBB-Vorstand - Vollständige Offenlegung der Verträge gefordert

Klagenfurt (LPD) - Zur für morgen angesetzten
ÖBB-Aufsichtsratssitzung meldete sich heute, Dienstag,
Landeshauptmann Jörg Haider mit einer scharfen Kritik an der
geplanten Dotierung der Vorstandsverträge zu Wort. Aus gut
informierter Quelle sei bekannt geworden, dass für die neuen
ÖBB-Vorstände Bezüge zwischen 350.000 und 500.000 Euro vorgesehen
seien, so Haider. Dies sei untragbar für ein Unternehmen, das 15.000
Mitarbeiter abbauen müsse, um wirtschaftlich überleben zu können.

Es sei bezeichnend, dass bis zur Stunde weder das zuständige
Ministerium noch die Aufsichtsratsmitglieder über die Verträge in
Kenntnis gesetzt worden seien, meinte der Landeshauptmann und
verlangte die vollständige Offenlegung aller Vorstandsverträge.
Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Reithofer dürfe die Verträge nicht
allein abschließen, vielmehr müsse der gesamte Aufsichtsrat diese
einsehen und die Höhe der Bezüge überprüfen. Auch die Öffentlichkeit
habe in dieser Sache ein Recht auf Information.

Das Management solle der Situation des Unternehmens Rechnung
tragen, die Bezüge in diesen astronomischen Höhen sicher nicht
rechtfertige, forderte Landeshauptmann Haider. Es sei untragbar, dass
sich ein öffentliches Unternehmen eine Managerriege leiste, die
unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg Gehälter einstreife, die es in
dieser Höhe in der Privatwirtschaft nicht gebe, noch dazu, wenn
dieses Unternehmen gezwungen sei, tausende Mitarbeiter abzubauen.

(Schluss)

OTS0165    2004-12-14/14:52

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