- 07.12.2004, 11:35:46
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Gemeinsame Presseaussendung der Österreichischen Nationalbank (OeNB) und der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA)
FMA und OeNB präsentieren sieben Leitfäden zum Thema Kreditsicherung: Kreditrisiko mindernde Techniken im Lichte von Basel II und der Rechtsordnungen in sechs CEE-Staaten
Wien (OTS) - Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) und die
Oesterreichische Nationalbank (OeNB) legen die letzten sieben der
gemeinsam erarbeiteten zehnbändigen Leitfadenreihe zum Kreditrisiko
vor. Sie stellen internationale Best Practice der Kreditrisiko
mindernden Techniken im Lichte des unter dem Stichwort Basel II
bekannten, kommenden neuen Eigenkapitalregimes für Banken dar und
beleuchten diese im Rahmen nationaler Rechtsordnungen. Neben
Österreich ist je ein Band dem Kreditsicherungsrecht in einem der für
österreichische Institute sechs wichtigsten zentral- und
osteuropäischen Märkte gewidmet:
- "Techniken der Kreditrisikominderung" - "Kreditsicherungsrecht in der Tschechischen Republik" - "Kreditsicherungsrecht in Ungarn" - "Kreditsicherungsrecht in Kroatien" - "Kreditsicherungsrecht in Polen" - "Kreditsicherungsrecht in Slowenien" - "Kreditsicherungsrecht in der Slowakei"
Diese sieben Bände komplettieren die Leitfadenreihe
"Kreditrisiko", deren erste drei Bände die Themen "Best Practice im
Risikomanagement von Verbriefungen" "Kreditvergabeprozess und
Kreditrisikomanagement" und "Ratingmodelle und -validierung"
behandeln.
"Diese Leitenfadenreihe ist eine Serviceleistung von OeNB und FMA,
um im Dialog mit den Beaufsichtigten zu einem gemeinsamen Verständnis
über die praktische Umsetzung internationaler regulatorischer
Entwicklungen zu kommen", erläutern FMA-Vorstand Dr. Kurt Pribil und
OeNB-Direktor Dr. Josef Christl. Pribils Vorstandskollege Dr.
Heinrich Traumüller unterstreicht dazu jedoch ausdrücklich, dass es
sich dabei "um keine verbindliche Rechtsauslegung durch die Aufsicht
handelt, vielmehr um eine kompakte Darstellung der internationalen
Entwicklungen und der darauf aufbauend internationalen Best Practice
in Kernbereichen des Kreditrisikomanagements". Dass sechs der sieben
nun vorgelegten Bände die Rechtslage in zentral- und osteuropäischen
Staaten beleuchten, unterstreiche "einerseits die Bedeutung dieser
Märkte für österreichische Banken, andererseits den Servicecharakter
der Leitfadenreihe", so Christl. Sie sei aber auch generell als
Nachschlagewerk und Orientierungshilfe hinsichtlich der
bevorstehenden Einführung von Basel II zu verstehen.
Der Band "Techniken der Kreditrisikominderung" stellt zum Einen
die allgemeinen Grundlagen dar: Er fasst die für Kreditsicherheiten
relevanten Bestimmungen des kommenden Basel II Regelwerks zusammen
und analysiert, ob und unter welchen Voraussetzungen
Kreditsicherheiten den dort festgesetzten Anforderungen genügen und
somit künftig von Banken zur Minderung des regulatorischen
Eigenkapitals verwendet werden dürfen. Zum Anderen werden darin die
in Österreich gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen von
Kreditsicherheiten, wie etwa Hypotheken, Bürgschaften oder Zessionen,
beschrieben, wobei insbesondere auf die Risiken eingegangen wird, die
für Banken bei der Begründung von Sicherheiten und bei deren
Verwertung entstehen können.
Die übrigen sechs Bände geben einen Überblick, welche
Sicherungsinstrumente in dem jeweiligen CEE-Staat sinnvoll sind und
welche Probleme bei deren Begründung oder Verwertung entstehen
könnten. Die wichtigsten Unterschiede der jeweiligen rechtlichen
Rahmenbedingungen im Vergleich zur österreichischen Rechtslage werden
gesondert behandelt.
Die Leitfäden wurden in Kooperation mit namhaften in- und
ausländischen Experten des Kreditsicherungsrechts und auch in
Zusammenarbeit mit den zuständigen Aufsichtsbehörden der relevanten
Länder verfasst und werden im Laufe des nächsten Jahres auch in
englischer Sprache zur Verfügung stehen.
Die Leitfäden können auf den Internetseiten der Österreichischen
Nationalbank (www.oenb.at) oder der Finanzmarktaufsicht
(www.fma.gv.at) als PDF-File bezogen werden oder bei der
Oesterreichischen Nationalbank, Abteilung für Post und Aktenwesen,
Postfach 61, A-1011 Wien, Tel.: 01/40420 DW 2345 oder bei der
Finanzmarktaufsicht (FMA), 1020 Wien, Praterstraße 23, Tel.: 01/249
59 5104 oder Fax: 01/249 59 51 99 bestellt werden.
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