OeNB - FMA und OeNB präsentieren sieben gemeinsame Leitfäden zum Thema Kreditsicherung:

Sie stellen Kreditrisiko mindernde Techniken im Lichte von Basel II und der Rechtsordnungen in Österreich sowie in sechs CEE-Staaten dar.

Wien (OTS) - Wien (OTS) - Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA)
und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) legen die letzten sieben der gemeinsam erarbeiteten zehnbändigen Leitfadenreihe zum Kreditrisiko vor. Sie stellen internationale Best Practice der Kreditrisiko mindernden Techniken im Lichte des unter dem Stichwort Basel II bekannten, kommenden neuen Eigenkapitalregimes für Banken dar und beleuchten diese im Rahmen nationaler Rechtsordnungen. Neben Österreich ist je ein Band dem Kreditsicherungsrecht in einem der für österreichische Institute sechs wichtigsten zentral- und osteuropäischen Märkte gewidmet:

  • "Techniken der Kreditrisikominderung"
  • "Kreditsicherungsrecht in der Tschechischen Republik"
  • "Kreditsicherungsrecht in Ungarn"
  • "Kreditsicherungsrecht in Kroatien"
  • "Kreditsicherungsrecht in Polen"
  • "Kreditsicherungsrecht in Slowenien"
  • "Kreditsicherungsrecht in der Slowakei"

Diese sieben Bände komplettieren die Leitfadenreihe "Kreditrisiko", deren erste drei Bände die Themen "Risikomanagement von Verbriefungen", "Ratingmodelle und Validierung" sowie "Kreditvergabeprozess und Kreditrisikomanagement" behandeln.

"Diese Leitenfadenreihe ist eine Serviceleistung von OeNB und FMA, um im Dialog mit den Beaufsichtigten zu einem gemeinsamen Verständnis über die praktische Umsetzung internationaler regulatorischer Entwicklungen zu kommen", erläutern FMA-Vorstand Dr. Kurt Pribil und OeNB-Direktor Dr. Josef Christl. Pribils Vorstandskollege Dr. Heinrich Traumüller unterstreicht dazu jedoch ausdrücklich, dass es sich dabei "um keine verbindliche Rechtsauslegung durch die Aufsicht handelt, vielmehr um eine kompakte Darstellung der internationalen Entwicklungen und der darauf aufbauend internationalen Best Practice in Kernbereichen des Kreditrisikomanagements". Dass sechs der sieben nun vorgelegten Bände die Rechtslage in zentral- und osteuropäischen Staaten beleuchten, unterstreiche "einerseits die Bedeutung dieser Märkte für österreichische Banken, andererseits den Servicecharakter der Leitfadenreihe", so Christl. Sie sei aber auch generell als Nachschlagewerk und Orientierungshilfe hinsichtlich der bevorstehenden Einführung von Basel II zu verstehen.

Der Band "Techniken der Kreditrisikominderung" stellt zum Einen die allgemeinen Grundlagen dar: Er fasst die für Kreditsicherheiten relevanten Bestimmungen des kommenden Basel II Regelwerks zusammen und analysiert, ob und unter welchen Voraussetzungen Kreditsicherheiten den dort festgesetzten Anforderungen genügen und somit künftig von Banken zur Minderung des regulatorischen Eigenkapitals verwendet werden dürfen. Zum Anderen werden darin die in Österreich gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen von Kreditsicherheiten, wie etwa Hypotheken, Bürgschaften oder Zessionen, beschrieben, wobei insbesondere auf die Risiken eingegangen wird, die für Banken bei der Begründung von Sicherheiten und bei deren Verwertung entstehen können.

Die übrigen sechs Bände geben einen Überblick, welche Sicherungsinstrumente in dem jeweiligen CEE-Staat sinnvoll sind und welche Probleme bei deren Begründung oder Verwertung entstehen könnten. Die wichtigsten Unterschiede der jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zur österreichischen Rechtslage werden gesondert behandelt.

Die Leitfäden wurden in Kooperation mit namhaften in- und ausländischen Experten des Kreditsicherungsrechts und auch in Zusammenarbeit mit den zuständigen Aufsichtsbehörden der relevanten Länder verfasst und werden im Laufe des nächsten Jahres auch in englischer Sprache zur Verfügung stehen.

Die Leitfäden können auf den Internetseiten der Österreichischen Nationalbank (www.oenb.at ) oder der Finanzmarktaufsicht (www.fma.gv.at) als PDF- File bezogen werden oder bei der Oesterreichischen Nationalbank, Abteilung für Post und Aktenwesen, Postfach 61, A-1011 Wien, Tel.: 01/40420 DW 2345 bestellt werden.

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