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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Künstlich" (Von Werner Rohrhofer)
Ausgabe vom 27. November 2004
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Linz (OTS) - Was haben eine kaputte Hüfte und SPÖ-Chef Alfred
Gusenbauer gemeinsam? Beide brauchen offensichtlich einen
"künstlichen" Behelf, um zu "funktionieren". Im ersten Fall ist es
die segensreiche Erfindung des künstlichen Hüftgelenks, im Fall
Gusenbauer ist es die - ebenso künstliche, wenn auch alles andere als
segensreiche - Diskussion um die angebliche Leseschwäche der
österreichischen Schülerinnen und Schüler. Mithilfe der "künstlichen"
Aufregung um die noch nicht wirklich veröffentlichten Ergebnisse der
neuesten PISA-Studie hofft die SPÖ offenbar, beim kommenden
Bundesparteitag für sich und ihren Parteivorsitzenden punkten zu
können. Zumal auf dem SP-Parteitag - welch Zufall! - ein rotes
>=Bildungsprogramm" beschlossen werden soll. Mit Verlaub, werte
Genossen: Ein Programm, das von vornherein einer "künstlichen
Gehhilfe" bedarf, wird wohl als "hatschert" zu qualifizieren sein.
Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Die PISA-Studie ist
genau zu analysieren. Konsequenzen sind, wenn nötig, zu diskutieren.
Aber sachlich und nüchtern, nicht mit künstlicher Erregung.
OTS0249 2004-11-26/18:01
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