- 11.10.2004, 08:32:00
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Abtreibung in Landesspitälern?
Burgstallers Vorschlag 'diskriminierend, illusorisch und kurzsichtig'
Salzburg (OTS) - Nach wie vor gibt es schwangere Mütter, die für
sich und ihr Kind keine Zukunft sehen. Hier gilt es dringend,
Lösungen zu finden. Die Salzburger Landeshauptfrau Burgstaller hat
mit ihrem Problemlösungsversuch jedoch nicht ins Schwarze getroffen.
"Abtreibung in Landespitälern zu erzwingen ist eine diskriminierende,
illusorische und kurzsichtige Strategie," so Margret Parzmair,
Pressesprecherin von 'Jugend für das Leben'. Die Strategie sei
diskriminierend, weil sie das Schicksal der/des ungeborenen
Tochter/Sohnes vollkommen ausblende - nahezu als wäre sie/er keine
vollwertige Person. Sie sei illusorisch, weil viele Frauen eine
Abtreibung zwar unmittelbar als Erleichterung erfahren, dann jedoch
in Depressionen oder andere psychische Leiden fallen. Und sie sei
kurzsichtig, weil durch Abtreibung nicht nur das Leben der Kinder,
sondern auch die Zukunft eines Landes zerstört werde.
Zudem befürchtet 'Jugend für das Leben' schwere Einbußen
medizinischer und ethischer Standards. Burgstallers Argument, durch
solche Maßnahmen den betroffenen Müttern eine medizinisch gute
'Qualität' des Schwangerschaftsabbruches anbieten zu können, sei
zweifelhaft. Die gängige Praxis in manchen Krankenhäusern und die
offensichtlich lebensfeindliche Haltung führender österreichischer
Abtreibungsärzte widerspreche den Ansichten der Salzburger
Landeshauptfrau selbst.
Dr. Peter Safar bestätigt entmündigende Beratungs- und
Abtreibungspraxis
Auf dem Kongress der "Internationalen Vereinigung von Fachkräften
und Verbänden zu Schwangerschaftsabbruch und Kontrazeption" (FIAPAC),
der Anfang September in Wien stattfand, referierte unter anderem der
bekannte Abtreibungsarzt Dr. Peter Safar, Primarius am Krankenhaus
Korneuburg. Sein Vortrag bestätigt den Verdacht, dass die
Beratungsqualität bewusst herabgesetzt wird. Für ihn habe das Zeigen
von Ultraschallbildern ab der siebten Schwangerschaftswoche "keinen
positiven psychologischen Einfluss" auf die Entscheidung der Frau. In
Korneuburg werde die Schwangere daher sofort eingehend über die
Möglichkeit einer Abtreibung, insbesondere einer sofortigen
medikamentösen Abtreibung informiert. Unmittelbar nach der
Entscheidung der Frau erfolge dann schon die Abtreibung, meist noch
innerhalb von einer Stunde nach Feststellung der Schwangerschaft. Ein
ausführlicher Bericht über den Kongress der 'FIAPAC' kann unter
http://www.jugendfuerdasleben.at/detail.php?id=234 nachgelesen
werden.
Margret Parzmair ist schockiert: "Bewusst wird auf eine
persönliche lebensbejahende Beratung verzichtet. Die unmittelbare
Durchführung der Abtreibung verhindert, dass die Mutter ihre
Situation abwägen ein Leben mit ihrem Kind noch einmal überdenken
kann. Diese Vorgangsweise setzt die Betroffene unter Druck und stellt
letztlich eine Entmündigung dar."
'Jugend für das Leben' ist offizieller Teilnehmer am vom
Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser initiierten 'Forum Neues
Leben'.
OTS0011 2004-10-11/08:32
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