- 22.09.2004, 10:03:23
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ARBÖ organisiert Rettungseinsatz in Kroatien
Rascher Einsatz des Intensivtransport-Wagens sorgt für optimale medizinische Versorgung

Wien (OTS) - Günther K., seit vielen Jahren ARBÖ-Mitglied, freute
sich auf einige erholsame Tage zusammen mit seiner Gattin sowie
seiner Mutter in Kroatien. Doch diese Freude währte nicht lange:
schon kurz nach der Ankunft traten bei seiner 74-jährigen Mutter,
Erna K., innere Blutungen auf. Eine Krankenhauseinlieferung in die
kroatische Klinik Rijeka war unumgänglich.
Zunächst stellten sich sprachliche Barrieren, die kaum überwunden
werden konnten, dann verschlechterte sich auch der Gesundheitszustand
der Patientin zusehends. In ihrer Verzweiflung wandte sich Familie K.
an einen befreundeten Arzt in Österreich, dieser wiederum stellte den
Kontakt zum ARBÖ her. Gerald Schneider vom ARBÖ-Reise-Notruf: "Am 18.
September 2004 wurden wir über die Situation von Frau K. in Kenntnis
gesetzt. Da wir in den Sommermonaten zahlreiche Krankenrückholungen
aus Kroatien durchgeführt hatten, war klar, dass der medizinische
Standard sich mit Österreich keinesfalls vergleichen lässt. Rasches
Handeln war gefragt."
Leider war die Patientin nicht im Besitz eines
ARBÖ-Sicherheits-Passes, der für eine Krankenrückholung aufkommt und
hatte auch sonst keine entsprechende Reiseversicherung abgeschlossen.
Dennoch sorgte der ARBÖ über seinen deutschen Partner MD-Medicus für
eine rasche, ärztliche Fallabklärung und übernahm dafür die Kosten.
Die Befunde sprachen klar für eine schnelle Rückholung nach
Österreich. Wieder sprang der ARBÖ helfend ein und organisierte den
Rücktransport nach Österreich.
"Da die Patientin in Kroatien intensivmedizinisch betreut wurde,
musste auch der Transport dementsprechend organisiert werden. Der
Einsatz eines Intensivmobils für eine derartige Strecke kann rasch
mit einigen tausend Euro zu Buche schlagen", weiß Gerald Schneider,
selbst praktizierender Notfallsanitäter. "Erschwerend kam hinzu, dass
sich bei Patientin auch noch plötzlich ein Herzinfarkt zeigte. Wir
durften keine Zeit verlieren", so Schneider. Damit es für die Familie
aus Niederösterreich nicht zu teuer wurde, stellte der Rettungsdienst
Preibisch Medical den Intensivtransportwagen zum Selbstkostenpreis
zur Verfügung. Das Rettungsteam rund um ARBÖ-Mitarbeiter Gerald
Schneider, Einsatzlenker Andreas Halmer, Sanitäter Alexander Egger
sowie Notärztin Dr. Elisabeth Stadter-Halmer verzichteten auf ihr
Honorar.
"Am 20. September 2004, in den späten Abendstunden, ging es los.
Nachdem noch einige bürokratische Einzelheiten mit den kroatischen
und slowenischen Behörden geklärt waren, nahm unser Team Kurs auf
Rijeka. Schlechtes Wetter behinderte die Anfahrt, doch kurz vor 9 Uhr
morgens konnten wir die Patientin übernehmen", erläutert Gerald
Schneider. Die kroatische Intensivstation spottete jeder Beschreibung
- "Jedes durchschnittliche Pflegeheim bietet besseren Standard",
erinnert sich die Rettungscrew. Rasch wurde Frau K. in den
Notarztwagen verbracht, für den Transport stabilisiert und die
Zielklinik vorinformiert. Dann ging es in Windeseile in Richtung
Österreich, wo die Patientin nach fünf Stunden Fahrt - teils sogar
mit slowenischer Polizei-Eskorte - in stabilem Zustand übergeben
werden konnte. "Der Einsatz eines Intensivtransportwagens mit
entsprechend ausgebildetem Personal macht es möglich, optimale
medizinische Bedingungen in jeder Phase des Transports
sicherzustellen", so Notärztin Dr. Stadter-Halmer.
Frau K. wird sich nun im Thermenklinikum Mödling erholen und
befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung. Für das ARBÖ
Reise-Notruf-Team ein Beweis, dass rasche und koordinierte Hilfe zum
Erfolg führt, auch wenn sich oft schwierige Hürden darstellen. Mit
einem ARBÖ-Sicherheitspass für 30,5 Euro wäre der aufwendige
Rücktransport für die Familie kostenlos gewesen.
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