• 06.10.2026, 13:31:39
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Ein Schwergewicht für Jochenstein: 62 Tonnen sicher über die Donau gebracht

Ein Schwergewicht für Jochenstein: 62 Tonnen sicher über die Donau gebracht Am 6. Oktober erreichte der erste von fünf neuen Transformatoren das Donaukraftwerk Jochenstein. Nach dem Schwertransport übernahm ein Schwimmkran die letzte Etappe und brachte den 62 Tonnen schweren Transformator sicher quer über die Donau an seinen endgültigen Standort.

Der neue Transformator für das Donaukraftwerk Jochenstein wurde mit dem Schwimmkran sicher eingehoben.

Der Schwertransport führte über die österreichische Seite bis zum Kraftwerk. Dort wurde der Transformator abgeladen und mit einem VERBUND-Schwimmkran quer über die Donau zum Rechenpodest gebracht. Anschließend setzte ihn der Kran sicher an seiner endgültigen Position ab.

Die Abmessungen des Transportfahrzeugs waren beeindruckende 30 Meter lang, 3,5 Meter breit und 4,4 Meter hoch, das Gesamtgewicht von Tieflader und Transformator betrug rund 122 Tonnen. Der Transformator selbst ist etwa 6,5 mal 3 mal 4 Meter groß. Für den Hub kam der vor Ort stationierte VERBUND-Schwimmkran mit einer maximalen Tragfähigkeit von 100 Tonnen zum Einsatz.

Der Hub war auch für das erfahrene VERBUND-Betriebsteam etwas Besonderes. Der Schwimmkran stammt aus der Bauzeit des Kraftwerks und erfüllt immer noch seine Funktion. Ein bei Laufkraftwerken üblicher Portalkran ist aufgrund der Architektur in Jochenstein nicht möglich. „Der Kran hat keinen eigenen Antrieb – wir bewegen ihn seitlich mit Winden und vorgespannten Seilen. Mit Wasserballast gleichen wir seine Lage aus, bis der Transformator millimetergenau an seinem Platz sitzt. Das verlangt viel Erfahrung und ein gutes Zusammenspiel unseres Teams“, sagt Standortmeister Manfred Hackner.

Die Anlieferung ist Teil der umfassenden Revitalisierung des Donaukraftwerks Jochenstein. Dabei werden neben fünf neuen Turbinen auch fünf neue Transformatoren eingebaut, die aufgrund einer Sprühnebel-Löschanlage jeweils eine eigene Einhausung benötigen. Auch der erforderliche Austausch der 220-kV-Energieableitungskabel ist technisch anspruchsvoll, weil die langen Kabel unter beengten Einbauverhältnissen über die Schleusenbrücke geführt werden müssen.

Das von 1952 bis 1956 errichtete Kraftwerk Jochenstein wird derzeit umfassend modernisiert, um es für die kommenden Jahrzehnte an den Stand der Technik und an veränderte Bedingungen durch den Klimawandel anzupassen. Neue Turbinen sollen sowohl hohe Abflüsse effizienter nutzen als auch bei geringen Wassermengen einen flexiblen Betrieb ermöglichen. Dadurch steigt die Turbinenleistung um 8 Megawatt auf 140 Megawatt, das Regelarbeitsvermögen um 55 Gigawattstunden auf 905 Gigawattstunden.

Die Revitalisierung läuft von 2023 bis Ende 2030. VERBUND investiert in das Projekt rund 61,4 Millionen Euro. 

Bildrechte: (C)VERBUND/Johannes Wiedl, Abdruck für redaktionelle Zwecke frei 

 

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