• 05.10.2026, 09:56:34
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VERBUND errichtet Windmessmast am Venet

VERBUND errichtet Windmessmast am Venet Ein 100 Meter hoher Gittermast soll ein Jahr lang verlässliche Daten zu den Windverhältnissen und zur Fledermausaktivität liefern. Die Errichtung ist für Mitte Oktober geplant und erfolgt vollständig auf Fließer Gemeindegebiet.

VERBUND misst seit Oktober 2025 mit einem mobilen SODAR-System die Windbedingungen am Venet. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Als nächster Schritt werden die Windverhältnisse über einen längeren Zeitraum und in mehreren Höhen detailliert erfasst. Dafür errichtet VERBUND einen 100 Meter hohen Windmessmast auf rund 2.200 Metern Seehöhe.

Der Transport der Mastteile ins Zielgebiet ist für den 5. und 6. Oktober 2026 mit zwei Hubschraubern, unter anderem einem Typ Super Puma, geplant. Die Errichtung des Mastes soll – vorbehaltlich geeigneter Witterung – von 12. bis 16. Oktober erfolgen. Die Messungen sind auf zwölf Monate angesetzt. Zu Beginn wird die Windmessung parallel mit SODAR fortgeführt, um die Qualität der erhobenen Daten zu überprüfen.

„Die Ergebnisse der Windmessung sind die Grundlage für die weitere Feinplanung. Erst danach können wir belastbare Aussagen zur möglichen Anzahl und zum Typ der Windräder sowie zu ihrer Leistung treffen“, sagt VERBUND-Projektleiter Markus Bugnits.

Messungen als Grundlage für die weitere Planung

Am Mast werden unter anderem die Windgeschwindigkeit mit Anemometern und die Windrichtung erfasst. Ein sogenannter Batcorder zeichnet außerdem mögliche Aktivitäten von Fledermäusen auf. Die Daten sind wichtige Grundlagen für die technische Planung und die ökologische Beurteilung des Standorts.

Auf Basis der Messergebnisse sollen unter anderem die Anzahl, die Größe und der Typ möglicher Windräder sowie die mögliche Gesamtleistung festgelegt werden. Die bisherige Überlegung von bis zu vier Windrädern ist daher noch nicht endgültig. Nach Abschluss der Messungen und bei ausreichend guten Ergebnissen könnten 2027 die konkreten Voruntersuchungen für die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) beginnen.

Errichtung mit geringem Eingriff in die Landschaft

Die Mastteile werden per Hubschrauber an den Standort auf Fließer Gemeindegebiet gebracht. Rodungen oder größere Eingriffe in die Landschaft sind für die Errichtung nicht erforderlich. Für die Standsicherheit sorgen eine Fundamentplatte mit Maßen von ca. zwei mal zwei Meter sowie mehreren Ankerpunkte, an denen die Abspannseile in 3 Richtungen befestigt werden. 

Für die Errichtung des Mastes liegen alle erforderlichen Bewilligungen vor. Zur Kennzeichnung als Luftfahrthindernis wird der Mast mit einer Nachtkennzeichnung, einer sogenannten Hindernisbefeuerung, ausgestattet. Für den Vogelschutz ist die Anbringung von schwarz-weißen Warnbändern an allen Abspannseilen vom Boden bis zur Spitze des Windmessmastes vorgesehen

Die Errichtung wurde in guter Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden vorbereitet. 

Weitere Prüfungen notwendig

VERBUND verfolgt das Projekt seit 2024 und arbeitet dabei eng mit der Gemeinde Fließ zusammen, die auch Grundeigentümerin der relevanten Fläche ist. Bis zur möglichen Errichtung der Windenergieanlagen sind weitere Planungs-, Prüfungs- und Genehmigungsschritte erforderlich. Für die Vorbereitung der Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung ist derzeit mit rund ein bis zwei Jahren zu rechnen. Daran schließt ein umfangreiches Genehmigungsverfahren, die Umweltverträglichkeitsprüfung, an. Bei einem reibungslosen Verlauf wäre ein Baubeginn frühestens in rund fünf bis sechs Jahren denkbar. Eine belastbare Entscheidung über die konkrete Umsetzung ist daher erst nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens möglich.

Rückfragen & Kontakt

Pressesprecher - Unternehmenskommunikation
Rainer Tschopp
Telefon: +43 (0)664 – 882 613 32
E-Mail: [email protected]

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