• 13.08.2026, 11:03:03
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UNICEF Sprecher James Elder in Somalia: Risiko einer Hungersnot, Kürzungen der Finanzierung erschweren humanitäre Dienstleistungen

UNICEF Sprecher James Elder befindet sich von 15.08 bis 21.08 in Somalia und steht in diesem Zeitraum auch für englischsprachige Interviews zur Verfügung.

Somalia steht erneut vor einem wachsenden Risiko einer Hungersnot. Fast zwei Millionen Kinder leiden unter akuter Mangelernährung, während Krankheitsausbrüche zunehmen und der Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen weiter abnimmt. Familien haben zunehmend Schwierigkeiten, mit den wiederholten Belastungen umzugehen, darunter schwere Dürren, steigende Lebensmittelpreise, eine Finanzierungskrise sowie die indirekten Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten.

James Elder wird seine Mission auf den Hunger von Kindern, Ernährung sowie die Situation von Kindern konzentrieren, die von Konflikten betroffen sind.

Sollten Sie Interesse an einem Interview mit James Elder haben, melden Sie sich bitte unter [email protected]

Zahlen und Fakten zur Auswirkung der Finanzierungskürzungen (Original auf Englisch im Anhang):

Finanzierungskrise

  • Humanitäre Finanzierung in Somalia geht geschätzt um 40 bis 60 % zurück.
  • 4,8 Millionen Menschen werden 2026 voraussichtlich humanitäre Hilfe benötigen. 
  • Darunter 3 Millionen Kinder.
  • UNICEF meldet für 2026 eine Finanzierungslücke von 88 Mio. US-Dollar

Hunger und Mangelernährung

  • 1,9 Millionen Kinder werden 2026 voraussichtlich von Mangelernährung betroffen sein.
  • Rund 493.000 Kinder leiden an schwerer akuter Mangelernährung, der tödlichsten Form der Unterernährung. 
  • Fast 1 Million Kinder, Mädchen und Frauen könnten den Zugang zu Ernährungsdiensten verlieren.
  • Bereits 205 Ernährungszentren wurden geschlossen. 
  • Die Zahl schwer mangelernährter Kinder mit Komplikationen stieg im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr. 

Gesundheit

  • Bereits 189 Gesundheits- und Ernährungszentren mussten schließen.
  • Das führte zu einem Rückgang der Versorgung um 30 %.
  • Über 50.000 Kinder könnten den Zugang zu lebenswichtiger Gesundheitsversorgung verlieren.
  • Im schlimmsten Fall könnten landesweit 618 Gesundheitseinrichtungen schließen.
  • Kürzungen bei Impfprogrammen erhöhen das Risiko von Krankheitsausbrüchen und vermeidbaren Todesfällen. 

Wasser und Dürre

  • Mehr als 522.000 Menschen benötigen dringend Zugang zu sicherem Trinkwasser.
  • Über 800.000 Menschen könnten wichtige Hygienehilfen verlieren. 
  • In einigen Regionen haben sich die Wasserpreise vervierfacht. 
  • Dürre und Wassermangel haben allein in Mudug etwa 60.000 Menschen vertrieben.
  • Für das dritte Quartal 2026 werden fast 198.000 neue Vertreibungen durch Dürre, Überschwemmungen und Konflikte erwartet.

Bildung

  • Mehr als 78.000 Kinder haben die Schule bereits verlassen. 
  • Weitere 660.000 Schülerinnen und Schüler sind gefährdet, ebenfalls aus dem Bildungssystem zu fallen. 
  • Überschwemmungen könnten zusätzlich rund 651.000 Kinder betreffen. 
  • Dem Bildungssektor gingen bereits 30 Mio. US-Dollar an Finanzierung verloren.

Kinderschutz

  • Die Kapazitäten zur Überwachung von Gewalt gegen Kinder gingen um 43 % zurück. 
  • 65 Kinderschutzeinrichtungen wurden geschlossen. 
  • Mehr als 20.000 Kinder und Familien könnten wichtige Schutz- und Betreuungsangebote verlieren. 
  • 159 Fachkräfte im Kinderschutz sind von Entlassungen bedroht. 

Warum die Situation so kritisch ist

Mehrere Krisen verstärken sich gegenseitig:

  • schwere und wiederkehrende Dürren,
  • steigende Lebensmittel- und Wasserpreise,
  • drastische Kürzungen internationaler Hilfsgelder,
  • Konflikte und Vertreibungen,
  • zunehmende Krankheitsausbrüche.

Rückfragen & Kontakt

UNICEF Österreich
Michael Blauensteiner
Telefon: +43 660 38 48 821
E-Mail: [email protected]
Website: https://unicef.at

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