• 29.07.2026, 08:42:45
  • /
  • OTM0005

PA: KFV warnt auch in Österreich vor Waldbrandgefahr: Vorsicht beim Hantieren mit Zündquellen

 

Presseinformation

KFV warnt auch in Österreich vor Waldbrandgefahr: Vorsicht beim Hantieren mit Zündquellen 

Spanien und Frankreich kämpfen derzeit gegen verheerende Waldbrände. Zur Unterstützung wurden bereits Löschflugzeuge aus anderen europäischen Staaten angefordert, weshalb Kapazitäten im Rahmen der internationalen Katastrophenhilfe teilweise gebunden sind. Angesichts der anhaltenden Trockenheit und der bevorstehenden Hitzewelle ist auch in Österreich besondere Vorsicht geboten. Denn mehr als 80 Prozent der heimischen Waldbrände werden durch menschliches Verhalten ausgelöst, warnt der Fachbereich Eigentumsschutz im KFV.

Wien, 29. Juli 2026. Der verheerende Waldbrand im Raxgebiet im Jahr 2021 ist vielen Menschen noch gut in Erinnerung. Rund 115 Hektar Schutzwald wurden damals vernichtet und tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch internationale Löschflugzeuge unterstützten Österreich über den EU-Katastrophenschutzmechanismus. Ein Waldbrand dieses Ausmaßes ist Österreich heuer bislang erspart geblieben. Dennoch wurden seit Jahresbeginn in Österreich bereits 269 Waldbrände registriert (Bundesländerdaten s. Anhang), wie die Waldbrand-Datenbank der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) zeigt. Damit liegt die Zahl bereits deutlich über jener des gesamten Vorjahres mit 196 registrierten Waldbränden. Viele dieser Brände blieben von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Der langjährige Durchschnitt der Jahre 1993 bis 2025 beträgt 149 Waldbrände pro Jahr.

Zigaretten, Grillen und Werkzeuge als mögliche Auslöser
Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen lassen Gras, Laub und andere Vegetation rasch austrocknen. Dadurch kann bereits ein kleiner Funke einen Brand auslösen, der sich insbesondere bei Wind binnen kurzer Zeit ausbreiten kann. Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV, appelliert daher an die Bevölkerung: „Beim Umgang mit möglichen Zündquellen im Freien ist derzeit besondere Sorgfalt erforderlich. Verzichten Sie auf offenes Feuer, dämpfen Sie Zigaretten vollständig aus und werfen Sie diese keinesfalls in die Natur. Bedenken Sie zudem, dass auch Funken, die etwa bei Arbeiten mit Winkelschleifern entstehen, trockenes Pflanzenmaterial entzünden können.“

Wie die Statistik zeigt, werden 83 Prozent aller Waldbrände in Österreich durch menschliches Verhalten verursacht. Natürliche Auslöser wie Blitzschläge spielen dagegen eine deutlich geringere Rolle. Trockenheit und Hitze schaffen zwar besonders gefährliche Bedingungen für die Entstehung und Ausbreitung von Bränden – der konkrete Auslöser ist jedoch meist menschliches Handeln.

KFV-Präventionstipps

  1. Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe entzünden.
    Lagerfeuer, Feuerschalen, Einweggrills oder Fackeln können durch Funkenflug einen Vegetationsbrand auslösen. Beachten Sie unbedingt bestehende Feuerverbote.

  2. Nicht rauchen und keine Zigaretten oder Streichhölzer achtlos wegwerfen.
    Glimmende Zigarettenreste können trockenes Gras, Laub oder Waldboden entzünden – besonders bei Hitze, Trockenheit und Wind.

  3. Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder Stoppelfeldern abstellen.
    Heiße Fahrzeugteile wie Auspuff oder Katalysator können trockenes Pflanzenmaterial innerhalb weniger Minuten in Brand setzen.

  4. Funkenbildende Arbeiten im Freien möglichst verschieben.
    Schleif-, Schweiß- oder Trennarbeiten sowie der Einsatz benzinbetriebener Geräte sollten bei großer Trockenheit nur mit besonderer Vorsicht oder möglichst gar nicht durchgeführt werden.

  5. Keine Glasflaschen oder Glasscherben in der Natur zurücklassen.
    Auch wenn der sogenannte Brennglaseffekt selten ist, stellen Glasscherben Müll dar und können unter bestimmten Bedingungen zur Brandentstehung beitragen. Verpackungen und Abfälle daher immer wieder mitnehmen.

  6. Sofort die Feuerwehr unter der Nummer 122 verständigen.
    Entdecken Sie Rauch oder Feuer, alarmieren Sie umgehend die Feuerwehr und bringen Sie sich selbst in Sicherheit. Gerade Vegetationsbrände können sich bei Wind innerhalb kürzester Zeit ausbreiten.

  7. Besonders achtsam bei Freizeitaktivitäten in der Natur sein.
    Nutzen Sie nur ausgewiesene Grillplätze, beachten Sie behördliche Warnungen und Sperren und vermeiden Sie jedes Verhalten, das Funken oder Hitze erzeugen könnte. Schon kleine Unachtsamkeiten können in der aktuellen Trockenheit schwerwiegende Folgen haben.

Foto, Abdruck honorarfrei
Dr. Armin Kaltenegger, Leiter der Bereiche Eigentumsschutz sowie Recht und Normen im KFV  © KFV/APA Fotoservice/Schedl  

Rückfragen & Kontakt

Rückfragehinweis
Pressestelle Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)
Telefon: 05-77077-1919
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.kfv.at

MEDIACONTACT-MAILING UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen