- 29.06.2026, 09:15:34
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Primärversorgungsmodell - Hausärzte fachlich gerüstet
Hausärztliches Primärversorgungsmodell für Österreich: ÖGAM sieht Hausärzteschaft fachlich gerüstet Mehr als 95 Prozent der Kassenstellen besetzt - kürzeste Wartezeiten im System – höchster Stand an Kassenärzt:innen seit 2011 - Fachgesellschaft fordert weniger Bürokratie statt mehr Zweifel
Die Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) widerspricht Zweifeln an der Leistungsfähigkeit der Hausärzteschaft: Laut Ärztestatistik 2025 sind aktuell 6.904 Allgemeinmediziner:innen bzw. Fachärzt:innen für Allgemein- und Familienmedizin in Österreich niedergelassen, 61 Prozent davon mit Kassenvertrag – ein deutlich höherer Anteil als im spezialisierten fachärztlichen Bereich (31 Prozent). Von 3.597,5 allgemeinmedizinischen Kassenstellen sind im ersten Quartal 2026 nur 167,5 unbesetzt, das entspricht einer Besetzungsquote von über 95 Prozent. 94 Prozent der Bevölkerung haben bereits heute eine fixe Hausärztin oder einen fixen Hausarzt. Die ÖGAM sieht damit die Grundlage für ein hausärztlich geleitetes Primärarztsystem nach internationalem Vorbild gegeben – entscheidend seien nun der Abbau von Bürokratie und eine bessere interprofessionelle Zusammenarbeit.
Allgemeinmedizin als zentrales Steuerungsfach
Aus Sicht der ÖGAM verfügt die Allgemein- und Familienmedizin als einziges medizinisches Fachgebiet über die systemische Kompetenz, Patient:innen langfristig und koordinierend durch das Gesundheitssystem zu begleiten. Mit der Einführung des Facharztes bzw. der Fachärztin für Allgemein- und Familienmedizin wurde hierzu bereits ein wichtiger Schritt gesetzt. Initiativen wie das ÖGAM-Praxissiegel belegen zudem, dass hochwertige Primärversorgung nicht nur in Primärversorgungseinheiten, sondern ebenso in Einzel- und Gruppenpraxen erbracht werden kann.
„Es gibt ausreichend Hausärztinnen und Hausärzte für eine bedarfsgerechte, flächendeckende und hochwertige Gesundheitsversorgung. Gelingen kann diese durch Verankerung eines hausärztlich basiertem Primärversorgungsmodell mit schlanker Bürokratie, interprofessioneller Zusammenarbeit und einem transparenten Einschreibemodell", so das Fazit der ÖGAM.
Weitere Informationen finden Sie im Pressetext im Anhang.
Gerne stehen wir für Rückfragen zur Verfügung!
Mit besten Grüßen,
Pressestelle ÖGAM (Fachgesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin)
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