- 30.03.2023, 11:39:39
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10 Jahre Entschiedenheit in Sachen Missbrauchsprävention
10 Jahre Entschiedenheit in Sachen Missbrauchsprävention Die „Stabstelle für Prävention von Missbrauch und Gewalt“ der Erzdiözese Wien feiert ihren 10. Geburtstag. Mit der Gründung der Stabstelle im April 2012 setzte die Erzdiözese Wien ein wichtiges Zeichen: Missbrauch und Gewalt dürfen in der Kirche keinen Platz haben.
Wien, 30.03.2023 - Die Arbeit der Stabstelle ist sehr umfassend. Daher werden die drei MitarbeiterInnen von einem Team aus Expertinnen und Experten aus der Diözese, der Schulstiftung und externen Organisationen, bei der Erfüllung der Aufgaben unterstützt:
- Verpflichtende Schulungen für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Sensibilisierung für die Themen: Nähe und Distanz
- Information und Beratung
- Kontakt zu kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen
- Lobbyarbeit für Kinderrechte
- Beratung bei der Erstellung von Schutz- und Präventionskonzepten und deren Autorisierung
- Sicherstellung der Meldepflicht bei Verdachtsfällen
- Unterstützung der Präventionsbeauftragen einer Pfarre
- Erstellung von Richtlinien für die Kinder- und Jugendarbeit sowie Beicht- und Seelsorgegespräche
Verpflichtende Workshops – über 3000 Personen geschult
Die Teilnahme an einem Workshop zur Prävention von Gewalt und Missbrauch ist seit 2019 für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erzdiözese Wien sowie für alle, die ehrenamtlich in den Pfarren mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, verpflichtend. Darüber hinaus muss es in jeder Pfarre eine verantwortliche Person für die Prävention von Missbrauch und Gewalt geben. Insgesamt wurden bisher über 3000 Personen geschult.
„Die Präventionsarbeit als Teil der Erzdiözese Wien ist selbstverständlich geworden“, stellt Sabine Ruppert fest. Die Pflegewissenschaftlerin und diplomierte Erwachsenenbildnerin hat die Stabstelle 2020 von Martina Greiner-Lebenbauer übernommen, die nun die Personalentwicklung leitet.
Schutzkonzept
Alle kirchlichen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger sind laut der österreichweiten Rahmenordnung „Die Wahrheit wird euch frei machen“ verpflichtet, für ihren Bereich Schutzkonzepte zu entwickeln. Mit diesem Schutzkonzept soll ein präventives Umfeld geschaffen werden, in dem alle vor Übergriffen und Gewalt in jeglicher Form geschützt sind. Die Stabstelle unterstützt und begleitet die Pfarren beim Erstellen des Schutzkonzepts und autorisiert dieses.
Festveranstaltung 10 Jahre Stabstelle für Prävention von Missbrauch und Gewalt
Am 29. März 2023 feierte die Stabstelle ihren 10. Geburtstag mit einer Festveranstaltung. Generalvikar Nikolaus Krasa gratulierte: „Ihr habt mit euren MitarbeiterInnen manche Berge versetzt.“
Andreas Zimmer, Präventionsbeauftragter im Bistum Trier in Deutschland, Martina Greiner-Lebenbauer, Leiterin der Stabstelle von 2012 bis 2020, Sabine Ruppert, Leiterin der Stabstelle seit 2020 und Matthias Theil, Referent in der Stabstelle, haben Rück-, Ein- und Ausblicke in die Präventionsarbeit der Erzdiözese Wien und darüber hinaus gegeben.
Dabei waren sich alle einig: Gute Präventionsarbeit schafft sichere Orte, an denen angstfreie Pastoral funktionieren kann. Ein ständiger Prozess der Sensibilisierung ist notwendig und Präventionsarbeit ist nie „fertig“, sondern laufend zu leisten.
Rückfragen & Kontakt
Rückfragehinweis
Mag. Katharina Mayr
Presseteam
Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation der Erzdiözese Wien
Stephansplatz 4, 1010 Wien
Telefon: +43 676 717 78 19
E-Mail: [email protected]
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