- 08.11.2026, 08:36:02
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Totschnig zum Start der Weltklimakonferenz COP31: Fortschritte notwendig, um Klimawandel einzudämmen und Lebensqualität zu schützen
Zwei Wochen Verhandlungen im Zeichen der Umsetzung: Emissionsminderung, Klimawandelanpassung, Klimafinanzierung und Elektrifizierung im Mittelpunkt
Am 9. November 2026 startet im türkischen Antalya die 31. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC). Bis 20. November 2026 verhandeln Delegationen aus 196 Staaten über Maßnahmen im internationalen Klimaschutz. Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig wird Österreich dabei auf politischer Ebene vertreten.
Eine Besonderheit der diesjährigen Konferenz ist eine geteilte Vorsitzführung. Die Türkei ist Gastgeberin, stellt den COP-Präsidenten und ist für die Initiativen außerhalb der formalen Verhandlungen zuständig (sogenannte Action Agenda). Australien leitet als „President of Negotiations“ die formalen Verhandlungen.
„Der Klimawandel und seine Auswirkungen werden weltweit immer massiver spürbar. Daran hat uns besonders der heurige Hitzesommer mit einer Rekorddürre eindrücklich erinnert. Die Herausforderungen in der Landwirtschaft, bei der Ernährungssicherheit und bei der Wasserversorgung betreffen uns alle. Ich erwarte mir daher von der Weltklimakonferenz, dass alle Staaten Maßnahmen setzen, um den Klimawandel einzudämmen und einen Beitrag leisten, eine hohe Lebensqualität für die Menschen zu sichern. Für Österreich und die EU geht es vor allem darum, Emissionen zu reduzieren, die das Klima aufheizen. Hier leisten wir natürlich als kleines Land unseren Beitrag, aber die gesamte Weltgemeinschaft muss ihre Anstrengungen weiter verstärken. Wir werden uns daher bei der Konferenz aktiv und konstruktiv einbringen“, so Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig zu Beginn der Klimakonferenz.
Im Mittelpunkt der formalen Verhandlungen steht die Zukunft des Arbeitsprogramms zur Emissionsminderung („Mitigation Work Programme“), das 2026 ausläuft. Zudem starten die Arbeiten an der zweiten Globalen Bestandsaufnahme unter dem Übereinkommen von Paris, die 2028 abgeschlossen sein sollen. Weitere zentrale Themen sind die Anpassung an den Klimawandel sowie die Ausgestaltung eines neuen Mechanismus für den gerechten Übergang („Just Transition“). Auch die Klimafinanzierung wird erneut einen Schwerpunkt bilden. Für den australischen Vorsitz haben ein besserer Zugang zu Klimafinanzierung und ausreichende Mittel für die kleinen Inselstaaten hohe Priorität. Zudem ist zu erwarten, dass Initiativen der Vorjahreskonferenz in Belém weitergeführt werden, insbesondere zum Übergang weg von fossilen Energieträgern.
Die türkische Präsidentschaft stellt die Umsetzung bestehender Klimaverpflichtungen (Implementation) und die Beschleunigung konkreter Klimaschutzmaßnahmen (Acceleration) in den Mittelpunkt. Unter den Leitprinzipien Dialogue, Consensus and Action sollen politische Zusagen in messbare Ergebnisse und Investitionen übersetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat die türkische Präsidentschaft drei Leuchtturminitiativen vorgelegt.
- Energiewende: Der weltweite Stromanteil am globalen Energieverbraucht soll von heute knapp 20 % auf 35 % bis zum Jahr 2035 gesteigert werden („35 by 35“).
- Abfallreduzierung („Zero Waste“): Halbierung des weltweiten Wachstums von Siedlungsabfällen bis 2035 und konsequenter Ausbau der Kreislaufwirtschaft.
- Klimaresiliente Städte: Senkung der Energieverbrauchsintensität im Gebäudesektor in städtischen Ballungsräumen um mindestens 25 % bis 2035.
Weitere Themen der Action Agenda sind unter anderem Landwirtschaft, Wasser und Ernährungssicherheit sowie der Zugang zu Klimafinanzierung.
Rückfragen & Kontakt
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Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100 DW 606747
E-Mail: [email protected]
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