• 07.11.2026, 09:00:33
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Gemeinsam das Zusammenleben in Hernals gestalten - Einladung zum Zukunftsrat geht an alle Hernalser*innen

Wien (OTS) - 

Beinahe 1.000 Teilnehmer*innen in der Beteiligungsphase: Die zweite Projektphase ist erfolgreich abgeschlossen. In der Woche ab 9. November erhalten alle Hernalser*innen die Einladung, sich für den Zukunftsrat Hernals zu registrieren.

Die zweite Phase des Pilotprojekts „Bezirk mit Wirkung“, einer Zusammenarbeit des Büros für Mitwirkung der Stadt Wien und der Bezirksvorstehung Hernals, ist abgeschlossen: Von Mai bis September 2026 konnten Hernalser*innen vor Ort im Bezirk und online ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen. 825 Menschen haben an der Online-Beteiligung auf der Beteiligungsplattform der Stadt Wien teilgenommen, die Antworten konnten in den fünf meistgesprochenen Sprachen des Bezirks gegeben werden. Zusätzlich wurden bei 13 aufsuchenden Formaten im Bezirk, von der Gemeindebau-Sprechstunde über Grätzlfeste bis zum Wiener Demokratietag am Dornerplatz, 164 analoge Themenkarten ausgefüllt.

Jetzt folgt der nächste Schritt: In der Woche ab 9. November erhalten alle Hernalser*innen per amtlicher Mitteilung die Einladung, sich für den Zukunftsrat Hernals zu registrieren.

„Die Beteiligung in Hernals zeigt: Wenn wir Mitwirkung einfach machen und dorthin gehen, wo die Menschen sind, bringen sich viele ein. Mit dem Zukunftsrat Hernals gehen wir den nächsten Schritt und stellen durch ein Losverfahren sicher, dass auch die leisen Stimmen gehört werden", so Demokratiestadtrat Jürgen Czernohorszky.

Was Hernals bewegt

Die Ergebnisse der Online-Beteiligung und der Themenkarten zeichnen ein klares Bild: Hernals wird als „ruhiges Dorf in der Stadt“ geschätzt, mit seiner Lage zwischen Stadt und Natur und der Vielfalt an Grätzln und Menschen. Online-Teilnehmer*innen nannten außerdem Parks und Natur, den öffentlichen Raum, einen kühlen Sommer und das Unterwegssein im Bezirk als wichtige Themen.

Die Teilnehmenden sind zudem eng mit dem Bezirk verbunden: 53 Prozent der Online-Teilnehmer*innen leben seit über zehn Jahren in Hernals und zwei Drittel sagen, dass sie im Alltag alles vor Ort finden – gearbeitet wird allerdings von 74 Prozent außerhalb des Bezirks.

Die Auswertung zeigt auch: Die Online-Befragung erreicht nicht alle gleich gut. Menschen mit höherem Bildungsabschluss, Wahlberechtigte und die Altersgruppe zwischen 30 und 64 sind überrepräsentiert. Die aufsuchenden Formate und Themenkarten haben dagegen häufiger jüngere Menschen und Menschen mit Migrationsbiografie erreicht und ergänzen das Bild damit wesentlich. „Dieses Ergebnis zeigt, wie wichtig die Arbeit vor Ort ist, um allen Menschen die Möglichkeit zur Mitwirkung zu geben“, sagt Wencke Hertzsch, Leiterin des Büros für Mitwirkung.

Einladung zum Zukunftsrat Hernals: Mitmachen per Losung

Genau hier setzt der Zukunftsrat Hernals an: Er ist ein Instrument der partizipativen und deliberativen Demokratie und soll Menschen zu Wort kommen lassen, die bei klassischen Beteiligungsformaten oft nicht gehört werden, darunter die 37 Prozent der Hernalser*innen ohne volles Wahlrecht. 16 zufällig ausgeloste Hernalser*innen ab 16 Jahren (plus 4 Ersatzmitglieder) entwickeln auch auf Basis der Umfrageergebnisse ein Zukunftsbild zum Thema „Zusammenleben in Hernals“, das als Orientierung für künftige Vorhaben dient.

So funktioniert die Teilnahme:

  • Ab 9. November: Alle Hernalser*innen erhalten ein Anschreiben als amtliche Mitteilung. Bei Interesse können sie sich bis 25. November für die Teilnahme registrieren.
  • Bis 18. Dezember: Aus allen Registrierungen werden die Mitglieder per Zufallslosung ermittelt. Dabei wird auf Diversitätskriterien wie Gender, Altersgruppe, Bildungsabschluss, Einkommensgruppe und Erwerbsstatus geachtet, damit der Zukunftsrat ein möglichst vielfältiges Abbild des Bezirks ist.
  • Der Zukunftsrat tagt an drei Terminen:
    Am Auftaktwochenende findet am 22. Jänner 2027 ein Kennenlernen statt, sowie am 23. Jänner 2027 der erste Sitzungstag, gefolgt vom zweiten Sitzungstag am 13. Februar 2027. Die Ergebnisse des ersten Zukunftsrats Hernals werden beim öffentlichen Zukunftscafé am 25. Februar 2027 vorgestellt und besprochen und den politisch verantwortlichen Personen übergeben und dem Mitmachnetzwerk Hernals vorgestellt. Die künftigen Zukunftsratsmitglieder erhalten für ihre Mitwirkung eine Aufwandsentschädigung.

„Die Ergebnisse geben uns ein konkretes Bild davon, was den Hernalser*innen beim Zusammenleben wichtig ist. Ich lade alle ein, die Einladung zu nutzen und sich für den Zukunftsrat Hernals zu registrieren. Je vielfältiger der Zukunftsrat ist, desto vielfältiger wird auch das Zukunftsbild für ein gutes Zusammenleben in Hernals“, betont Bezirksvorsteher Peter Jagsch.

Das Pilotprojekt „Bezirk mit Wirkung“ ist ein Umsetzungsinstrument der Wiener Demokratie-Strategie auf Bezirksebene. Es wird vom Büro für Mitwirkung, angesiedelt in der Abteilung Energieplanung der Stadt Wien (MA 20), gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Hernals umgesetzt. Die gewonnenen Erfahrungen sollen dazu beitragen, Beteiligungsstrukturen in Wien weiterzuentwickeln und demokratische Mitgestaltung langfristig zu stärken.

Mehr Informationen zum Projekt:
https://mitwirkung.wien.gv.at/bezirk-mit-wirkung

Rückfragen & Kontakt

Adina Hasler, MA
Büro für Mitwirkung
Referentin Kommunikation
Telefon: +43 1 4000 88316
E-Mail: [email protected]

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