• 06.11.2026, 11:30:04
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20 Jahre Radonschutz: Gemeinsam gegen die unsichtbare Gefahr

Die Österreichische Fachstelle für Radon zählt zu den führenden Kompetenzzentren Europas

Wien (OTS) - 

Anlässlich des Europäischen Radontags am 7. November blickt die AGES auf 20 Jahre Radonfachstelle zurück.

Radon ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das farb-, geruch- und geschmacklose Edelgas und seine Zerfallsprodukte können sich in Gebäuden anreichern und Lungenkrebs verursachen.

Die Österreichische Fachstelle für Radon koordiniert bereits seit 2006 die Aktivitäten im Zusammenhang mit Radon in Österreich und arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Die in Linz ansässige Fachstelle der AGES verfügt über das am besten ausgestattete Labor Österreichs für Radonmessungen in Luft, Wasser und Boden.

„Radon ist ein natürlicher Umweltfaktor mit ernstzunehmenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Im Sinne des One-Health-Gedankens unterstützt unsere Fachstelle für Radon bereits seit 20 Jahren Bevölkerung, Behörden und Fachkreise mit wissenschaftlicher Expertise, Messungen und Beratung zum Radonschutz“, betont Johannes Pleiner-Duxneuner, Geschäftsführer der AGES.

Zentrale Anlaufstelle für Radonschutz in Österreich

Die Aufgaben der Fachstelle für Radon reichen von Forschung und Messungen über Information und Beratung bis hin zur Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien. Ein bedeutender Meilenstein war die Entwicklung der österreichischen Radonkarte, die auf Messungen in rund 25.000 Haushalten basiert und geologische sowie bauliche Faktoren berücksichtigt.

„Wir haben wesentliche Beiträge zur Erforschung der Radondynamik in Gebäuden geleistet und den baulichen Radonschutz für die österreichischen Bauweisen weiterentwickelt. Unser Knowhow diente schließlich der Ausarbeitung des Nationalen Radonmaßnahmenplanes. Wir verfügen heute über eine der höchsten Radonmessdichten und qualitativ hochwertigsten Radonkarten Europas“, so Wolfgang Ringer, Leiter der Abteilung für Radon und Radioökologie der AGES.

Die Fachstelle informiert und berät die Bevölkerung zu Radon, richtet ihre Angebote aber auch gezielt an jene Berufsgruppen, die beim Radonschutz eine wichtige Rolle spielen, wie die Baubranche und das Gesundheitswesen. Darüber hinaus koordiniert sie das österreichische Radon-Netzwerk, das den fachlichen Austausch zwischen Behörden, Unternehmen, Wissenschaft und Bevölkerung fördert.

„Unsere Arbeit reicht von Kursen, Ausbildungen und Beratungen bis zur umfassenden Informationsarbeit rund um Radonschutz. Dass unsere Expertise weit über Österreich hinaus anerkannt wird, macht mich besonders stolz. Gleichzeitig liegt noch viel Arbeit vor uns, um das Bewusstsein für Radon weiter zu stärken,“ ergänzt Valeria Gruber, Leiterin der Fachstelle für Radon.

90 % der Zeit verbringen wir in Gebäuden. Radon auch.

Die meisten Menschen in Österreich verbringen rund 90 % ihrer Zeit in Innenräumen. Umso wichtiger ist es, die Radonkonzentration in den eigenen vier Wänden im Blick zu haben. Klarheit schafft nur eine Radonmessung. Werden erhöhte Werte festgestellt, können gezielte bauliche Maßnahmen die Belastung dauerhaft senken. Die Österreichische Fachstelle für Radon bietet zwei Mal im Jahr kostenlose Messkampagnen für Privathaushalte in Österreich an. Die nächste Freischaltung zur Bestellung erfolgt am Montag, den 23. November 2026 um 10 Uhr, bis das Kontingent aufgebraucht ist.

Mehr Informationen unter: www.radon.gv.at

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Rückfragen & Kontakt

AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit GmbH - Fachbereich Kommunikation und
Wissenstransfer
Telefon: +43 (0)50 555-25000
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.ages.at

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