• 05.11.2026, 11:09:03
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Burgenland entwickelt eigenen, umweltfreundlichen Datencenter-Campus

Burgenland Nummer 1 beim Umweltschutz, Nummer 1 bei erneuerbaren Energien und zukünftig auch Nummer 1 bei modernen Datencenter

Eisenstadt (OTS) - 

„Das Burgenland soll nicht nur ein Standort sein, an dem künstliche Intelligenz genutzt wird, sondern auch ein Standort sein, an dem KI-Infrastruktur und neue Innovationen durch erneuerbare Energie in einer Campus-Struktur entstehen. Das Burgenland soll nicht nur energieunabhängig werden, sondern auch datensouverän. Wir haben im Burgenland bewiesen, dass wir beim Ausbau erneuerbarer Energien Vorreiter sind. Diesen Anspruch übertragen wir jetzt auf die digitale Infrastruktur“, so Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie. Nachdem bei der vergangenen Regierungsklausur zehn klare Kriterien erarbeitet wurden und ein erstes Datencenter-Pilotprojekt und KI-Anwendungen in Zurndorf bereits umgesetzt wurden, wird der nächste Schritt eine konkrete Standortentwicklung sein.

„Für die zukünftige erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Region Burgenland ist der neue stark wachsende Industriezweig Datencenter von großer Bedeutung. Als Wirtschaftsagentur Burgenland wollen wir unter Einhaltung unserer Vorreiterrolle im Bereich Umweltschutz und erneuerbare Energie burgenländische Datencenter ermöglichen“, so Hana Dellemann, Sprecherin der Geschäftsführung der Landesholding Burgenland.

„Um die Chancen der KI für das Burgenland zu nutzen, setzt das Burgenland auf vier strategische Entwicklungsschritte: Phase 1: Definition der Standortkriterien, Phase 2: KI-Pilotprojekte, Phase 3: Standortentwicklung und Phase 4: Schaffung regionaler Wertschöpfung“, betont Stephan Sharma. „Die ersten beiden Phasen zur Umsetzung der KI-Strategie Burgenlands wurden bereits erfolgreich umgesetzt, wir befinden uns jetzt mitten in der Entwicklung des ersten Datencenter-Campus im Burgenland.“

Das Land Burgenland entwickelt deshalb einen Datencenter-Campus in Nickelsdorf und ist dazu in Gesprächen mit Investoren. Dabei sollen durch die Nutzung des Grundstücks des Landes Burgenland jährlich laufende Einnahmen erzielt werden sowie auch laufende Einnahmen für die Gemeinde auf Basis der bestehenden Abgabenstrukturen entstehen.

Am Standort Nickelsdorf wurde bereits eine strategische Umweltprüfung und eine Naturverträglichkeitsprüfung positiv durchgeführt. Die Wirtschaftsagentur Burgenland hat, wie bekannt, entlang der Autobahn in direkter Nachbarschaft zum Umspannwerk Zurndorf und bei einem Logistikzentrum die Entwicklung eines Wirtschaftsparks in Nickelsdorf vorgesehen.

„Der geplante Datencenter-Campus Nickelsdorf mit einer Leistung von 500 Megawatt soll alle 10 Umsetzungskriterien des Land Burgenlands erfüllen und somit zu einem europäischen Vorzeigeprojekt werden. Im Unterschied zu den grauen Datencentern, die im Umkreis des Burgenlands entstehen, soll hier ein grünes Datencenter entstehen: mit einem geschlossenen Kühlwasserkreislauf (0,02% des burgenländischen Wasserverbrauchs), Batterien statt Dieselaggregaten, Abwärme statt Gasimporte zum Heizen für die Haushalte in Nickelsdorf und Landwirtschaft und auch die Haushalte im gesamten Burgenland sollen von sinkenden Netzkosten profitieren. Damit entsteht ein Mehrwert für die Region und die Bevölkerung im Burgenland“, erläutert Sharma.

In Nickelsdorf soll ein Datencenter-Campus entstehen, der zur zusätzlichen Ansiedlung von Unternehmen in den Bereichen KI, IT, Datensicherheit, Gesundheit sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen führen soll. Kommunale Betriebe sollen durch die Investitionen und zusätzliche Arbeitsplätze profitieren.

„Ein Datencenter-Campus mit einer Leistung von bis zu 500 Megawatt, kann auf Basis internationaler renommierter Studien durch die Investitionen in das Burgenland zu neuen Betriebsansiedlungen, zusätzlichen dauerhaften Arbeitsplätzen, jährlicher Bruttowertschöpfung, jährlichen Gemeindeeinnahmen sowie zu einer dauerhaften Senkung der Netzkosten für das Burgenland führen,“ erklärt Sharma.

Die Ableitungen aus den internationalen Studien von KPMG für Irland, der iWConsult für die Region Frankfurt / Main, sowie der ECO Austria Studie für Österreich, zeigen acht mögliche Wertschöpfungseffekte für das Burgenland: Investitionen, Beschäftigte in der Bauphase, dauerhafter Beschäftigungseffekt, Bruttowertschöpfung, Gemeindeeinahmen, Betriebsansiedelungen im Bereich: KI, IT, Gesundheit, Bildung, Forschung, regionale Abwärme und Senkung bei den Netzkosten.

„Wir sehen in diesem Projekt eine große Chance für das Burgenland. Es verbindet Innovationskraft mit konkretem wirtschaftlichem Nutzen und kann wichtige Impulse für die regionale Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze setzen. Entscheidend ist, dass wir den burgenländischen Weg konsequent gehen und Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Burgenlands nutzen“, so Dellemann.

Datencenter sind längst zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden: Beim Bezahlen mit der Bankomatkarte, beim Surfen im Internet, bei der Nutzung von Cloud-Diensten oder auch bei der Energieversorgung.

„Energie und Daten sind die zentralen Zukunftsressourcen für eine wirtschaftlich starke und lebenswerte Region. Ohne Energie und Daten steht unser tägliches Leben still. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Unabhängigkeit bei Energie und Daten. Das Burgenland ist bereits Nummer eins bei Natur- und Artenschutz sowie bei erneuerbarer Energie. Jetzt wollen wir auch bei grünen Datencentern und KI-Infrastruktur zur Nummer eins werden“, so Sharma.

KI-Strategie Burgenland:

  • Phase 1 Klare Umwelt- und Standortkriterien: zehn Kriterien, die über den gesetzlichen Umweltstandard hinausgehen
  • Phase 2 KI-Pilotprojekt und -Anwendungen: erste KI-Rechenmodelle für die Bereiche Gesundheit, Energie und öffentliche Verwaltung durch Digital Burgenland
  • Phase 3 Entwicklung eines Datencenter-Standortes mit Campusstruktur
  • Phase 4 Schaffung regionale Wertschöpfung: nachhaltige Arbeitsplätze, zusätzliche regionale Einnahmen, mehr Datensicherheit und eine eigenständige KI-Kompetenz

Die 10 Kriterien für Datencenter: https://www.burgenland.at/fileadmin/user_upload/Bilder/Aktuelle_Meldungen/2026/10_Oktober/10_Kriterien_Datencenter.pdf

Rückfragen & Kontakt

Mag. Jürgen Schwarz
Unternehmenssprecher Burgenland Energie AG
Telefon: +43 (0)664/88210275
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.burgenlandenergie.at

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