- 05.11.2026, 11:07:33
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Preise der Stadt Wien 2026: Ein Festabend im Zeichen von Kunst, Wissenschaft und gesellschaftlichem Engagement
Stadt Wien würdigte herausragende Persönlichkeiten und Initiativen im Wiener Rathaus. Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler überreichte die Auszeichnungen.
Von gesellschaftskritischer Kunst über wegweisende wissenschaftliche Forschung bis hin zu Initiativen, die das soziale und kulturelle Miteinander stärken: Die Vielfalt und Kreativität Wiens standen am 4. November im Mittelpunkt der feierlichen Verleihung der Preise der Stadt Wien 2026. Im Festsaal des Wiener Rathauses wurden Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die mit ihrem Schaffen neue Perspektiven eröffnen, gesellschaftliche Entwicklungen mitgestalten und einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen und wissenschaftlichen Leben der Stadt leisten.
Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler überreichte im Namen von Bürgermeister Michael Ludwig die Auszeichnungen. Im Rahmen des Festakts wurden zudem die Preise für Kulturinitiativen 2026, der Arnold-Schönberg-Preis 2026 sowie die Dr.-Karl-Renner-Preise 2025 vergeben. Damit rückte die Stadt Wien neben herausragenden künstlerischen und wissenschaftlichen Leistungen auch zivilgesellschaftliches Engagement und kulturelle Teilhabe in den Fokus.
Kaup-Hasler unterstreicht die Bedeutung von Kunst und Wissenschaft
„Wien ist eine Stadt, die auf Wissen, Vielfalt und Zusammenarbeit der Vielen aufbaut. Kunst und Wissenschaft sind unverzichtbare Kräfte einer offenen, demokratischen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Sie erweitern unseren Blick auf die Welt, hinterfragen bestehende Denkmuster und eröffnen neue Perspektiven auf die Herausforderungen unserer Zeit. Die ausgezeichneten Personen verkörpern all dies mit ihrem Schaffen und ihrer Haltung. Ich gratuliere herzlich allen Preisträgerinnen und Preisträgern“, sagte Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler.
Die Preise der Stadt Wien würdigen Persönlichkeiten, deren bisheriges Schaffen weit über ihre jeweiligen Fachgebiete hinaus Wirkung entfaltet. Die Förderungspreise der Stadt Wien setzen ein Zeichen für die Unterstützung künstlerischer und wissenschaftlicher Entwicklung. Sie würdigen vielversprechende Positionen aus Architektur, Bildender Kunst, Literatur, Musik, Wissenschaft und Volksbildung und bestärken die Ausgezeichneten auf ihrem weiteren Weg.
Festrede von Preisträgerin Ingrid Brodnig
Einen der Höhepunkte bildete die Festrede der Publizistin und Autorin Ingrid Brodnig, die heuer mit dem Preis für Publizistik ausgezeichnet wurde. Brodnig beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen digitaler Technologien auf Gesellschaft und Demokratie. In ihren Arbeiten beleuchtet sie insbesondere die Verbreitung von Desinformation, Hass im Netz und die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Öffentlichkeit. „Wir leben in einer Zeit, in der der Lauteste oder der Provokanteste oft den Ton angibt. Als Gesellschaft haben wir aber die Möglichkeit und auch die Pflicht, die Regeln des Miteinanders und der Kommunikation mitzubestimmen“, betonte Brodnig.
Durch den Festabend führte Moderatorin Teresa Vogl. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Duo ELSA mit Sängerin Elsa Steixner und Julian Bazzanella am Keyboard. Filmische Porträts gaben Einblicke in das Schaffen der ausgezeichneten Persönlichkeiten und Initiativen.
Mit den Preisen für Kulturinitiativen wurden im Jahr 2026 zwei Projekte gewürdigt, die sich für kulturelle Beteiligung und gesellschaftlichen Austausch einsetzen. Die Auszeichnungen gingen an den Bildungs- und Kulturverein A.R.E.A.L. sowie an QMA – QUESTION ME & ANSWER, getragen von SolidarityPlus – Verein für ein solidarisches Miteinander. Die Preise unterstreichen die Bedeutung unabhängiger Kulturinitiativen, die Begegnungsräume schaffen, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und das vielfältige kulturelle Leben Wiens bereichern.
Der Arnold-Schönberg-Preis 2026 wurde an die Komponistin Mirela Ivičević verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Wien ihr künstlerisches Schaffen im Bereich der zeitgenössischen Musik.
Einen weiteren Schwerpunkt des Festabends bildete die Verleihung der Dr.-Karl-Renner-Preise 2025. Ausgezeichnet wurden die Aids Hilfe Wien, der Verein Kreativ am Werk sowie der Verein Wiener Frauenhäuser. Die drei Organisationen engagieren sich in unterschiedlichen Bereichen für ein solidarisches und inklusives Zusammenleben.
Die Fachjurys im Überblick
Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt auf Vorschlag unabhängiger, regelmäßig wechselnder Fachjurys.
Preise und Förderungspreise der Stadt Wien:
Architektur: Jerome Becker, Susan Kraupp, Elke Rauth, Anna Wickenhauser / Bildende Kunst: Manisha Jothady, Claudia Märzendorfer, Hans Schabus, Nina Schedlmayer, Eva Maria Stadler / Medienkunst: Anne Faucheret, Günther Oberhollenzer, Jeanette Pacher / Literatur und Publizistik: Andrea Fredriksson-Zederbauer, Angelika Reitzer, Peter Zimmermann / Musik: Harald Baumgartner, Astrid Schwarz, Beate Wiesinger, Philip Yaeger / Wissenschaft und Volksbildung: Rainer Bauböck, Ulrike Felt, Gabriella Hauch, Elisabeth Brugger / Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) und Medizinische Wissenschaften (MW): Sabine Seidler, Stefan Thurner, Sophie Zechmeister-Boltenstern, Josef Smolen
Arnold-Schönberg-Preis:
Harald Baumgartner, Astrid Schwarz, Beate Wiesinger, Philip Yaeger
Dr.-Karl-Renner-Preise:
Vizebürgermeisterin und amtsf. Stadträtin Bettina Emmerling, Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Kathrin Gaál, amtsf. Stadträtin Veronica Kaup-Hasler, 3. Landtagspräsident Gerhard Schmid, Gemeinderätin Patricia Anderle, Gemeinderätin Ursula Berner, Gemeinderat Armin Blind, Gemeinderätin Ewa Johler, Gemeinderat Michael Stumpf
Preise für Kulturinitiativen:
Philipp Yaeger, Vera Wolf, Katrin Pröll, Katharina Pizzera, Arno Rabl
Über die Preise der Stadt Wien
Die Preise der Stadt Wien werden seit 1947 in den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Medienkunst, Literatur, Musik, Publizistik, Wissenschaft und Volksbildung vergeben. Sie sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert und würdigen herausragende bisherige Leistungen.
Die seit 1951 zusätzlich vergebenen Förderungspreise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und sollen die Ausgezeichneten in ihrer weiteren künstlerischen und wissenschaftlichen Entwicklung bestärken.
Die vollständige Liste der Preisträger:innen der Preise- und Förderungspreise inklusive Auszüge aus den Begründungen ist hier zu finden.
Rückfragen & Kontakt
Isabella Cseri
Mediensprecherin Amtsführende Stadträtin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
+43 1 4000 81169
[email protected]
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