• 05.11.2026, 10:48:03
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Europas Sojaernte 2026: rund 20% geringer, aber großes Potenzial für regionale Lieferketten

Wien (OTS) - 

Donau Sojas neuer Market Report zeigt, dass die Sojaproduktion 2026 in den meisten Ländern Europas geringer als in den letzten Jahren ausfällt. Hitze und Trockenheit sind für viele Landwirt:innen die größten Herausforderungen. Das Potenzial für Wachstum ist dennoch klar erkennbar: Deutschland und Polen sind die Vorreiter, die ihre Produktion ausbauen und zeigen, was möglich ist. Mit stärkeren regionalen Lieferketten kann Europa seine Proteinversorgung sichern und unabhängiger werden.

Dem Bericht zufolge wird die Sojabohnenproduktion in der EU im Jahr 2026 voraussichtlich 2,4 Millionen Tonnen erreichen, was etwa 20 % unter dem Niveau von 2025 liegt. Italien, der größte Produzent der EU, wird voraussichtlich rund 900.000 Tonnen ernten, 15 % weniger als im Vorjahr. In Österreich wird ein Rückgang der Produktion um 36 % auf 180.000 Tonnen prognostiziert. Für die Ukraine, einen der wichtigsten Lieferanten von gentechnikfreiem Soja in Europa, wird eine Ernte von 4,4 Millionen Tonnen geschätzt, was 10 % unter dem Vorjahresniveau liegt. Der durchschnittliche Ertrag in der EU von 2,24 Tonnen pro Hektar liegt rund 15 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt.


Polen und Deutschland bilden hier eine Ausnahme. Polen wird voraussichtlich im Jahr 2026 mit 264.000 Tonnen zum drittgrößten Sojabohnenproduzenten der EU aufsteigen, was einem Anstieg von mehr als 15 % entspricht. Deutschland rechnet mit einem leichten Anstieg um 2,4 % auf 134.000 Tonnen.

Hitzewellen und schwere Dürren führten in weiten Teilen des Kontinents zu Ertragseinbußen. In den meisten Ländern schrumpft die Anbaufläche. Die Exporte aus der Ukraine verdeutlichen diese Herausforderung noch stärker. Im September verließen nur rund 27.000 Tonnen Sojabohnen das Land, was etwa einem Drittel der Menge des Vorjahres entspricht.

Mehr Soja aus der Region für mehr Sicherheit

Die aktuelle Lage zeigt, dass Europa stärker auf Importe angewiesen sein wird. Der Selbstversorgungsgrad der EU bei Soja wird voraussichtlich von rund 8 % im Jahr 2025/26 auf etwa 6 % im Jahr 2026/27 sinken. Aurélie Tournan, Geschäftsführerin von Donau Soja, erklärt dazu: „Mit einer Selbstversorgungsquote von nur 8 % bei Soja weist Europa eine deutliche Anfälligkeit auf und verfügt über erhebliches Potenzial zur Steigerung der Produktion. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, sind Engagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette und starke politische Unterstützung erforderlich. Die Förderung von in Europa angebautem Protein ist eine Investition in unsere Landwirte, unsere Widerstandsfähigkeit und die Ernährungssicherheit aller europäischen Bürger.“


Europa muss daher mehr Soja selbst anbauen. Die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten – von Landwirten und Verarbeitern bis hin zu Futtermittel- und
Lebensmittelherstellern – ist unerlässlich, um die Ernährungssicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Eine Zukunft mit mehr Soja aus Europa ist in greifbarer Nähe.

Rückfragen & Kontakt

Donau Soja
Lilly Speckner
Telefon: +43 (0) 664 88316366
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.donausoja.org

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