- 04.11.2026, 16:27:32
- /
- OTS0199
Zehetner: EU-Tourismusstrategie bestätigt den Kurs der Vision T
Vision T setzt auf höhere Wertschöpfung, weniger Bürokratie und Ganzjahrestourismus. Staatssekretärin fordert Rechtssicherheit für leistbare Einheimischentarife.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner begrüßt die heute vorgestellte EU-Strategie für nachhaltigen Tourismus. Insbesondere die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, der angekündigte Bürokratieabbau sowie die Förderung von Innovation und ausgewogener Tourismusentwicklung greifen zentrale Schwerpunkte der österreichischen Tourismusstrategie Vision T auf. Positiv bewertet Zehetner auch, dass die Europäische Kommission die Leistbarkeit touristischer Angebote und den konkreten Nutzen des Tourismus für die lokale Bevölkerung stärker in den Mittelpunkt rückt.
„Österreich ist eines der erfolgreichsten Tourismusländer Europas. Unser Anspruch muss sein, diese Position weiter auszubauen. Tourismus muss sich für unsere Betriebe rechnen und gleichzeitig den Menschen vor Ort zugutekommen. Mit der Vision T haben wir dafür einen klaren Kurs vorgegeben. Entscheidend ist, dass europäische Initiativen unsere Betriebe stärken, Bürokratie abbauen und Investitionen erleichtern“, betont Zehetner.
Mehr Ganzjahrestourismus für höhere Wertschöpfung
Mit 157,3 Millionen Nächtigungen im Jahr 2025 zählt Österreich zu den bedeutenden Tourismusdestinationen Europas. Die direkte und indirekte touristische Wertschöpfung erreichte nach Schätzungen des WIFO 33,1 Milliarden Euro. Für Zehetner steht deshalb nicht allein die Zahl der Gäste, sondern insbesondere der wirtschaftliche Erfolg der heimischen Betriebe im Mittelpunkt.
Ein wesentliches Ziel der Vision T ist es, die touristische Nachfrage in Österreich stärker über das gesamte Jahr zu entwickeln. Während 2025 noch 53,5 Prozent aller Nächtigungen auf die acht Monate außerhalb der Hauptsaisonmonate Jänner, Februar, Juli und August entfielen, soll dieser Anteil bis 2035 auf über 60 Prozent steigen.
„Wir wollen zusätzliche Nachfrage schaffen und unsere Betriebe über das ganze Jahr wirtschaftlich erfolgreich machen. Wer seine Zimmer und Angebote über mehr Monate auslastet, kann besser planen, Arbeitsplätze langfristig absichern und gezielter investieren. Gerade die Verbindung von Kultur, Kulinarik, Sport, Gesundheit, Kongresse und Freizeit bietet uns große Chancen, auch abseits der klassischen Saisonspitzen neue Gäste zu gewinnen“, erklärt Zehetner.
Tourismus muss auch für Einheimische leistbar bleiben
Die Europäische Kommission spricht in ihrer neuen Strategie ausdrücklich die Leistbarkeit touristischer Angebote an und ermutigt die Mitgliedstaaten entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Leistbarkeit zu nutzen. Laut Kommission geben 39 Prozent jener EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, die keine touristischen Reisen unternehmen, finanzielle Gründe dafür an.
Für Zehetner ist das auch ein wichtiger Anknüpfungspunkt für die österreichische Forderung nach Rechtssicherheit bei Einheimischentarifen. Gerade in tourismusintensiven Regionen müsse sichergestellt werden, dass die Bevölkerung die touristische Infrastruktur weiterhin zu leistbaren Bedingungen nutzen kann.
„Unsere Tourismusregionen sind nicht nur Urlaubsorte, sondern vor allem Heimat für die Menschen, die dort leben und arbeiten. Sie tragen zum Erfolg unseres Tourismus bei und sollen auch selbst etwas davon haben. Wenn die EU jetzt die Leistbarkeit touristischer Angebote und den Mehrwert für die lokale Bevölkerung betont, müssen wir auch über rechtssichere Einheimischentarife sprechen. Es braucht klare europäische Rahmenbedingungen, damit die Menschen vor Ort touristische Einrichtungen wie Seilbahnen und Freizeitangebote weiterhin zu leistbaren Preisen nutzen können“, fordert Zehetner.
Europäische Initiativen müssen im Betrieb ankommen
Besonders positiv bewertet Zehetner die angekündigte europäische Initiative zum Bürokratieabbau. Auch das Ziel der Stärkung der Konnektivität innerhalb der EU und die Weiterentwicklung des gemeinsamen Tourismusdatenraums können wichtige Impulse für den heimischen Tourismus liefern.
„Unsere vielfach familiengeführten Betriebe brauchen Zeit für ihre Gäste und Spielraum für Investitionen. Deshalb muss aus der europäischen Vereinfachungsinitiative eine spürbare Entlastung werden. Auch bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz zählt, dass die Anwendungen im Alltag helfen und gerade für kleinere Betriebe zugänglich sind“, hält Zehetner fest.
Die Vision T verfolgt hier denselben Ansatz. Durch weniger Bürokratie, gezielte Investitionsförderung, moderne Ausbildungsmöglichkeiten und den Einsatz neuer Technologien sollen die wirtschaftlichen Handlungsspielräume der heimischen Tourismusbetriebe erweitert werden.
Österreichs Interessen auf europäischer Ebene stärken
Für Zehetner kommt es nun darauf an, die angekündigten europäischen Maßnahmen so auszugestalten, dass erfolgreiche Tourismusländer wie Österreich ihre Stärken weiterentwickeln können. Eine bessere Zusammenarbeit bei Fachkräften, Digitalisierung und Krisenvorsorge sei ebenso wichtig wie der Abbau unnötiger administrativer Belastungen.
„Mit der Vision T haben wir konkrete Ziele für Österreich gesetzt. Die europäische Zusammenarbeit kann uns dort weiterbringen, wo gemeinsame Lösungen besonders viel bewirken – bei Mobilität, Daten, Fachkräften und Krisenvorsorge. Entscheidend ist, dass daraus Verbesserungen entstehen, die unsere Betriebe, Beschäftigten und Regionen spüren“, hält Zehetner abschließend fest.
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA






