• 04.11.2026, 14:03:33
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SJ Schindl zum Equal Pay Day: „Frauen verdienen jedes Jahr einen Gebrauchtwagen weniger als Männer!“

Sozialistische Jugend kritisiert anhaltende Lohnungleichheit und fordert ein Ende der Blockade bei der Lohntransparenz

Wien (OTS) - 

Anlässlich des Equal Pay Day am Donnerstag, den 5. November, macht die Sozialistische Jugend Österreich mit einer Medienaktion vor dem Bundeskanzleramt auf die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Ein vor dem Bundeskanzleramt geparkter Gebrauchtwagen mit einem Preisschild von 10.542 Euro soll den Einkommensunterschied verdeutlichen: Während Männer sich von ihrem durchschnittlichen Mehrverdienst jedes Jahr ein solches Auto leisten könnten, entgeht Frauen dieser Betrag. Laut Arbeiterkammer verdienen ganzjährig vollzeitbeschäftigte Frauen durchschnittlich 10.542 Euro brutto weniger pro Jahr als Männer. Ab dem 5. November arbeiten Frauen damit rechnerisch 57 Tage im Jahr unbezahlt.

„Während sich Männer von ihrem Gehalt einen Gebrauchtwagen mehr leisten könnten, werden Frauen Jahr für Jahr um tausende Euro schlechter bezahlt. Dass Frauen im Jahr 2026 noch immer 57 Tage gratis arbeiten, ist ein Armutszeugnis für dieses Land und völlig inakzeptabel. Frauen brauchen keine leeren Phrasen zum Equal Pay Day, sondern es braucht endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit!“, kritisiert Fiona Schindl, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich.

SJ-Schindl: „Die ÖVP hat offenbar kein Problem damit, dass Frauen schlechter bezahlt werden!“

„Die ÖVP findet es anscheinend völlig in Ordnung, dass Frauen noch immer tausende Euro weniger verdienen als Männer. Anders lässt sich ihre Blockade bei der Lohntransparenz kaum erklären. Wer faire Löhne zahlt, hat nichts zu verstecken. Statt die Interessen der Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung zu verteidigen, sollte die ÖVP endlich für die Rechte von Frauen eintreten!“, kritisiert Schindl.

„Es ist beschämend für die Bundesregierung, dass die EU-Lohntransparenzrichtlinie noch immer nicht umgesetzt wurde, obwohl die Frist bereits im Juni abgelaufen ist. Frauen leisten jeden Tag unverzichtbare Arbeit - bezahlt und unbezahlt. Trotzdem werden sie beim Gehalt abgespeist und tragen auch noch den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit“, kritisiert Schindl.

„Diese Ungerechtigkeit ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Die Bundesregierung muss endlich handeln, statt weiter zuzusehen, wie Frauen systematisch benachteiligt werden!“, so Schindl abschließend.

Fotos sind unter folgendem Link frei verfügbar: https://www.sjoe.at/pressefotos

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