- 04.11.2026, 13:33:32
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NEOS Wien / Hu: „Impfen in Apotheken ist ein wichtiger Fortschritt – aber ohne Impfstoffe bleibt der beste Zugang wirkungslos“
NEOS-Gesundheitssprecherin und Apothekerin Jing Hu begrüßt die geplante Erweiterung der Impfangebote ab 2027. Damit wird eine langjährige NEOS-Forderung umgesetzt. Gleichzeitig fordert sie von Gesundheitsministerin Korinna Schumann eine verlässliche Impfstoffversorgung und den Ausbau des Impfangebots.
Die Bundesregierung bringt das Impfen in Apotheken auf den Weg. Ab 2027 sollen entsprechend geschulte Apothekerinnen und Apotheker zunächst ausgewählte Impfungen, darunter FSME, Hepatitis B sowie Kombinationsimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, verabreichen dürfen.
„Das ist ein wichtiger Schritt für eine moderne und niederschwellige Gesundheitsversorgung und ein Erfolg langjähriger NEOS-Arbeit. Als Apothekerin erlebe ich täglich, wie umständlich der Weg zur Impfung für viele Menschen noch immer ist. Gerade in einer Großstadt wie Wien sind wohnortnahe Angebote mit langen Öffnungszeiten ein großer Vorteil. Wer sich schützen möchte, soll das möglichst einfach und ohne unnötige zusätzliche Wege tun können“, betont Jing Hu.
Kritik an Gesundheitsministerin: Impfstoffversorgung bleibt eine Baustelle
Gleichzeitig sieht Hu dringenden Handlungsbedarf bei der Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen. Gerade bei Influenza und Herpes Zoster zeigen sich erneut Probleme mit der zeitgerechten Verfügbarkeit. Besonders für ältere Menschen und Risikogruppen ist das problematisch. Die Aufnahme der Gürtelrose-Impfung in das kostenlose Impfprogramm war ein wichtiger Schritt - dieser muss aber auch in der Praxis funktionieren.
„Es ist frustrierend, wenn Menschen sich impfen lassen wollen, aber der Impfstoff nicht verfügbar ist. Bei der Grippeimpfung erleben wir erneut Lieferverzögerungen, und auch bei der Gürtelrose-Impfung gibt es Schwierigkeiten. Diese Probleme dürfen nicht jedes Jahr aufs Neue auftreten. Gesundheitsministerin Schumann muss sicherstellen, dass Impfstoffe rechtzeitig, ausreichend und planbar zur Verfügung stehen. Dafür braucht es eine bessere Abstimmung bei Beschaffung und Verteilung.“
Prävention muss weitergedacht werden
Für Hu darf die Weiterentwicklung des Impfsystems nicht bei den Apotheken enden. Auch das Angebot an weiteren wichtigen Schutzimpfungen muss laufend überprüft und ausgebaut werden. Ziel muss sein, bestehende Impflücken zu schließen und für möglichst viele Menschen leistbar zu machen.
„Wir müssen Prävention ganzheitlich denken. Es braucht nicht nur einfachere Zugänge, sondern auch ein breiteres Impfangebot. Weitere wichtige Schutzimpfungen sollen niederschwellig und leistbar verfügbar sein. Mit dem Impfen in Apotheken gehen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss auch die Versorgung funktionieren. Denn die beste Impfstrategie nützt wenig, wenn der Impfstoff fehlt“, schließt Hu.
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