- 04.11.2026, 12:59:03
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28. Journalistinnenkongress: „Neustart statt Niedergang – immer mit den Frauen statt ohne”
Auf dem 28. Journalistinnenkongress unter dem Motto „Neustart statt Niedergang” in Wien sprach Frauen- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner in ihrem Impulsvortrag im Haus der Industrie. Sie betonte die Bedeutung von weiblicher Teilhabe im Journalismus und feministische Perspektiven in der Medienbranche.
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, schwindendes Medienvertrauen – diese Aspekte verändern die Medienbranche nachhaltig. Der Kongress steht in diesem Jahr unter dem Motto „Neustart statt Niedergang”, ein aktueller Verweis auf die vielseitigen gesellschaftlichen und medialen Umbrüche. Was bisher aber unverändert geblieben ist: Veraltete Machtstrukturen, die Frauen den Zugang zu Führungspositionen erschweren, ungleiche Löhne für dieselbe Arbeit bedeuten und Repräsentation von Frauen in der Gesellschaft behindern.
Die Frauenministerin sieht Zeiten der starken Veränderung allerdings nicht nur negativ: „Diesen Umbruch kann man aber auch als Chance ergreifen”. Sie verwies dabei auf neue Formen der Zusammenarbeit und die Möglichkeit, die in der Medienbranche fest verankerten Ungleichheiten anzugehen. „Bestehende Machtverhältnisse müssen sich ändern”, so Holzleitner. „Eine Gesellschaft kann es sich nicht leisten, auf mehr als die Hälfte ihrer Expertisen zu verzichten.
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Gleiche Anerkennung für gleiche Arbeit
Auch den Equal Pay Day thematisierte Holzleitner. Heuer fällt der Tag in Österreich auf den 5. November, Männer haben dann bereits jenes Einkommen erreicht, wofür Frauen bis Jahresende noch arbeiten müssen. Die Entgeltdifferenz entspricht 15,5% in Österreich, er liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt mit 12,7%.
Für Gleichstellung sind mehr als schöne Worte nötig, so Holzleitner. „Es braucht strukturelle Maßnahmen, um strukturelle Ungleichheiten zu bekämpfen”, sagte Holzleitner und verwies auf die Dringlichkeit der Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie. Im Zuge dessen griff Holzleitner auch den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt auf. „Gerade Journalistinnen, die öffentlich sichtbar sind, erleben immer wieder Angriffe oder Übergriffe. Dafür braucht es eine Anlaufstelle, die hilft und Frauen unterstützt, ihre Inhalte frei und ohne Angst vor Übergriffen zu teilen.”
Abschließend betonte die Frauenministerin: „Die Zukunft darf nicht denen gehören, die gerade die meiste Macht haben, sondern denen, die bisher zu wenig gehört worden sind”.
von Michelle Binder und Magdalena Kurz
Rückfragen & Kontakt
Österreichischer Journalistinnenkongress
Dr.in Ulrike Schöflinger
e: [email protected]
i: www.journalistinnenkongress.at
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