- 04.11.2026, 11:02:33
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Erwartungen an die COP31: Klima-Allianz fordert gerechten Ausstiegsplan aus fossiler Energie
Vor der UN-Weltklimakonferenz COP31 in Antalya, Türkei mahnt die zivilgesellschaftliche Allianz für Klimagerechtigkeit die konsequente Implementierung des gesamten Pariser Klimaabkommens ein und präsentiert ihre Anliegen an österreichische Entscheidungstragende:
Finanzierungslücke schließen
Wenige Tage vor Beginn der COP31 bereitet sich Somalia auf den womöglich stärksten El Niño seit Jahrzehnten vor. Sarah Easter, Krisenreporterin bei CARE Österreich, war kürzlich vor Ort: „Die Klimakrise wirkt auf El Niño wie ein Brandbeschleuniger. In Somalia haben sich Familien noch nicht von der chronischen Dürre und den El Niño-Überschwemmungen von 2023 erholt. Für sie bedeutet Überleben, sich anzupassen. CARE fordert die Industriestaaten auf, die Finanzierungslücke bei der Klimaanpassung zu schließen. Die Mittel müssen direkt bei den gefährdetsten Menschen ankommen.“
Gerechte Teilhabe sicherstellen
„Menschen mit Behinderungen haben bei humanitären Krisen ein bis zu vier Mal höheres Risiko zu versterben. Extreme Wetterereignisse, wie Überschwemmungen und Dürre, häufen sich durch die Klimakrise“, macht David N Ndung’u, Experte für Inklusion bei Licht für die Welt, auf die höhere Verletzlichkeit von 16 % der Weltbevölkerung aufmerksam. Menschen mit Behinderungen müssen einen Platz am Tisch, so auch bei Klimaverhandlungen, haben: „Nichts über uns ohne uns“, fordert N Ndung‘u die Verhandelnden auf, eine gerechte Beteiligung sicherzustellen.
Ausstieg aus Fossilen voranbringen
Die UN warnt eindringlich davor, dass die aktuellen Klimapläne der Staaten nicht ausreichen, um eine gefährliche Klimakatastrophe zu verhindern: “Erneuerbare Energieträger sind so kostengünstig wie nie zuvor, gleichzeitig schließt sich das Fenster zur Eingrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf 1,5 °C. Es muss daher bei der Klimakonferenz in Antalya gelingen, den weltweiten Ausstieg aus fossiler Energie in gerechter Art und Weise voranzubringen,” so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.
Just Transition umsetzen
„Das Ende des fossilen Zeitalters bringt nicht nur eine technologische, sondern auch eine gesellschaftliche Transformation. Dieser globale Wandel muss von Anfang an gerecht gestaltet werden: mit sozialem Schutz und echter Teilhabe für betroffene und vulnerable Gruppen“, sagt Angelika Derfler, Südwind-Sprecherin für Klimagerechtigkeit. „Der im Vorjahr beschlossene Just Transition-Mechanismus muss jetzt von einem Konzept zu einem wirksamen Instrument ausgestaltet werden. Nur dann gelingt Klimaschutz, der niemanden zurücklässt.“
Lasten teilen
Angesichts massiv fallender Entwicklungsfinanzierung bangen die ärmsten Staaten um die ihnen vor zwei Jahren zugesicherte finanzielle Unterstützung für Klimamaßnahmen. „Um die Erderhitzung und die Auswirkungen des Klimawandels global gerecht zu bekämpfen, müssen vermögende Staaten wie Österreich ihren gemeinsam beschlossenen Verpflichtungen nachkommen und gesteigerte Beiträge zur internationalen Klimafinanzierung zur Verfügung stellen, anstatt sich hinter Verhandlungs-Formalia zu verstecken“, mahnt Martin Krenn, Referent für Klimapolitik der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz.
Kontakte von Teilnehmenden der COP31 in Antalya:
Angelika Derfler und Stefanie Marek (in Antalya vom 14.11. bis 21.11.), Südwind, +43 (0) 680 1583026, [email protected], [email protected]
Martin Krenn (in Antalya vom 13.11. bis 21.11.), KOO - Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz, +43 676 769 8431, [email protected]
Rückfragen & Kontakt
Licht für die Welt
Natalie Plhak
Telefon: 0664 546 82 41
E-Mail: [email protected]
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