• 03.11.2026, 12:04:32
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Warnung vor Fremdkörpern in Halloween-Süßigkeiten

Nach Fremdkörperfunden in Halloween-Süßigkeiten: Ermittlungsgruppe „Treat“ im Bundeskriminalamt eingerichtet

Wien (OTS) - 

In mehreren Bundesländern wurden Fälle angezeigt, bei denen Nägel beziehungsweise metallische Fremdkörper in Süßigkeiten entdeckt wurden, die im Rahmen von Halloween gesammelt worden waren. Derzeit sind österreichweit acht Fälle bekannt: ein Fall in Niederösterreich (Bezirk Amstetten), zwei Fälle in Oberösterreich (Bezirke Linz und Vöcklabruck), vier Fälle in der Steiermark (Bezirke Leibnitz und Weiz) und ein Fall in Salzburg (Salzburg Stadt).

Die Polizei nimmt diese Vorfälle sehr ernst. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und werden hinsichtlich möglicher Zusammenhänge durch das Bundeskriminalamt geprüft und koordiniert. Darüber hinaus steht das Bundeskriminalamt auch mit internationalen Partnerbehörden im Austausch. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den angezeigten Fällen vor.

Innenminister Gerhard Karner: „Wenn man Süßigkeiten oder Geschenke präpariert, ist das nicht nur feig und hinterhältig, sondern auch lebensbedrohlich. Daher werden wir alles tun, um diese Verbrechen mit allem Nachdruck aufzuklären. Ich habe das Bundeskriminalamt beauftragt, die Ermittlung national, aber auch international zu koordinieren.“

„Diese perfiden Taten erfordern entschlossenes Vorgehen. Wir bündeln unsere Kräfte über die Landesgrenzen hinweg und gehen gemeinsam mit unseren Partnern konsequent gegen die Verantwortlichen vor“, betonte Bundeskriminalamt-Direktor Andreas Holzer.

Sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen, wird die Öffentlichkeit umgehend informiert.

Ermittlungsgruppe „Treat“ im Bundeskriminalamt eingerichtet

Zur Bündelung und Koordinierung der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurde im Bundeskriminalamt die Ermittlungsgruppe „Treat“ (EG Treat) eingerichtet. Ziel ist, die bislang bekannt gewordenen Vorfälle zentral zu erfassen, mögliche Zusammenhänge zu erkennen und die Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Landeskriminalämtern voranzutreiben.

„Entscheidend ist jetzt, die einzelnen Vorfälle kriminalistisch zusammenzuführen und mögliche Muster zu erkennen. Mit der Ermittlungsgruppe Treat schaffen wir dafür die notwendige zentrale Koordination“, sagte Abteilungsleiter Gerald Tatzgern.

Hinweise auf internationale Zusammenhänge

Auch über die österreichischen Grenzen hinaus wurden Vorfälle mit mutmaßlich manipulierten Halloween-Süßigkeiten bekannt. In Deutschland sind nach bisherigen Informationen bereits elf Bundesländer betroffen. Zudem wurde ein entsprechender Vorfall aus Ungarn gemeldet. Ob zwischen den einzelnen Fällen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit Gegenstand weiterer Abklärungen.

Warnhinweis der Polizei

Aus gegebenem Anlass appelliert die Polizei an Eltern und Erziehungsberechtigte, gemeinsam mit ihren Kindern die in der Halloween-Nacht gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr sorgfältig zu kontrollieren. Insbesondere ist darauf zu achten, ob Verpackungen beschädigt oder manipuliert wurden und ob sich Fremdkörper, insbesondere metallische Gegenstände, in den Süßigkeiten befinden.

Gleichzeitig wird zur Besonnenheit aufgerufen. Gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Unwohlsein können unterschiedliche Ursachen haben und stehen nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit dem Verzehr möglicherweise manipulierter Süßigkeiten. Bei konkretem Verdacht auf den Verzehr eines Fremdkörpers sollte jedoch unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Verdächtige Süßigkeiten sollten keinesfalls verzehrt werden. Beim Auffinden von offensichtlich manipulierten Süßigkeiten sollten diese samt Verpackung aufbewahrt und der Polizei gemeldet werden. Um mögliche Spuren für die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu sichern, sollen entdeckte Fremdkörper nicht aus den Süßigkeiten entfernt oder anderweitig manipuliert werden.

Rückfragen & Kontakt

Bundeskriminalamt
Büro für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +43124836985143

E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bundeskriminalamt.at

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