- 03.11.2026, 11:46:03
- /
- OTS0079
Taucher/Akçay (SPÖ): „Die Geschichte der Gastarbeiter*innen ist untrennbar mit der Geschichte Wiens verbunden“
60 Jahre Anwerbeabkommen mit Jugoslawien: SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher und SPÖ-Gemeinderätin und Integrationssprecherin Şafak Akçay begrüßen die nächsten Schritte zur Errichtung des Gastarbajteri-Denkmals. Das gemeinsame Vorhaben der Stadt Wien und der Volkshilfe Wien soll die Lebensgeschichten und Leistungen jener Menschen sichtbar machen, die Wien über Generationen hinweg mitgestaltet haben.
Wien ist die Stadt der Vielen
Bei der gestrigen Veranstaltung im Wappensaal des Wiener Rathauses wurde anlässlich des 60. Jahrestages des Anwerbeabkommens zwischen Österreich und dem ehemaligen Jugoslawien die Geschichte der Arbeitsmigration gewürdigt. Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler eröffnete den Abend mit einer eindrucksvollen Rede, in der sie Wien als “Stadt der Vielen” hervorhob und Solidarität, Zusammenhalt und das gesellschaftliche Miteinander in den Mittelpunkt stellte. SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher, der an der Veranstaltung teilnahm, unterstreicht diese Botschaft: „Wien ist die Stadt der Vielen. Gemeinsam sind wir Wien! Unsere Stadt lebt von den Menschen, die hier wohnen, arbeiten und gemeinsam ihre Zukunft gestalten. Ob im Wohnbau, auf Baustellen, in der Politik, in den Parks, in den Büros dieser Stadt - egal wo und in welcher Position - die damaligen Gastarbeiter*innen haben das Gesicht unserer Stadt nachhaltig geformt. Sie haben nicht nur mit ihrer Arbeit, sondern auch mit ihren Familien, ihren Geschichten und ihrer Kultur das Wien geprägt, das wir heute kennen. Dafür gebühren ihnen Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit. 60 Jahre danach setzt Wien mit einem geplanten Denkmal ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für diesen unersetzlichen Beitrag. Gemeinsam sind wir Wien!“
Gastarbajteri-Denkmal macht gemeinsame Geschichte sichtbar
Mit dem geplanten Gastarbajteri-Denkmal soll die Geschichte der Arbeitsmigration einen dauerhaften Platz im öffentlichen Raum erhalten. Die Stadt Wien und die Volkshilfe Wien setzen damit einen weiteren Schritt zur Umsetzung des gemeinsamen Vorhabens. Eine öffentliche künstlerische Ausschreibung ist durch KÖR (Kunst im öffentlichen Raum Wien) vorgesehen. Als möglicher Standort wird derzeit eine Grünfläche nahe dem ehemaligen Südbahnhof in Favoriten geprüft. „Für viele Menschen war der Südbahnhof der erste Berührungspunkt mit Wien. Hier begann für sie ein neues Kapitel, oftmals verbunden mit großen Hoffnungen, aber auch mit Unsicherheit und Herausforderungen. Das Denkmal soll an diese Lebenswege erinnern und sichtbar machen, dass die Geschichte der Arbeitsmigration ein unverzichtbarer Teil unserer gemeinsamen Stadtgeschichte ist“, betont SPÖ-Integrationssprecherin Şafak Akçay. „Erinnerungskultur bedeutet auch, jenen Menschen eine Stimme zu geben, deren Leistungen und Erfahrungen lange zu wenig Beachtung gefunden haben. Mit diesem Denkmal schaffen wir einen Ort der Anerkennung, der Begegnung und des generationenübergreifenden Austauschs“, ergänzt Taucher.
Zusammenhalt und Teilhabe als Grundlage unserer Stadt
Das Anwerbeabkommen von 1966 war ursprünglich auf die Gewinnung von Arbeitskräften ausgerichtet. Aber aus den angeworbenen Beschäftigten wurden Nachbar*innen, Kolleg*innen, Freund*innen und Familien, die über Generationen hinweg Teil der Wiener Gesellschaft geworden sind. „Die Menschen, die damals nach Wien gekommen sind, waren niemals nur Arbeitskräfte. Sie hatten Träume, Hoffnungen und den Wunsch nach einem guten Leben. Viele haben hier ihre Heimat gefunden, Familien gegründet und unsere Gesellschaft nachhaltig bereichert. Ihre Geschichte ist unsere gemeinsame Geschichte. Integration bedeutet für uns, Zugehörigkeit zu ermöglichen, gleiche Chancen zu schaffen und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken“, erklärt Akçay.
Abschließend hält Taucher fest: „Wien ist eine weltoffene und vielfältige Millionenstadt. Diese Vielfalt ist über Jahrzehnte gewachsen und gehört zu unserer Identität. Mit dem Gastarbajteri-Denkmal würdigen wir nicht nur die Vergangenheit, sondern setzen auch ein Zeichen für unsere gemeinsame Zukunft. Denn Wien ist dort am stärksten, wo Solidarität, Respekt und Zusammenhalt gelebt werden.“
(schluss)ilp
Rückfragen & Kontakt
SPÖ Rathausklub
Iris Lee-Poltsch, bakk. phil.
Telefon: +43 664 88540493
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.spoe.wien/rathausklub
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS1






