- 03.11.2026, 10:50:32
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Neue „True Stories“-Folge „Carlo Acutis – Der Influencer Gottes“ am 5. November um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON
Danach: ORF-Premieren für „ansichtssache: Glaube, Heimat, Unbehagen“ und „Holy Mary – Wer glaubt an Marienerscheinungen?“
Er liebte Computer, Fußball und Videospiele – und hatte zugleich einen tiefen Glauben: Carlo Acutis. Der italienische Jugendliche starb mit gerade einmal 15 Jahren. Heute wird er von der katholischen Kirche als moderner Heiliger verehrt und als „Influencer Gottes“ bezeichnet. Doch wie entsteht aus dem Leben eines Jugendlichen ein religiöses Vorbild? In der neuen „True Stories“-Folge „Carlo Acutis – Der Influencer Gottes“ spricht seine Mutter Antonia Salzano am Donnerstag, dem 5. November 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON über ihren Sohn – und darüber, warum seine Geschichte bis heute fasziniert, aber auch Fragen nach Inszenierung, Vermarktung und dem Umgang mit religiösen Vorbildern aufwirft. Um 21.05 Uhr folgt eine neue „ansichtssache“-Reportage über „Glaube, Heimat, Unbehagen“, in der die Wiener Stand-up Comedian Maggie – eine gläubige Muslima – und die Welser Mechatronikerin Nina, die mit Glauben und Religion nichts am Hut hat, in die Lebenswelt der jeweils anderen eintauchen. Und um 21.55 Uhr steht die ORF-Premiere der Reportage „Holy Mary – Wer glaubt an Marienerscheinungen?“ auf dem Programm.
True Stories: „Carlo Acutis – Der Influencer Gottes“ (20.15 Uhr)
Er spielte Videospiele, begeisterte sich für Computer und half Obdachlosen: Carlo Acutis starb 2006 mit nur 15 Jahren an Leukämie. Seit seiner Heiligsprechung im September 2025 verehren ihn Menschen weltweit als ersten Heiligen der Millennials. In Jeans und Turnschuhen steht er für ein neues Bild katholischer Heiligkeit. Doch wer war der Jugendliche hinter dem „Influencer Gottes“ – und was erklärt seine enorme Anziehungskraft?
Die Dokumentation begibt sich in Assisi, Mailand und im kärntnerischen Wolfsberg auf Spurensuche. Carlos Mutter, ehemalige Lehrkräfte und sein behandelnder Arzt erinnern sich an einen hilfsbereiten, tiefgläubigen Burschen, der zugleich ein ganz normaler Teenager war. Pilgerinnen und Pilger erzählen von Trost, Hoffnung und Heilungen, die sie auf seine Fürsprache zurückführen. Junge Menschen finden in ihm ein Vorbild, das ihre Lebenswelt mit katholischer Tradition verbindet.
Zugleich beleuchtet der von Metafilm für den ORF produzierte Film von Biljana Petrović die Fragen hinter der wachsenden Verehrung. Der Religionswissenschafter Franz Winter und die Theologin Claudia Paganini ordnen ein, wie Heilige entstehen, welche Rolle soziale Medien spielen und welche Hoffnungen die Kirche mit Carlo Acutis verbindet. Kritisch hinterfragt werden auch antijüdische Überlieferungen in den von ihm gesammelten Wundergeschichten sowie das Geschäft mit dem Glauben. Zwischen persönlicher Erinnerung, religiöser Begeisterung und kritischer Analyse zeichnet die Dokumentation das vielschichtige Porträt eines Jugendlichen, der nach seinem Tod zur weltweiten Identifikationsfigur wurde.
ansichtssache: „Glaube, Heimat, Unbehagen“ (21.05 Uhr)
Stand-up Comedian Maggie ist in Wien geboren und aufgewachsen. Und sie ist gläubige Muslima. Mechatronikerin Nina ist aus Wels in Oberösterreich. Sie hat mit Glauben und Religion nichts am Hut. Was der einen heilig ist, ist der anderen fremd. Wo für die eine Werte und Rituale des islamischen Glaubens wichtiger Bestandteil der Identität sind, haben für die andere Gottesglaube und religiöse Vorschriften keine Bedeutung.
Beide sind sie junge Frauen, beide sind sie Österreicherinnen, beide arbeiten, leben und lieben im selben Land. Und trotzdem trennen sie Welten. Aber Maggie und Nina sind bereit für ein zwischenmenschliches Experiment: Über mehrere Tage tauchen sie in die Lebenswelt der jeweils anderen ein. Beide verlassen ihre eigene Bubble und erleben die der anderen. Hier tauschen sie ihre konträren Ansichten, Vorstellungen und auch Vorurteile auf Augenhöhe aus.
In der von neulandfilm für den ORF produzierten Reportage von Mona Müller geht es um Kopftuchtragen und Fasten, um Tattoos und Tanz, um Ehe und Familie, ums Frausein und Freisein, um Heimatgefühle und Herkunftsfragen. Wer und was gehören wo dazu, wer fühlt sich dabei ein-, wer ausgeschlossen? Wo regieren Vorurteile, was bereitet Unbehagen? Und wie begegnet und versteht man sich über die vielen Gräben in der Gesellschaft hinweg? Es kommt zu schmerzhaften Erkenntnissen, schrägen Missverständnissen, überraschenden Wendungen und vielen versöhnlichen Dialogen.
„Holy Mary – Wer glaubt an Marienerscheinungen?“ (21.55 Uhr)
Marienerscheinungen sind für die einen Hoffnungszeichen, für die anderen Aberglaube. Dominic begibt sich mit seinen Töchtern auf einen Roadtrip nach Frankreich. In Lourdes landen sie nach dem Besuch einiger der zahlreichen Souvenirläden in einer langen Warteschlange vor der Grotte. In Medjugorje in Bosnien-Herzegowina soll Maria Seherinnen und Sehern jeden Tag erscheinen. In den sozialen Medien teilen die Pilgernden ihre Erfahrungsberichte. Rund 70.000 Menschen wie die Studentin Lea kommen aus der ganzen Welt zum Jugendfestival. Die Reportage von Kira Gantner und Tobias Henkenhaf geht der Frage nach, was die Gläubigen motiviert und ob ihre Erwartungen an den Wallfahrtsorten erfüllt werden.
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