• 03.11.2026, 09:51:32
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Ukraine vor dem fünften Kriegswinter: Immer mehr Angriffe auf Zivilbevölkerung, Kälte und Dunkelheit – Winterhilfe dringend benötigt

NACHBAR IN NOT und der ORF starten einen erneuten Spendenaufruf – 10,8 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe.

Wien (OTS) - 

Der Krieg in der Ukraine ist unerbittlich. Mittlerweile treffen die zahlreichen Angriffe fast täglich die Zivilbevölkerung: Raketen und Drohnen schlagen in Wohngebieten ein, treffen Bahnanlagen, Brücken und lebenswichtige Infrastruktur. Selbst alltägliche Wege werden für die Menschen zur Lebensgefahr.

Derzeit stehen die Menschen in der Ukraine vor dem fünften Kriegswinter und die Energieversorgung ist mittlerweile so stark beschädigt, dass bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad erneut lange Strom- und Heizungsausfälle drohen. Ältere Menschen sitzen fest, wenn Aufzüge ausfallen, und können sich bei Luftalarm oft nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Kinder frieren in der Nacht in ihren Betten und können ohne Strom und Internet nicht am Online-Unterricht teilnehmen. Krankenhäuser müssen ihre Versorgung unter schwierigsten Bedingungen aufrechterhalten.

NACHBAR IN NOT und der ORF rufen daher erneut zu Spenden für die Winterhilfe in der Ukraine auf.

„Jede Woche werden in der Ukraine dutzende Zivilistinnen und Zivilisten bei Angriffen getötet. Gleichzeitig steht ihnen ein weiterer Winter ohne ausreichend Strom, Wärme und Wasser erst bevor. Gerade für ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen kann das lebensgefährlich werden. Unsere Teams helfen vor Ort mit Wärmestellen, Notunterkünften und mobiler medizinischer Versorgung. Damit wir diese überlebenswichtige Hilfe fortsetzen können, brauchen wir dringend weitere Spenden – bitte helfen Sie uns helfen!“, betont Michael Opriesnig, Vorstandsvorsitzender von NACHBAR IN NOT und Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.

NACHBAR IN NOT hilft mit Wärme, medizinischer Versorgung und Schutz

Die acht NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen (Caritas, Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Diakonie, Hilfswerk, Malteser und Volkshilfe) leisten gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen gezielte Winter- und Nothilfe:

  • Wärme und Schutz: Wärmestellen, Notunterkünfte, Reparaturen an beschädigten Häusern sowie Öfen, Brennmaterial, Decken und Schlafsäcke.
  • Medizinische Versorgung: Mobile Gesundheitsteams bringen Medikamente, Pflege und ärztliche Hilfe auch in entlegene Gebiete.
  • Wasser und Grundversorgung: Unterstützung bei der Trinkwasserversorgung und finanzielle Hilfe für Lebensmittel, Heizmaterial und Alltagsbedarf.
  • Psychosoziale Unterstützung: Betreuung von Kindern und Familien, die unter Luftalarmen, Angst und Erschöpfung leiden.

„Für viele Menschen in der Ukraine gibt es seit Jahren keinen sicheren Alltag mehr. Kinder wachsen mit Luftalarmen und ständiger Angst auf, Familien verbringen unzählige Nächte in Schutzkellern, ältere Menschen sind vielfach ganz auf sich allein gestellt. Unsere Hilfe bedeutet für sie nicht nur Wärme, Nahrung und medizinische Versorgung, sondern auch ein Stück Sicherheit und Zuversicht. Gerade jetzt dürfen wir die Menschen nicht im Stich lassen“, appelliert Andreas Knapp, Vorstand von NACHBAR IN NOT und Generalsekretär Internationale Programme der Caritas Österreich an die Österreicherinnen und Österreicher.

Mehr als 3,2 Millionen Menschen erreicht – Hilfe muss weitergehen

Seit Februar 2022 konnten die NACHBAR IN NOT-Organisationen bereits mehr als 3,2 Millionen Menschen mit lebensnotwendiger Hilfe erreichen. Möglich war das durch die große Solidarität der österreichischen Bevölkerung, die in den vergangenen Jahren insgesamt 75 Millionen Euro für die Ukraine-Hilfe von NACHBAR IN NOT gespendet hat. Gemeinsam mit der zweimaligen Unterstützung der Österreichischen Bundesregierung im Rahmen von International Partnerships Austria stehen insgesamt 123 Millionen Euro für die Hilfe zur Verfügung. Doch angesichts der anhaltenden Angriffe und der enormen Zerstörung bleibt der Hilfsbedarf hoch und weitere Spenden werden dringend benötigt.

„Die Österreicherinnen und Österreicher haben in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Solidarität mit den Menschen in der Ukraine gezeigt. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich. Doch die Not nimmt kein Ende – im Gegenteil. Deshalb wird der ORF auch im fünften Kriegswinter gemeinsam mit NACHBAR IN NOT auf das Leid aufmerksam machen und erneut um Spenden bitten. Jeder Beitrag hilft, dringend benötigte Unterstützung zu ermöglichen“, sagt Lisa Zuckerstätter, ORF-Leiterin Humanitarian Broadcasting.

Der ORF unterstützt den erneuten Spendenaufruf in Fernsehen, Radio und Online sowie durch Berichterstattung in seinen Medien.


Spenden für die Ukraine-Hilfe von NACHBAR IN NOT sind Online oder per Überweisung möglich:

NACHBAR IN NOT – Hilfe für die Ukraine
IBAN: AT21 2011 1400 4004 4003
BIC: GIBAATWWXXX
Online spenden: https://nachbarinnot.ORF.at
Alle Informationen auch im ORF TELETEXT auf Seite 681.

Rückfragen & Kontakt

NACHBAR IN NOT
Mag. Claudia Gasteiger
Telefon: 0664 787 86950
E-Mail: [email protected]
Website: https://nachbarinnot.orf.at

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