- 02.11.2026, 14:33:02
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Gedenken an Opfer des Terroranschlags vom 2. November 2020
Sechs Jahre nach dem Terroranschlag in Wien gedachten Vertreter der Republik Österreich, der Stadt Wien und der Sicherheitsbehörden der vier Todesopfer
Am 2. November 2026 jährte sich der Terroranschlag in der Wiener Innenstadt zum sechsten Mal. Aus diesem Anlass fand am Desider-Friedmann-Platz eine feierliche Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung statt. Vertreter der Republik Österreich, der Stadt Wien und der Sicherheitsbehörden gedachten jener vier Menschen, die bei dem terroristischen Anschlag am 2. November 2020 ihr Leben verloren, sowie der zahlreichen Verletzten und Betroffenen.
An der Gedenkveranstaltung nahmen unter anderem Vizekanzler Andreas Babler, Innenminister Gerhard Karner, Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Ludwig, Staatssekretär Jörg Leichtfried, Bundespolizeidirektor Michael Takács sowie Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl teil.
Zwtl.: Kranzniederlegung und stille Andacht
Im Mittelpunkt des Gedenkakts standen die Erinnerung an die Opfer und die Anteilnahme mit ihren Angehörigen und Hinterbliebenen. Mit einer gemeinsamen Kranzniederlegung und einer stillen Andacht setzten die Teilnehmer ein Zeichen des Gedenkens und der Verbundenheit.
Vizekanzler Andreas Babler sagte: „Sechs Jahre nach dem Terroranschlag vom 2. November 2020 erinnern wir an die Opfer, die Verletzten und alle, die bis heute unter den Folgen dieser schrecklichen Tat leiden. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Betroffenen. Aus dem Gedenken erwächst auch Verantwortung: Mit der Modernisierung des Verbrechensopfergesetzes setzen wir konkrete Verbesserungen um – von höheren Entschädigungsleistungen bis zu mehr Unterstützung bei psychischen Belastungen. Denn niemand kann erlittenes Leid ungeschehen machen. Aber wir können dafür sorgen, dass niemand mit den Folgen eines Verbrechens allein gelassen wird. Wir stehen zusammen – gegen Terror, Gewalt und Hass.“
Innenminister Gerhard Karner betonte anlässlich der Gedenkveranstaltung: „Am heutigen Tag stehen die Opfer des Terroranschlags vom 2. November 2020 im Mittelpunkt unseres gemeinsamen Gedenkens. Dieser furchtbare Anschlag war aber auch der Beginn zahlreicher Weiterentwicklungen, sowohl in der Polizeiorganisation wie auch beim Verfassungsschutz.“
„An diesem Tag vor sechs Jahren wurden vier Menschen gewaltsam aus dem Leben gerissen und viele weitere verletzt“, sagte Jörg Leichtfried, Staatssekretär im Bundesministerium für Inneres. „Dieser Schmerz ist nicht vergangen. Wir gedenken heute all den Opfern – und ihren Familien, ihren Angehörigen und ihren Freundinnen und Freunden, deren Leben sich heute vor sechs Jahren für immer verändert hat. Gleichzeitig ist dieser traurige Anlass einmal mehr ein Aufruf an uns alle, die Werte zu verteidigen, die uns ausmachen und verbinden: Menschlichkeit, Solidarität, Zusammenhalt. Es liegt an uns allen, diese zu leben, zu bewahren und zu beschützen.“
„Wien steht für Zusammenhalt und Solidarität, und wir werden immer gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit kämpfen“, sagte Bürgermeister Michael Ludwig. „Diese tragischen Ereignisse haben gezeigt, wie stark wir als Stadtgemeinschaft sind und wie entschlossen wir Hass und Terror gemeinsam entgegentreten. Heute wie damals sind wir mit unseren Gedanken bei jenen, die wir am Tag des Anschlags verloren haben und bei den Hinterbliebenen der Opfer, denen wir unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Gleichzeitig möchten wir den zahlreichen Helferinnen und Helfern danken, die in den schweren Stunden nach dem Anschlag unermüdlich im Einsatz waren. Als Bürgermeister von Wien setze ich mich nachdrücklich für ein friedliches Zusammenleben der Religionen ein. Aus diesem Grund habe ich den Wiener Religionsrat gegründet, um den interreligiösen Dialog zu fördern und das Verständnis zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu stärken.“
„Sechs Jahre nach dem schrecklichen Terroranschlag vom 2. November 2020 sind unsere Gedanken bei den Opfern, den Verletzten und all jenen, die bis heute mit den Folgen dieser Tat leben müssen“, sagte Bildungsminister Christoph Wiederkehr. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und allen Betroffenen. Gedenken bedeutet aber auch, Verantwortung zu übernehmen und konkrete Hilfe zu leisten. Wir können das Geschehene nicht rückgängig machen. Aber wir können dafür sorgen, dass Opfer von Verbrechen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, und mit ihrem Leid nicht allein bleiben. Unsere Antwort auf Terror und Gewalt muss Zusammenhalt sein – und ein klares Eintreten gegen Hass und Extremismus.“
Zwtl.: Weitrechende Reformen als Folge
Der Terroranschlag vom 2. November 2020 zählt zu den schwerwiegendsten terroristischen Gewalttaten der jüngeren österreichischen Geschichte. Vier Menschen wurden getötet, zahlreiche weitere verletzt. Die Ereignisse führten in den darauffolgenden Jahren zu weitreichenden Reformen, vor allem im Bereich des Verfassungsschutzes.
Die Gedenkveranstaltung am Desider-Friedmann-Platz unterstrich auch sechs Jahre nach dem Anschlag die bleibende Erinnerung an die Opfer und die Solidarität mit ihren Angehörigen.
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