• 30.10.2026, 13:47:02
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„Thema“: Trump als Auswanderungsgrund – US-Amerikaner ziehen nach Österreich

Am 2. November um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 2. November 2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:

Trump als Auswanderungsgrund – US-Amerikaner ziehen nach Österreich

„Unter Donald Trump wollte ich nicht länger in meiner Heimat leben“, sagt Fred Kameny. Der 70-jährige US-Amerikaner ist heuer nach Graz gezogen. Auch 25 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus den USA sind nach Österreich gekommen. Eine von ihnen ist die Germanistin Maryann Piel. „In den USA hätte ich als Wissenschafterin keine Zukunft gehabt“, sagt sie. Denn Trump hat die Fördermittel für Universitäten massiv gekürzt. Was erhofft sie sich von ihrem neuen Leben in Österreich? Und wie groß muss die Unzufriedenheit in der eigenen Heimat sein, um einen Neuanfang auf einem anderen Kontinent zu wagen? Laura Mlakar und Savanka Schwarz haben nachgefragt.

Unsichtbar alkoholkrank – immer mehr Frauen betroffen

„Ich habe zu meinem Spiegelbild gesagt, jetzt bist Du wie der Papa: alkoholkrank. Das war der Moment, als ich beschlossen habe, mir Hilfe zu holen“, sagt Frieda. Ihren richtigen Namen will sie nicht nennen. Sie ist seit Jahren trocken, doch die Alkoholkrankheit wird sie ein Leben lang nicht mehr loslassen. Etwa 340.000 Menschen in Österreich gelten als alkoholabhängig. Unter ihnen sind immer mehr Frauen. Viele von ihnen trinken heimlich. Wie kann man den Weg zurück in ein Leben ohne Alkohol finden und die Scham hinter sich lassen? Flora Neubert und Andrea Poschmaier berichten.

Friedhofskultur im Wandel – braucht es einen Ort zum Trauern?

„Mittlerweile werden in Kärnten fast 80 Prozent der Verstorbenen eingeäschert“, sagt Ingo Sternig von der Bestattung Kärnten. Am Klagenfurter Friedhof Annabichl, wo sich früher ein Grab ans andere gereiht hat, entstehen durch aufgelassene Grabstätten immer mehr freie Flächen. Viele Menschen können oder wollen sich die teure Grabpflege nicht mehr leisten. Laut Ingo Sternig werden die Bestattungswünsche immer individueller. Wie bei dem Mann von Gertrude Mayer, der vor fünf Jahren an Krebs verstorben ist. Weil er leidenschaftlicher Segler war, wurde seine Asche in die Donau gestreut. „Ich finde die Vorstellung schön, dass er jetzt im Meer seine Ruhe findet“, sagt die Witwe. Eine Reportage von Eva Kordesch und Laura Mlakar.

Das Erbe der Flucht – jüdische Familien blicken zurück

„Meine Mutter hatte eine Kindheit wie viele andere Mädchen in Wien. Sie hat Ballett getanzt und im Park gespielt. Doch dann hat sich alles verändert“, sagt Beatrice Segal. Im Novemberpogrom vor 88 Jahren wurden jüdische Geschäfte geplündert, Synagogen brannten und Menschen wurden systematisch verfolgt. Ihre Mutter Lore Segal musste als jüdisches Kind aus Wien fliehen. Als Zehnjährige reiste sie allein mit dem ersten Kindertransport nach England und später in die USA. Die Auswirkungen von damals prägen Familien bis heute. Savanka Schwarz hat Beatrice und ihren Bruder Jacob Segal in ihrer Heimat in New York getroffen und bei einem Wienbesuch begleitet.

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