- 29.10.2026, 15:17:32
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Unklare EAG-Förderbedingungen: PV-Wirtschaft schlägt Alarm
Der Andrang beim letzten PV-Fördercall für das Jahr 2026 hat den dringlichen Bedarf zeitgemäßer Rahmenbedingungen bei den Förderungen für Photovoltaik und Speicher verdeutlicht. Für die ab 1. November geltende Übergangsphase fehlen jegliche Informationen zu den Kriterien. Auch die Rahmenbedingungen für das Fördersystem ab 2027 sind seitens der Regierung noch offen. Das Resultat: Die Branche steht still. Der Branchenverband Photovoltaic & Battery Austria (PV&B Austria) fordert dringend bindende Informationen und ausreichende Fördertöpfe statt wiederholter Lippenbekenntnisse.
Über 41.000 Anträge wurden im Oktober beim finalen PV-Fördercall für 2026 eingebracht. Mit einem beantragten Fördervolumen von über 192 Millionen Euro gehen vorrausichtlich rund 85 Prozent der Anträge leer aus, da nur 30,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Seitens der Regierung wurde ab 1. November – also kommenden Sonntag – eine Übergangslösung angekündigt für all jene Projekte, die leer ausgehen. Doch bisher fehlen jegliche Informationen zu den genauen Kriterien. Die Folge: Unternehmen fehlen wichtige Informationen, um ihre Kund*innen informieren und beraten zu können. Aus der Branche häufen sich die Stimmen, dass geplante Projekte nun teilweise aufgeschoben werden, da unklar ist, unter welchen Bedingungen Förderungen in Zukunft beantragt werden können.
EAG-Novelle: Genaue Förderbedingungen ab 2027 ebenfalls offen
Auch die geplante Förderreform im Rahmen der Novelle des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) ab Jänner 2027 bleibt nach wie vor seitens Energieministerium undefiniert. Ein rechtzeitiges Inkrafttreten des Gesetzes erscheint nicht zuletzt aufgrund der benötigten Zweidrittelmehrheit immer unwahrscheinlicher.
„Einmal mehr führen fehlende rechtliche Rahmenbedingungen zu Unsicherheiten und realen Verlusten bei heimischen Klein- und Mittelbetrieben, die einen wesentlichen Teil zur Energiewende leisten und nachhaltige Arbeitsplätze schaffen. Die PV-Branche steht aktuell de facto still. Das liegt weder an der fehlenden Nachfrage noch an den Betrieben, sondern alleine an fehlenden Fakten seitens der Politik“
, stellt Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender von PV&B Austria klar.
Speicheroffensive bleibt Lippenbekenntnis
Zusätzlich bekennt sich die Regierung immer wieder öffentlich zu einer großangelegten Speicheroffensive, wie sie von PV&B Austria bereits seit über einem Jahr gefordert wird. Konkrete Schritte wurden seitens des Gesetzgebers jedoch ebenfalls noch nicht gesetzt – auch dafür würde es die EAG-Novelle benötigen.
„Ich appelliere wirklich dringend an die Bundesregierung: Es ist höchste Zeit, die genauen Bedingungen des neuen Fördersystems zu definieren. Im Sinne der langfristigen Planungssicherheit der gesamten PV- und Speicherbranche sowie der Energieunabhängigkeit Österreichs. Wir stehen für konstruktive Gespräche nach wie vor bereit“
, erklärt Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV&B Austria.
PV&B Austria fordert rasches Gegensteuern durch Regierung
Um den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Erhalt der PV- und Speicherbranche langfristig zu sichern, fordert der Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria daher:
- Die rasche Festlegung der Förderbedingungen im Rahmen der Übergangslösung ab 1. November: Sowohl Unternehmen als auch die Bevölkerung brauchen Klarheit, unter welchen Voraussetzungen ihre Projekte heuer noch umgesetzt werden sollen.
- Einen gesonderten Fördertopf für Projekte, die in der Übergangslösung umgesetzt werden, und frisches Budget für alle Projekte im kommenden Jahr.
- Den rechtzeitigen Beschluss der EAG-Novelle: Um ein zukunftsfähiges Fördersystem ab 2027 mit ausreichend Budget und verlässlichen, niederschwelligen Rahmenbedingungen und somit den PV- und Speicherausbau und die Energiewende zu gewährleisten.
Aktuelle Pressefotos von PV&B Austria finden Sie unter: www.pvbaustria.at/presse
Rückfragen & Kontakt
Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria
Telefon: +43 1 522 35 81-410
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.pvbaustria.at
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