• 29.10.2026, 10:19:02
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FPÖ – Berger: Karner verkauft Personalabbau als Polizei-Offensive

2.000 Neuaufnahmen für 2027 ändern nichts an massiven Kürzungen der Vorjahre – Wien braucht endlich mehr Polizisten

Wien (OTS) - 

Innenminister Gerhard Karner verkauft 2.000 geplante Polizei-Neuaufnahmen für 2027 als Erfolg. Doch ein genauerer Blick zeigt: 2025 wurden nur rund 1.420 und 2026 rund 1.400 Polizeischüler aufgenommen – deutlich weniger als die 2.500 des Jahres 2024. Für Wiens FPÖ-Sicherheitssprecher Stadtrat Stefan Berger ist Karners Jubelmeldung daher nichts weiter als Schönfärberei.

„Karner streut der Bevölkerung Sand in die Augen. Wer die Aufnahmen zuerst massiv reduziert und anschließend eine teilweise Erhöhung als große Polizei-Offensive verkauft, betreibt reine Zahlenkosmetik. Gegenüber dem Niveau von 2024 fehlen über die drei Jahre gerechnet insgesamt rund 2.600 Neuaufnahmen“, kritisiert Berger.

Besonders problematisch ist die Entwicklung für Wien: Die Bundeshauptstadt hat weiterhin einen hohen Personalbedarf. Auch lässt Karner die Zahl der Pensionierungen, aber auch der vielen Kündigungen und Austritte einfach so unter den Tisch fallen, die Neuaufnahmen gegenüberstehen.

Diese fatale Personalpolitik führt insbesondere in der Bundeshauptstadt Wien infolge zahlreicher Pensionierungen und Austritte bereits zu einem spürbaren Personalrückgang, der auch durch das neue Projekt „Wien auf Zeit“ nicht rückgängig gemacht werden kann. Und zum Projekt „Wien auf Zeit“ sei nur so viel gesagt: „Hunderte Wiener Polizisten warten seit Jahren auf eine Versetzung in ihr Heimatbundesland, während Karner neuen Bewerbern eine Rückkehr nach fünf Jahren in Aussicht stellt. Wieviele diesem Versprechen glauben schenken werden?

Gleichzeitig sorgt sein unausgereiftes Dienstzeitmodell für Frust und Verunsicherung in der Exekutive. Wer die Polizei stärken will, muss für ausreichend Personal, planbare Dienste und bessere Arbeitsbedingungen sorgen – statt mit schönen Zahlen von den tatsächlichen Problemen abzulenken“, so Berger abschließend.

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