- 29.10.2026, 09:00:45
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FW-Fürtbauer: Schluss mit der Kammer-Schattenregierung!
FW unterstützt Ohnebergs Abrechnung mit verkrusteten Machtstrukturen und fordert das Ende von Pflichtmitgliedschaft, Funktionärsfilz und schwarzen wie roten Machtmonopolen!
Wenn selbst erfolgreiche Industrieunternehmer das österreichische Kammersystem offen als reformunwilligen Machtapparat kritisieren, sollten bei den Verantwortlichen endlich sämtliche Alarmglocken schrillen! Die deutlichen Aussagen des Vorarlberger Industriellen Martin Ohneberg in den Vorarlberger Nachrichten bestätigen einmal mehr, was die Freiheitliche Wirtschaft (FW) seit Jahren kritisiert: Österreichs gesetzliche Kammern haben sich zu mächtigen, politisch durchsetzten Apparaten entwickelt, die ihre eigenen Strukturen und Privilegien offenbar energischer verteidigen als die Interessen ihrer Mitglieder.
Ohnebergs Kritik an gesetzlich geschützten Monopolen, politischen Verflechtungen und mangelndem Reformwillen trifft den Kern des Problems. Während Österreichs Unternehmer unter explodierenden Kosten, ausufernder Bürokratie und massivem Wettbewerbsdruck leiden, können sich die Kammerapparate weiterhin auf gesetzlich garantierte Pflichtbeiträge verlassen. Wettbewerb, Reformdruck und echte Konsequenzen für wirtschaftliches Versagen? Fehlanzeige!
Besonders brisant sind die politischen Verflechtungen: Der ÖVP-Wirtschaftsbund dominiert seit Jahrzehnten die Wirtschaftskammer, während die SPÖ eng mit der Arbeiterkammer verbunden ist. Wer ernsthaft an diesen Strukturen rüttelt, gefährdet zwangsläufig jahrzehntelang gewachsene parteipolitische Machtpositionen, Funktionärsprivilegien und Einflussbereiche. Kein Wunder also, dass vollmundigen Reformankündigungen regelmäßig nur kosmetische Korrekturen folgen!
Für die Freiheitliche Wirtschaft ist klar: Dieses System braucht keine Schönheitsreparatur, sondern einen grundlegenden Neustart! Österreichs Unternehmer haben ein Recht auf eine schlanke, effiziente und unabhängige Interessenvertretung, die ihre Beiträge rechtfertigen muss, anstatt sie per Gesetz einzukassieren.
Die FW fordert daher die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft, bis dahin die Umsetzung des Prinzips „Ein Betrieb – ein Beitrag“, eine deutliche Senkung der Kammerumlagen sowie die Direktwahl der Kammerpräsidenten. Doppelgleisigkeiten zwischen Bundes-, Landes- und Fachorganisationen müssen konsequent beseitigt, aufgeblähte Strukturen verschlankt, Funktionärsprivilegien abgebaut und sämtliche Finanzen, Rücklagen und Beteiligungen vollständig offengelegt werden. Schluss mit einem System, das sich lieber selbst verwaltet, als sich endlich grundlegend zu reformieren!
Auch der Vorschlag, Beiträge an freiwillige Interessenvertretungen auf gesetzliche Kammerbeiträge anzurechnen, verdient als möglicher Reformschritt Unterstützung. Denn echte Interessenvertretung muss durch Leistung überzeugen und darf nicht allein auf gesetzlichem Beitragszwang beruhen.
FW-Bundesobmann-Stellvertreter NAbg. KommR Michael Fürtbauer abschließend: „Martin Ohneberg spricht klar aus, was sich hunderttausende Unternehmer längst denken: Wir brauchen keine aufgeblähte Kammer-Schattenregierung, die sich selbst verwaltet und ihre Privilegien mit allen Klauen verteidigt! Die Freiheitliche Wirtschaft fordert seit Jahren einen radikalen Systemwechsel statt immer neuer Scheinreformen. Schluss mit dem schwarzen und roten Funktionärsfilz sowie dem gesetzlichen Beitragszwang! Die Wirtschaftskammer muss endlich den Unternehmern dienen – und nicht umgekehrt!“
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