• 29.10.2026, 07:00:32
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Eurofighter-Piloten trainieren im Überschallbereich

Wien (OTS) - 

Von 03. bis 13. November 2026 führen die österreichischen Luftstreitkräfte ihr zweites Überschalltraining des Jahres durch. An den Trainingstagen sind bis zu drei Überschallflüge zwischen 8:00 und 19:00 Uhr vorgesehen.

Das Fliegen im Überschallbereich ist ein fester Bestandteil der Ausbildung und des Trainings der Eurofighter-Piloten. Es ist für eine wirksame österreichische Luftraumüberwachung unerlässlich. Die Piloten trainieren deshalb unter realen körperlichen Belastungen, die im Simulator nicht vollständig nachgebildet werden können. Ein weiterer wesentlicher Aspekt des Trainings ist die enge und zeitkritische Zusammenarbeit zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren sowie der militärischen und zivilen Flugsicherung - Flugsicherheit hat bei den Trainingsflügen höchste Priorität.

Die Überschallflüge finden über nahezu dem gesamten Bundesgebiet statt – ausgenommen sind Ballungsräume sowie die Bundesländer Tirol und Vorarlberg. Die konkreten Fluggebiete werden in Abstimmung mit der zivilen Flugsicherung festgelegt. Um die Lärmbelastung am Boden möglichst gering zu halten, wird in großen Höhen geflogen.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Dieses Training ist für unsere Luftstreitkräfte unverzichtbar. Rund 50-mal pro Jahr werden die Eurofighter alarmiert, dann muss jeder Handgriff sitzen und die Koordination in der Luft friktionslos funktionieren. Die Wahrung der Lufthoheit ist für einen souveränen Staat zentral und muss deshalb kontinuierlich – auch im Überschallbereich – geübt und weiterentwickelt werden.“

Überschallgeschwindigkeit beginnt bei etwa 1.200 km/h. Nähert sich ein Eurofighter dieser Geschwindigkeit, entstehen Stoßwellen am Flugzeug. Diese können am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Die Intensität des Knalls hängt unter anderem von der Flughöhe, der Geländestruktur und den Wetterbedingungen ab.

Maßnahmen zur Reduzierung der Schallausbreitung

Das Bundesheer setzt folgende Maßnahmen um, um die bodennahen Auswirkungen der Überschallflüge zu minimieren:

· Die Beschleunigungsphasen der Eurofighter werden so kurz wie möglich gehalten.

· Die Schallverteilung wird laufend dokumentiert, um eine mehrfache Beschallung derselben Gebiete auf ein Minimum zu reduzieren.

· Die Ballungsräume rund um die Landeshauptstädte und Wien werden für Überschallflüge ausgespart. Flüge im Unterschallbereich bleiben über diesen Gebieten jedoch möglich.

· Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr sowie an Wochenenden finden keine Überschallflüge statt.

· Die Flüge werden in Höhen über 12.500 Meter absolviert, um den Überschallknall am Boden zu reduzieren.


Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Landesverteidigung
Telefon: +43 664-622-1005
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.bundesheer.at
@Bundesheerbauer

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