- 28.10.2026, 10:49:03
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Rund 600 Aufnahmen von Polizeischülern im Dezember 2026
1.500 Polizeischüler starten heuer Ausbildung – Steigerung auf 2.000 Neuaufnahmen im nächsten Jahr
Innenminister Gerhard Karner und Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl stellten am 28. Oktober 2026 bei einer Pressekonferenz in Wien die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Bundespolizei in Österreich vor.
Innenminister Gerhard Karner betonte: „Die Stoßrichtung im Innenministerium ist es, in die Sicherheit zu investieren und im Asylbereich zu sparen. Dazu zählen vor allem auch Investitionen im Personalbereich.“
Stetige und konsequente Neuaufnahmen
Aktuell befinden sich rund 2.240 Polizeischülerinnen und -schüler in der Grundausbildung – allein mehr als 1.500 Polizeischülerinnen und -schüler haben ihre Grundausbildung 2026 begonnen bzw. werden sie noch beginnen. Im Verlauf des Jahres 2026 haben rund 1.500 ihre Grundausbildung abgeschlossen. Mehr als 410 Polizeischülerinnen und -schüler werden in diesem Jahr noch die Ausbildung abschließen. Mit 1. Dezember 2026 werden in allen Bundesländern rund 600 Polizeischülerinnen und -schüler ihre Ausbildung beginnen.
Insgesamt gingen bisher knapp 9.000 Bewerbungen bei der Polizei österreichweit in diesem Jahr ein, davon allein ca. 4.000 Bewerbungen für Wien. Für das nächste Jahr sind rund 2.000 Aufnahmen geplant. Das ist der zweithöchste Wert, der jemals aufgenommen wurde. Die Anforderungen an den Polizeiberuf sind auf Grund des komplexen Aufgabenfeldes hoch und werden das auch in Zukunft bleiben.
Durch das Modell „Wien auf Zeit“ werden zusätzliche Polizeischülerinnen und -schüler für die Aufnahmen in Wien (rund 50 starten noch im Dezember 2026) erwartet. Damit wird angehenden Polizistinnen und Polizisten aus allen Bundesländern die Möglichkeit gegeben, ihren Dienst auf Zeit in Wien zu versehen. Damit erhalten diese Polizeibediensteten die Garantie, nach fünf Jahren (zwei Jahre Ausbildung und drei Jahre Außendienst) wieder in ihr Heimatbundesland zurückzukehren.
„Es ist eine Win-Win-Situation: Die Bundesländer bekommen fertig ausgebildete Polizistinnen und Polizisten, die schon Erfahrungen in der Bundeshauptstadt sammeln konnten, und Wien bekommt zusätzliches Personal“, sagte der Innenminister.
Zugleich erhalten all jene, die schon seit Jahren in Wien Dienst versehen, aber gerne in ihr Heimatbundesland versetzt werden wollen, die Möglichkeit, dies zu tun. Pro Jahr werden mindestens zehn Prozent der Zahl jener, die zusätzlich für Wien aufgenommen werden können, anhand der bestehenden Wartelisten in ihre Heimatbundesländer zurückversetzt. Dadurch wird der Personalstand in Wien gestärkt und die übrigen Bundesländer erhalten nach fünf Jahren topausgebildete und erprobte Polizistinnen und Polizisten.
„Das Modell ,Wien auf Zeit´ kommt sehr gelegen – es kommt vor, dass Bewerberinnen und Bewerber trotz Eignung in den Bundesländern nicht aufgenommen werden. Durch das neue Modell erhalten geeignete Bewerberinnen und Bewerber die Chance, dort zu arbeiten, wo Bedarf ist, und Erfahrungen in der Großstadt zu sammeln. Die Bundesländer erhalten nach fünf Jahren gute, vollausgebildete Polizistinnen und Polizisten“, ergänzte Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl.
Weiterentwicklung Dienstzeitsystem – Testphase heißt: Erkenntnisse gewinnen und Veränderungen vornehmen
Seit Anfang September 2026 wird das neue Dienstzeitmodell in fünf Bezirken in ganz Österreich getestet. Die Testphase dient vor allem dazu, neue Erkenntnisse zu gewinnen. So wird es weiterhin 24-Stunden-Dienste geben (bis zu vier in einem Kalendermonat). Sollte der weitere Probebetrieb zeigen, dass Änderungen notwendig sind, werden diese auch umgesetzt – wie dies auch bereits Anfang Oktober stattgefunden hat. Neben der Beibehaltung der 24-Stunden-Dienste wurde die Vorausplanungsphase von drei Monaten auf vier Kalenderwochen verkürzt. Die Dienstpläne werden auf Wunsch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erst bis zum 25. eines Vormonats festgelegt und nicht wie ursprünglich geplant bis zum 17. eines Vormonats.
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