- 28.10.2026, 10:44:33
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Tourismusbeschäftigtenfonds: Anträge ab sofort möglich
Neue Unterstützungen für Beschäftigte in Hotellerie und Gastronomie

Wer in der österreichischen Hotellerie und Gastronomie arbeitet, kann ab heute beim Tourismusbeschäftigtenfonds Förderungen beantragen. Ziel des Fonds ist es, die Branche und ihre Beschäftigten bei spezifischen Herausforderungen zu unterstützen. Bis 2028 stehen jährlich 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Alle Informationen und Anträge unter www.tourismusfonds.at.
Laut Tourismusbericht 2025 des Wirtschaftsministeriums trägt der Tourismus 6,5 Prozent zum österreichischen BIP bei. Allein in Hotellerie und Gastronomie arbeiten rund 230.000 unselbstständig Beschäftigte, die sich um Gäste aus dem In- und Ausland kümmern. Der Bedarf an Fachkräften ist hoch, die strukturellen Herausforderungen der Branche auch. Der Tourismusbeschäftigtenfonds unterstützt die Branche dabei. „Wir investieren in jene, die den Tourismus in Österreich tragen. Mit unserem breiten Förderangebot soll es für die Beschäftigten attraktiver werden, in ihrem Beruf zu bleiben“
, fasst Anna Daimler, Vorstandsvorsitzende des Tourismusbeschäftigtenfonds, die Intention des Fonds zusammen.
Bei der Konzeption der Unterstützungsleistungen wählte der Fonds einen breiten Ansatz: Neben dem Kernbereich der Aus- und Weiterbildung wurden auch persönliche Belastungen der Beschäftigten berücksichtigt. „Es ist entscheidend, dass unser Angebot die Bedürfnisse der Zielgruppe umfassend abdeckt. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und lebensphasengerechte Arbeitszeitmodelle spielen im Tourismus eine große Rolle“
, betont Sarah Beran, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Tourismusbeschäftigtenfonds und Ökonomin in der Arbeiterkammer Wien.
Durch die Angebote für ihre Mitarbeiter:innen sollen auch die Unternehmen profitieren. „Mit dem Fonds reagieren wir direkt auf den Fachkräftebedarf. Denn jede Person, die im Job gehalten werden kann und weiterqualifiziert wird, stärkt schließlich auch den einzelnen Tourismusbetrieb“
, erläutert Anna Burton, Vorstandsmitglied des Tourismusbeschäftigtenfonds und Ökonomin am WIFO, die Bedeutung des Fonds für die Tourismusbranche.
Vielfalt an Förderschienen
Folgende Unterstützungen können beim Tourismusbeschäftigtenfonds ab sofort beantragt werden:
Finanzierung von Aus- und Weiterbildung:
- Tourismusstipendium (bis zu 5.000 EUR für Kurs, Fahrtkosten, Lebensunterhalt)
- Berufseinsteiger:innen-Förderung (Prämien bei Abschluss der Lehre oder bei Wechsel von überbetrieblicher Lehrausbildung in die betriebliche Lehre)
- Kursgutscheine (aktuell 250 EUR), beispielsweise Deutschkurse
Förderungen zur Sicherung bestehender Beschäftigungsverhältnisse:
- Kinderbetreuungsförderung (bis zu 300 EUR pro Kind und Monat)
- Sonderunterstützung in finanziellen Notlagen (bis zu 5.000 EUR, wenn hohe Kosten im Zusammenhang mit Erhalt oder Aufnahme einer Beschäftigung im Tourismus stehen)
- Auszeichnung für Tourismusbetriebe (Projektschwerpunkte 2026) für innovative Ideen und Projekte für die Beschäftigten des Unternehmens
Unterstützung bei Arbeitslosigkeit:
- einmalig bis zu 700 EUR für Personen, die zuletzt in Hotellerie oder Gastronomie beschäftigt waren
Niederschwellige Antragstellung
Für die Ausgestaltung der Unterstützungsleistungen wurde vom Tourismusbeschäftigtenfonds eine detaillierte Leistungsordnung erstellt, die vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz bestätigt wurde. Die genauen Voraussetzungen für einzelne Förderangebote sind online auf der Plattform www.tourismusfonds.at erklärt. „Uns war es von Anfang an sehr wichtig, dass die Anträge so unkompliziert wie möglich gestellt werden können. Daher bieten wir auch Informationen in verschiedenen Sprachen und eine telefonische Beratung an. Zudem wird es eine rasche Prüfung und Auszahlung der Förderungen geben“
, erklärt Markus Hafner-Auinger, Geschäftsführer des Tourismusbeschäftigtenfonds, den operativen Ablauf der Antragstellung.
Im Bereich Aus- und Weiterbildung gilt, dass alle Kursthemen und Kursanbieter beim Tourismusbeschäftigtenfonds gelistet sein müssen. Aktuell können bereits Kurse von BFI, Verband Österreichischer Volkshochschulen, Österreichische Hotelvereinigung, Qualifizierungsagentur und Inlingua ausgewählt werden. In Kürze werden auch Kurse von WIFI und weiteren Bildungseinrichtungen gefördert werden, die den Qualitätsanforderungen des Tourismusbeschäftigtenfonds entsprechen.
Über den Tourismusbeschäftigtenfonds
Der Fonds dient der Förderung der rund 230.000 Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie. Seine Tätigkeit ist im Tourismusbeschäftigtenfondsgesetz (TBFG) geregelt. Bis 2028 stehen jährlich 6,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Rückfragen & Kontakt
Tourismusbeschäftigtenfonds
Mag. Markus Hafner-Auinger, MA
Telefon: +43 1 960 9401
E-Mail: [email protected]
Web: https://www.tourismusfonds.at/
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