• 27.10.2026, 11:07:33
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Grüne Wien/Kraus zu 30 Jahre Nationalpark Donau-Auen: Lobau schützen, damit wir sie auch in Zukunft feiern können

Grüne fordern wirksamen Schutz der Lobau

Wien (OTS) - 

Am 27. Oktober 1996 wurde mit der Unterzeichnung des Staatsvertrags zwischen Bund, Wien und Niederösterreich der Grundstein für den Nationalpark Donau-Auen gelegt. Damit feiert der Nationalpark heute seinen 30. Geburtstag. Leider gibt es 30 Jahre nach der Unterzeichnung wenig zu feiern. Die fortschreitende Austrocknung der Unteren Lobau und die geplante Lobauautobahn gefährden diesen einzigartigen Naturraum massiv. „Die Gründung des Nationalparks Donau-Auen war ein Meilenstein für den Naturschutz. Wien wurde damit die erste und bis dato einzige Metropole Europas, auf dessen Stadtgebiet ein Nationalpark liegt“, so Peter Kraus, Parteivorsitzender der Grünen Wien. „30 Jahre später müssen wir uns allerdings die Frage stellen, wie ernst die Stadtregierung es heute mit dem Schutz der Lobau meint.“

Durch die Abtrennung von der Donau, sinkende Grundwasserstände und zunehmende Trockenperioden gerät das empfindliche Ökosystem in der Unteren Lobau immer stärker unter Druck. Die anhaltende Trockenheit hat die Situation zusätzlich verstärkt. „Ein Nationalpark darf nicht nur auf dem Papier geschützt sein. Die Lobau braucht Wasser, damit sie auch in Zukunft erhalten bleibt. Die Stadt Wien ist gefordert, endlich wirksame Maßnahmen zur Sicherung des Wasserhaushalts der Unteren Lobau zu setzen“, so Kraus.

Eine weitere Gefahr für den Nationalpark ist der Bau der Lobauautobahn: „Der Bau eines Autobahntunnels unter dem Nationalpark steht im direkten Widerspruch zum Gedanken eines Nationalparks. Die Lobau braucht keine Autobahn, sondern konsequenten Schutz. Statt Milliarden in neue Straßen zu investieren, muss der öffentliche Verkehr ausgebaut werden“, so Kraus. Der heutige Geburtstag des Nationalparks ist damit nicht nur Anlass, an die historische Errungenschaft zu erinnern, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. „Vor 30 Jahren hat sich die Politik dazu verpflichtet, diesen einzigartigen Naturraum für kommende Generationen zu erhalten. Die Stadtregierung muss endlich die notwendigen Schritte setzen, um dieses Versprechen einzulösen“.

Eine große Chance bietet die EU-Renaturierungsverordnung, in der unter anderem die „Wiederherstellung der natürlichen Vernetzung von Flüssen und der natürlichen Funktionen damit verbundener Auen“ behandelt. Die Untere Lobau wird im Bericht „Auenland (2025)“, noch als Potenzialgebiet ausgewiesen. Dennoch wurde ausgerechnet die Untere Lobau in der derzeit einsehbaren Karte für die Wiederherstellung von Auen nicht als Potenzialgebiet ausgewiesen.

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