• 26.10.2026, 11:09:04
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Olympia Eiskanal Innsbruck/Igls erfolgreich (pre-)homologiert

Für internationale Bob- und Skeletonrennen ist die Bahn ab sofort wieder freigegeben. Auch für die Rodler:innen verliefen die Testfahrten erfolgreich.

Rodelfahrt im Rahmen der Pre-Homologierung
Innsbruck (OTS) - 

Der Olympia Eiskanal Innsbruck/Igls hat die Homologierung durch die Bahnbaukommission des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes IBSF erfolgreich abgeschlossen. Damit ist ein entscheidender Schritt für die weitere Nutzung der traditionsreichen Sportstätte als internationale Trainings- und Wettkampfbahn gesetzt – dem bevorstehenden Bob und Skeleton Doppel-Weltcup im Dezember steht nichts mehr im Weg. Die Testfahrten fanden von 23. bis 25. Oktober statt. Auch auf der Rennrodel wurde die umgebaute Bahn erfolgreich getestet. Von Seiten des Internationalen Rennrodelverbandes FIL gilt die Bahn aktuell als „pre-homologiert“, ein Standardprozedere sieht eine offizielle Freigabe für die internationalen Rodelbewerbe erst nach der internationalen Trainingswoche im November vor. Diese sollte allerdings nur noch Formsache sein. Damit kann man sich bereits jetzt auf das Saisonhighlight Rodel WM 2027 freuen.

Nachdem die Homologierung 2025 nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurden im Jahr 2026 weitere Adaptierungen am Eiskanal vorgenommen. Mit der nun erfolgten (vorläufigen) Freigabe findet diese intensive Phase der Nachbesserung und Vorbereitung einen erfolgreichen Abschluss.

„Die erfolgreiche Homologierung bzw. Pre-Homologierung ist für uns ein ganz wesentlicher Meilenstein. Nach den Herausforderungen des vergangenen Jahres haben wir konsequent an den erforderlichen Adaptierungen gearbeitet. Umso größer ist die Freude, dass die Bahn nun die Überprüfung durch beide internationalen Verbände erfolgreich bestanden hat. Mein Dank gilt unserem gesamten Team, den beteiligten Fachleuten und ausführenden Unternehmen sowie den Sportverbänden, dem Sportministerium und unseren Eigentümern Stadt Innsbruck und Land Tirol, die diesen Weg begleitet haben“, erklärt Matthias Schipflinger, Geschäftsführer der Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH (OSVI). „Unser Anspruch ist, den Athletinnen und Athleten verlässliche Bedingungen zu bieten und den Olympia Eiskanal langfristig als bedeutenden Standort für den internationalen Spitzensport und den heimischen Nachwuchs zu sichern.“

Starke Perspektive für Bob und Skeleton

Für den österreichischen Bob- und Skeletonsport ist die internationale Freigabe der Bahn von großer Bedeutung. Nicht nur, weil mit dem Bob und Skeleton Doppelweltcup im Dezember die erste internationale Bewährungsprobe ansteht. Der Eiskanal bildet auch eine wichtige Grundlage für das Training der Nationalteams, die Entwicklung junger Talente und die Durchführung internationaler Bewerbe.

„Eine international homologierte Heimbahn ist für den österreichischen Bob- und Skeletonsport von zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht unseren Teams die Vorbereitung im eigenen Land und gibt dem Nachwuchs eine wichtige sportliche Perspektive. Die erfolgreiche Homologierung ist deshalb ein starkes Signal für die Zukunft unserer Sportarten. Entscheidend ist, dass wir unseren Athletinnen und Athleten verlässliche Trainings- und Wettkampfbedingungen bieten können. Darauf bauen wir gemeinsam mit der Olympiaworld auf“, sagt Gerhard Rainer, Präsident des Österreichischen Bob- und Skeletonverbandes.

Wichtige Grundlage für die Rodel-WM 2027

Auch wenn die offizielle Homologierung für Rennrodeln erst nach der internationalen Trainingswoche erfolgt, bedeutet die erfolgreiche „Pre-Homologierung“ für den Österreichischen Rodelverband einen zentralen Fortschritt in der Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaften. Innsbruck/Igls wird im Februar 2027 erneut zum Treffpunkt der internationalen Rodelelite.

„Ohne Modifizierung des Igler Eiskanals wären im Rodelsport künftig weder die Ausrichtung von Weltcuprennen, noch Titelkämpfe möglich gewesen, umso wichtiger war die nun erfolgreiche Pre-Homologierung. Damit können wir uns in Hinblick der Heim-Weltmeisterschaften 2027 voll und ganz auf die weitere Vorbereitung konzentrieren. Wir wollen im kommenden Februar in Innsbruck/Igls ein Sportfest ausrichten, das Spitzenleistungen ermöglicht, Fans begeistert und junge Menschen ganz generell motiviert, in Bewegung zu bleiben“, betont Markus Prock, Präsident des Österreichischen Rodelverbandes.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Testfahrten richtet sich der Blick auf die bevorstehende Wintersaison mit vielen sportlichen Höhepunkten. Der Olympia Eiskanal verbindet damit seine lange sportliche Tradition mit einer erneuerten Grundlage für internationale Wettbewerbe und die Förderung des österreichischen Spitzensports.

Stimmen zu den Homologierungsfahrten:

David Gleirscher, Rennrodel-Olympiasieger:

„Die Passage 13/14 ist jetzt ohne Probleme befahrbar und verzeiht auch einiges. Man hatte nie das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, gleiches gilt auch für die Kurve 15.“

Lisa Schulte, Rennrodel-Weltmeisterin:

„Es ist von oben bis unten gut fahrbar, das ist einmal das Wichtigste. Die offenen Kurven, wo man nicht viel Feedback bekommt, erinnern an die asiatischen Bahnen, auch die Tatsache, dass aufgrund der Adaptierungen unten raus ein wenig der Speed fehlt, ist gewöhnungsbedürftig.“

Thomas Steu, Rennrodel-Gesamtweltcupsieger Doppelsitzer:

„Die Fahrt dauert um knapp acht Sekunden länger, die neuen Passagen stellen rodlerisch jetzt kein Problem mehr dar, vorausgesetzt die Linie passt. Die Schlüsselstelle war und bleibt für mich die Kurve neun.“

Michael Grünberger, Skeleton-Nationaltrainer:

„Der untere, neue Teil ist sehr anspruchsvoll und erfordert eine präzise Linienwahl. Für uns als Heimnation ergibt sich dadurch ein entscheidender Heimvorteil, den wir in den nächsten Wochen entsprechend nutzen wollen. Unser Dank geht an die Bahnmannschaft rund um Hansi Jenewein, die trotz warmer Temperaturen eine tolle Bahn für uns zur Verfügung gestellt haben. Der Olympia Eiskanal in Innsbruck/Igls ist für unsere Heimweltcups und den Europacuprennen bestens gerüstet!“

Markus Treichl, Weltcup-Bobpilot:

„Da ich nur ein paar Minuten von der Bahn entfernt wohne, freut es mich ganz besonders, dass die Bahn wieder für alle Disziplinen freigegeben ist! Für uns Weltcup-Athleten ist es sehr wichtig, weiterhin jährlich ein Heimrennen fahren zu können.“

Daten zum Olympia Eiskanal:

Gesamtlänge 1.399 m / Höhendifferenz ca. 102 m / Kurvenanzahl 15 (inkl. Kreisel) / Maximale Kurvenhöhe 3,5 m / Gesamtlänge der verlegten Kühlrohre 100 km / Kunsteisfläche 7000 m2

Rückfragen & Kontakt

Olympia Sport-&Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH
Mag. Matthias Schipflinger
Telefon: +43 512 33838 220 / +43 676 88338 220
E-Mail: [email protected]

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