• 26.10.2026, 10:05:02
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Zum Nationalfeiertag: Österreichs Unabhängigkeit braucht heimische Energie

Wien (OTS) - 

Seit Jahren zeigen Kriege und geopolitische Konflikte, wie abhängig Österreich und Europa von fossilen Energieimporten sind. Energie wird zum Druckmittel, die preisstabile Verfügbarkeit zum Spielball internationaler Machtpolitik. Allein im ersten Halbjahr des heurigen Jahres hat Österreich fossile Energie um 5,8 Milliarden Euro importiert, das sind 8 % mehr als im Vorjahr. WINDKRAFT Österreich fordert, diese Abhängigkeit konsequent zu reduzieren und die heimische Energieversorgung zu stärken.

26.10.2026: Österreich feiert am heutigen Nationalfeiertag seine Unabhängigkeit. Doch bei der Energieversorgung ist diese noch lange nicht erreicht. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 reiht sich eine Energiekrise an die nächste. Nun treiben der Krieg im Nahen Osten und die Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus die Gaspreise erneut auf mehrjährige Höchststände. Was sich seit Jahren zeigt, ist längst kein vorübergehendes Problem mehr: Wer von fossilen Energieimporten abhängig ist, bleibt verwundbar gegenüber Kriegen, politischen Machtinteressen und Preissprüngen auf den internationalen Märkten. Im ersten Halbjahr 2026 importierte Österreich um über 8 % mehr fossile Energie als noch im Vorjahr. „Wir taumeln von einer Energiekrise in die nächste. Energie ist nicht nur Handelsgut, sondern wird auch als Druckmittel, als Waffe, eingesetzt. Solange wir einen großen Teil unseres Energiebedarfs so decken, machen wir uns abhängig von Entscheidungen, auf die wir selbst keinen Einfluss haben. Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und anderen die Kontrolle über uns wegnehmen.“, sagt Florian Maringer, Geschäftsführer von WINDKRAFT Österreich.

Heimische Energie stärkt die nationale Energiesicherheit

Dabei hat Österreich selbst die Möglichkeit, seine Versorgung unabhängiger zu gestalten. Windkraft liefert bereits heute einen wesentlichen Beitrag zur heimischen Stromversorgung und erzeugt in der Regel gerade im Winter besonders viel Energie. Heuer haben auch die Sommermonate starke Zahlen gebracht: Im August 2026 erreichte die Windkraft mit 574 GWh einen neuen Rekord. Auch im September lag die Windstromerzeugung um 7,5 % über dem Vorjahresmonat. Von Jänner bis Oktober erzeugte die Windkraft bereits mehr als 40 % mehr Strom als alle österreichischen Gaskraftwerke zusammen.

„Wollen wir 5,8 Milliarden in Energie aus der Heimat investieren oder in kriegsführende Nationen. Jede zusätzliche kWh aus heimischer Windkraft reduziert den Bedarf an fossilen Energieträgern und stärkt die regionale Wertschöpfung. Energiesicherheit beginnt dort, wo wir unsere Energie selbst erzeugen können. Wir haben Wind, Sonne und Wasserkraft und können diese Energie mit Speichern und einem leistungsfähigen Stromnetz zu einem stabilen Gesamtsystem verbinden. Dafür müssen wir die vorhandenen Potenziale endlich nutzen, statt wertvolle Jahre in langwierigen Genehmigungsverfahren und unnötigen regulatorischen Hürden zu verlieren“, betont Florian Maringer, WINDKRAFT Österreich Geschäftsführer.

Windkraft, Speicher und Netze gemeinsam voranbringen

Damit heimische Energie fossile Importe tatsächlich ersetzen kann, braucht es neben neuen Windkraftanlagen auch Speicher, Netze und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Gerade die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeichern kann bestehende Netzanschlüsse besser nutzen und erneuerbaren Strom zeitlich flexibler verfügbar machen. Gleichzeitig müssen Genehmigungsverfahren beschleunigt und Investitionen in heimische Energieerzeugung und Infrastruktur erleichtert werden.

Zum Nationalfeiertag fordert WINDKRAFT Österreich daher:

  • Schnellere Genehmigungen für erneuerbare Energie: Projekte müssen rascher umgesetzt werden können, damit die österreichische Bevölkerung nicht jahrelang auf ihre Realisierung wartet.
  • Ausbaudeckel lösen: der heimische Ausbau ist mit 390 Megawatt Windkraft jährlich künstlich gedeckelt und hemmt so den Zubau heimischer Kraftwerke.
  • Verbindliche Ausbauziele und Planungssicherheit: Klare Rahmenbedingungen schaffen die Voraussetzung für Investitionen in Windkraft und andere erneuerbare Energien.
  • Netze und Speicher gemeinsam ausbauen: Bestehende Infrastruktur muss effizienter genutzt und um jene Kapazitäten erweitert werden, die für eine sichere Versorgung notwendig sind.
  • Heimische Energie strategisch stärken: Der Ausbau erneuerbarer Energien muss als Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit Österreichs verstanden werden.

Unabhängigkeit bedeutet auch, selbst entscheiden zu können, woher unsere Energie kommt. Österreich kann nicht verhindern, dass anderswo Kriege geführt oder Energielieferungen als politisches Druckmittel eingesetzt werden. Es kann aber sehr wohl entscheiden, wie stark es davon betroffen ist. Der Nationalfeiertag sollte deshalb auch ein Auftrag sein: die heimischen Energiepotenziale konsequent zu nutzen und die Abhängigkeit von fossilen Importen endlich zu verringern.

Über WINDKRAFT Österreich

Die WINDKRAFT Österreich (ehemals IG Windkraft) ist die Interessenvertretung der österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sicherem, sauberem und regionalem Strom. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage befürworten 83 % der Österreicher: innen den Ausbau der Windenergie. Die WINDKRAFT Österreich repräsentiert rund 180 in den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energieform – von der Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000 Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.

Rückfragen & Kontakt

WINDKRAFT Österreich
Mag. Stefanie Harbich
Telefon: +43 660 2050 765
E-Mail: [email protected]
Website: https://wind.at

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