- 24.10.2026, 09:30:32
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Neue Wege in Zukunftsjobs: waff ist Motor der Berufsorientierung in Wien
ESF-gefördertes Projekt "BerufsWende" verdichtet das bestehende Angebot in Wien
Mit Coaching und Beratung unterstützt der waff 2026 rund 41.500 Wiener*innen bei ihrer beruflichen Veränderung. Zukunftsgerichtete Berufsorientierung ist deshalb auch im Erwachsenenalter ein wichtiges Angebot zur Fachkräftesicherung. Das neue Angebot des BFI "BerufsWende" ergänzt diese Unterstützung um praktische Einblicke in neue Berufsfelder.
Ob neue Aufgaben, eine Weiterbildung oder ein Berufswechsel: Der waff unterstützt Wienerinnen dabei, berufliche Ziele zu entwickeln und passende Ausbildungswege zu finden. Allein 2026 werden mehr als 41.500 Wienerinnen dieses Angebot in Anspruch nehmen. Als Motor der Berufsorientierung in Wien setzt der waff auch darauf, Lücken im bestehenden Angebot zu schließen. Ein Baustein dafür ist die praktische Berufsorientierung mit dem neuen Angebot "BerufsWende".
"Ob jemand beruflich weiterkommt oder einen Quereinstieg macht, darf nicht davon abhängen, ob genug Geld für eine Ausbildung da ist oder man sich im Bildungsangebot allein zurechtfindet. Mit dem waff stellen wir den Wiener*innen Beratung, Orientierung und Geld für Aus- und Weiterbildung zur Seite. So ermöglichen wir ihnen, einen Abschluss nachzuholen, sich weiterzuqualifizieren oder einen neuen Beruf zu erlernen", sagt Vizebürgermeisterin und Arbeitsstadträtin Barbara Novak.
Berufsorientierung auch mitten im Berufsleben
Der Beruf, den man einmal gelernt hat, muss nicht ein ganzes Arbeitsleben lang passen. Interessen verschieben sich, familiäre oder gesundheitliche Umstände erfordern neue Wege und technologische Entwicklungen verändern die Arbeitswelt. Berufsorientierung ist deshalb nicht nur für Jugendliche relevant, sondern auch für Erwachsene.
"Berufliche Veränderung beginnt oft mit der Frage: Was kann ich eigentlich noch alles? Wir wollen Menschen ermutigen, ihre Fähigkeiten neu zu entdecken und auch Berufe auszuprobieren, an die sie bisher nicht gedacht haben. Der waff unterstützt dabei, aus einer ersten Idee einen konkreten Plan zu machen", so waff-Geschäftsführer Marko Miloradović.
Europäischer Sozialfonds als Ermöglicher
Ein wichtiger Partner in diesen Fragen ist der Europäische Sozialfonds (ESF). Über den Chancen-Scheck wurden 2025 insgesamt 5.032 Kund*innen etwa beim Nachholen eines Abschlusses unterstützt. Für das Programm sind von 2023 bis 2028 ESF-Mittel von
7,9 Millionen Euro vorgesehen. Das Angebot FRECH unterstützte 2025 über 1.600 Frauen beim beruflichen Auf- oder Umstieg; dafür stehen im selben Zeitraum 5 Millionen Euro an ESF-Mitteln zur Verfügung. Auch die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen wird gefördert: Rund 2.500 Teilnehmer*innen besuchten bislang das College 25+, das Asylberechtigte ab 25 Jahren auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt oder weiterführende Ausbildungen vorbereitet. Dafür sind von 2024 bis 2026 insgesamt 8,4 Millionen Euro an ESF-Mitteln vorgesehen.
Damit diese Unterstützung langfristig gesichert bleibt, sprachen sich die Länder bei der dieswöchigen Landesarbeitsreferent*innenkonferenz gemeinsam dafür aus, die europäischen Mittel für regionale Arbeitsmarktmaßnahmen auch in der EU-Förderperiode 2028 bis 2034 in bisheriger Höhe abzusichern. Diese Mittel ermöglichen soziale und arbeitsmarktpolitische Angebote, die auf unterschiedliche Herausforderungen in den Regionen eingehen. Zugleich fordern die Länder eine deutliche Vereinfachung der Förderabwicklung.
Zusätzlich zu vielen bestehenden ESF-geförderten Angeboten startet "BerufsWende"
Wie sich Beratung und Ausprobieren verbinden lassen, zeigt "BerufsWende – Orientierung für neue Chancen" des BFI Wien. Das Angebot wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des waff gefördert. Im Mittelpunkt stehen Tätigkeiten in Zukunftsbereichen wie Elektro- und Gebäudetechnik, Softwareentwicklung, Klimaschutztechnik, Pflege und Elementarpädagogik. Beim praktischen Ausprobieren in Werkstätten können die Teilnehmer*innen herausfinden, welche Aufgaben ihnen liegen.
Die Beratung hilft anschließend dabei, die Erfahrungen einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen. So kann aus dem Wunsch nach Veränderung ein Weg in Richtung Zukunftsberuf eingeschlagen werden.
"Fachkräftesicherung beginnt schon bei der Berufsorientierung. Menschen müssen die Zukunftsjobs unserer Stadt kennenlernen können, bevor sie sich für eine Ausbildung oder einen Berufswechsel entscheiden. Als Stadt Wien wollen wir ihnen diesen Weg öffnen. Damit investieren wir in die beruflichen Chancen der Wiener*innen und in die Zukunft unseres Standorts.", so Vizebürgermeisterin und Arbeitsstadträtin Barbara Novak.
Das kostenlose Angebot "BerufsWende" richtet sich an Beschäftigte ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Wien, die ein geringes Ausbildungsniveau oder eine in Österreich nicht verwertbare Berufsausbildung haben. Anmeldungen sind auf der Webseite des BFI möglich: https://www.bfi.wien/kurs/0136/KB002292/berufswende-orientierung-fuer-neue-chancen/26BMI40001
Rückfragen & Kontakt
Michaela Reichel
Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Barbara Novak
Telefon: +43 1 4000 81203
E-Mail: [email protected]
Linda Pietsch
Mediensprecherin waff
Telefon: +43 676 82982457
E-Mail: [email protected]
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