- 23.10.2026, 13:13:02
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Volle Schubkraft für Österreichs Energiespeicher: Branchenkonvent zeigt Stärke für den Wirtschaftsstandort
Schmidt: „Speicher sind das Rückgrat der Energie-Unabhängigkeit“ · Hanke: „Speicher sind der Schlüssel für unser Energiesystem“ · Zehetner: „Speicher machen Energie leistbar“

Vom Pumpspeicher in den Alpen über den intelligenten Wärmespeicher im Keller bis zum Elektroauto als Speicher auf Rädern: Österreichs Speicherszene ist vereint und hat heute beim Branchenkonvent mit einer Stimme gezeigt, wie stark der Wirtschaftsstandort Österreich in diesem Feld aufgestellt ist. Auf Einladung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und des Bundesverbands Energiespeicher Österreich (BVEÖ), in Kooperation mit AEE INTEC sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, kamen dafür mehr als 150 Vertreter:innen aus Industrie, Energiewirtschaft, Forschung und Verwaltung im ausgebuchten Festsaal des BMIMI zusammen. Unter der Moderation von Christa Kummer stand eine Frage im Mittelpunkt: Wie spielen die verschiedenen Speicher zusammen, damit Energie in Österreich leistbar, planbar und sicher verfügbar bleibt?
Schmidt: „Österreich ist ein starkes Land der Speicher“
Der Bundesverband wurde im ersten Halbjahr 2026 gegründet und ist in wenigen Monaten auf mehr als 80 Mitglieder gewachsen. „Österreich ist ein starkes Land der Speicher. Unsere Pumpspeicher in den Bergen tragen seit Generationen die Versorgung. Jetzt ist die gesamte Speicherszene vereint: Erstmals sprechen alle Speichertechnologien in Österreich mit einer Stimme. Durch die gebündelte Kraft aller Speicher machen wir Österreich unabhängiger und stabiler“, so Präsident Christoph Schmidt.
„Dafür müssen alle an einem Strang ziehen. Wenn wir noch enger zusammenarbeiten und uns noch besser abstimmen – Unternehmen, Forschung und Politik –, geben wir dem Wirtschaftsstandort Österreich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein noch kräftigeres Rückgrat. Ob Pumpspeicher, Wärmespeicher, Gasspeicher oder das Auto in der Garage: Die Stärke liegt im Zusammenspiel der Technologien und darin, für jeden Anwendungsbereich die jeweils passende Technologie einzusetzen. Denn nur wenn die unterschiedlichen Lösungen richtig ineinandergreifen, können wir ihr volles Potenzial für ein sicheres, leistbares und effizientes Energiesystem ausschöpfen“, betonte Schmidt.
Das Potenzial ist groß: Heimische Unternehmen können sowohl beim Ausbau der Speicherkapazitäten als auch bei der Entwicklung und Produktion innovativer Speichertechnologien eine führende Rolle einnehmen. Dafür gilt es, die Chancen jetzt zu nutzen, gezielt in Wertschöpfung und Innovation zu investieren und den Aufbau eines zukunftsträchtigen Marktes nicht anderen Weltregionen zu überlassen. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich, schafft hochwertige Arbeitsplätze und eröffnet neue Exportchancen. Gleichzeitig profitieren Haushalte und Unternehmen von einem effizienteren Energiesystem und sinkenden Kosten.
Hanke und Zehetner: Rückenwind von der Bundesregierung
Bundesminister Peter Hanke: Bundesminister Peter Hanke: „Forschung und Innovation sind zentral, um zukunftsweisende Speichertechnologien Made in Austria schneller in die erfolgreiche Umsetzung zu bringen und international zu vermarkten. Eine starke Stimme der Branche ist wichtig für ihre Sichtbarkeit und stärkt Österreich als Standort für Energieinnovationen.“
Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner: „Speicher helfen uns, heimische Energie besser zu nutzen, Kosten zu senken und die Versorgung abzusichern. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz haben wir die Grundlage geschaffen, um den systemdienlichen Einsatz von Speichern wirtschaftlich attraktiver zu machen. Damit unterstützen wir Investitionen, die unsere Unabhängigkeit stärken und Wertschöpfung in Österreich schaffen. Eine Branche, die mit einer Stimme spricht, verschafft ihren Ideen mehr Gehör und gibt Innovationen aus Österreich Rückenwind.“
Wärme, Wasser, Mobilität: die ganze Breite der Speicherwelt
Wie breit und stark der Standort bei Speichern aufgestellt ist, zeigte das Programm des Konvents. Martin Baumann (Österreichische Energieagentur) sprach über Potenziale und Bedarf, Sabine Mitter (BMIMI) über die Forschungsschwerpunkte des Bundes und Laura Fink (AEE INTEC) über den volkswirtschaftlichen Mehrwert einer gemeinsamen Plattform. Andreas Hauer, Gründungsmitglied und Kurator des Bundesverbands Energiespeicher Deutschland, brachte 14 Jahre Erfahrung aus der Verbandsarbeit mit nach Wien.
Deutlich wurde dabei auch: Forschung in Speichertechnologien stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich noch weiter. Das Know-how aus heimischen Labors und Unternehmen ist die Basis für neue Produkte, Patente und Exporterfolge. Damit dieses Potenzial voll zur Geltung kommt, braucht es in den kommenden Jahren noch weitere intensive Kraftanstrengungen von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand.
In Branchenrunden kamen die Praktiker zu Wort: VERBUND Hydro Power mit den Pumpspeichern, die seit Jahrzehnten das Fundament des heimischen Energiesystems bilden, RAG mit Gas- und Wasserstoffspeichern, die Sommerenergie für den Winter aufheben, dazu enspired mit Großbatteriespeichern, das AIT mit Batterieforschung und die V2G Vehicle to Grid Alliance mit dem Elektroauto als Speicher auf Rädern.
Einen eigenen Schwerpunkt bildete die Wärme – denn ein großer Teil unseres Energiebedarfs ist Wärme. PORR zeigte, wie Großwärmespeicher ganze Stadtteile und Fernwärmenetze versorgen. Link3 stellte den intelligenten Wärmespeicher im Keller vor, der einzelne Haushalte unabhängiger macht und zugleich das Netz entlastet. Schmidt: „Wer an Speicher denkt, denkt oft zuerst an Strom. Doch die Wärme ist ein riesiger Hebel – im Einfamilienhaus genauso wie in der Stadt. Auch hier gilt: Gemeinsam sind wir stärker. Genau deshalb gehört die Wärme bei uns an den Tisch.“
Schmidt zum Abschluss: „Wir wollen den Blitz speichern – und zwar hier in Österreich. Speicher sind das Rückgrat Österreichs auf dem Weg zu mehr Energie-Unabhängigkeit. Mit dieser Schubkraft und einer gemeinsamen Stimme gehen wir diesen Weg Schritt für Schritt. Jedes Unternehmen und jede Forschungseinrichtung, die mitgestalten will, ist im Verband herzlich willkommen.“
Über den Bundesverband Energiespeicher Österreich
Der Bundesverband Energiespeicher Österreich (BVEÖ) wurde im ersten Halbjahr 2026 gegründet und vertritt mehr als 80 Mitglieder entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiebranche. Er ist die Plattform für alle Speichertechnologien – von Pumpspeichern und Wärmespeichern über Gas- und Wasserstoffspeicher bis zu Stromspeichern und Vehicle to Grid – und setzt sich für verlässliche Rahmenbedingungen, heimische Wertschöpfung und den Export österreichischer Speichertechnologie ein. Präsident ist Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Blochberger-Gruppe.
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Telefon: +43660 323 12 41
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