• 23.10.2026, 12:53:32
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Asyl: Zahlen, Daten und Fakten

Pressekonferenz mit Innenminister Karner, Gruppenleiterin Wenger-Donig und BFA-Direktor Maier zu Rückkehraktion nach Syrien, Rückkehrzentren und aktuellen Asylzahlen

Wien (OTS) - 

Innenminister Gerhard Karner, Gruppenleiterin Elisabeth Wenger-Donig und der Direktor des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA), Gernot Maier, informierten im Rahmen einer Pressekonferenz am 23. Oktober 2026 über die aktuelle Situation und die neuesten Entwicklungen im Asylbereich in Österreich.

Rückkehraktion Syrien: „Rückkehr in die Heimat“

Bereits nach dem Sturz des Assad-Regimes startete Österreich ein geordnetes Abschiebe- und Rückkehrprogramm nach Syrien. Um die freiwillige Rückkehr zu fördern, wurde eine Rückkehraktion mit einer erhöhten finanziellen Starthilfe für bestimmte Personengruppen angeboten.

„Die Sonderaktion ist einerseits für Österreich deutlich billiger – außerdem ist es wichtig für den Aufbau Syriens, dass Menschen in ihr Heimatland zurückkehren“, betonte Innenminister Karner.

„Mit der Sonderaktion haben wir ein klares Ziel verfolgt: die Bereitschaft erhöhen, nach Syrien zurückzukehren, und auf der anderen Seite den Rückkehrenden den Neustart erleichtern. Heute können wir eine vorläufige positive Bilanz ziehen. Über 1.100 Personen haben die Rückkehrberatung in Anspruch genommen“, sagte Gruppenleiterin Elisabeth Wenger-Donig. Sie ergänzte: „Diese Aktion wird nicht die letzte Maßnahme in Syrien sein, denn wir knüpfen bereits nahtlos an: Mit Oktober startete das Projekt zur unterstützten Rückkehr und Reintegration in Syrien, das mit internationalen Partnern umgesetzt wird.“

Asylzahlen: Bilanz der ersten drei Quartale

„Das BFA sorgt für vorübergehenden Schutz für jene Personen, die diesen beantragen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren das knapp 7.400 Anträge, davon allerdings nur 38 Prozent Erstanträge, der Rest waren Folgeanträge“, erklärte BFA-Direktor Gernot Maier. Damit liegt die Zahl auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als zehn Jahren.

„Mit knapp 12.000 Außerlandesbringungen blicken wir hier auf den absoluten Höchstwert, den wir je erreicht haben. Dabei steht die freiwillige Ausreise immer im Vordergrund. 6.030 Personen haben Österreich eigenständig verlassen, nachdem sie eine Rückkehrentscheidung bekommen haben. Wer jedoch eigenständig nicht geht und eine rechtskräftige Rückkehrentscheidung vorliegt, bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Person zwangsweise außer Landes zu bringen. Das war bei 5.945 Personen der Fall. 48 Prozent aller zwangsweise außerlandesgebrachten Personen wurden strafrechtlich verurteilt: Hier liegt ganz klar unser Fokus“, sagte Maier.

Innenminister Gerhard Karner betonte: „Auch wenn wir derzeit auf so niedrige Zahlen blicken, ist das kein Grund zum Jubeln, sondern ein klarer Auftrag zur Weiterverfolgung unserer harten Arbeit.“

„Return Hubs“: Rückkehrzentren in Staaten außerhalb Europas

Um die genannten Entwicklungen nachhaltig abzusichern, sieht Innenminister Gerhard Karner drei Maßnahmen als notwendig: „Eine wichtige Maßnahme sind Rückkehrzentren außerhalb Europas. Sie tragen massiv dazu bei, dass sich Erzählungen von Schleppern in Luft auflösen.“

Gemeinsam mit Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Griechenland arbeitet Österreich an der Realisierung von Rückkehrzentren in Drittstaaten. Die „Gruppe der Umsetzer“ hat sich im Jänner 2026 konstituiert und trifft sich seither in regelmäßigen Abständen. Ziel ist es, bis Jahresende ein konkretes Partnerland für die Umsetzung festzulegen. Das nächste Treffen soll Mitte November im Rahmen der Vienna Migration Conference stattfinden.

Zudem erwähnte der Innenminister als kommende Maßnahmen die Möglichkeit der Abschiebung aus der Strafhaft und die Reduktion der Sozialhilfe für Asylberechtigte, die heute in Begutachtung geht.

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Bundesministerium für Inneres
Ministerialrat Markus Haindl, BA MA
Pressesprecher des Bundesministers
Telefon: +43 (0) 1-531 26 – 90 1021
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