- 23.10.2026, 10:34:32
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FPÖ-Guggenbichler: Millionen für Hernstein, aber kein Geld für die GAFA am Judenplatz?
Verlegung der traditionsreichen Gastgewerbefachschule ins WIFI beschlossen. FPÖ fordert vollständige Kostentransparenz
„70 Jahre GAFA am Judenplatz werden groß gefeiert, während hinter den Kulissen bereits die Verlegung der traditionsreichen Ausbildungsstätte beschlossen wurde. Diese Vorgangsweise ist an Heuchelei kaum zu überbieten“, kritisiert der Wiener FPÖ-Wirtschaftssprecher Udo Guggenbichler.
Am 21. Oktober 2026 beschloss die Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Wien unter Obmann Thomas Peschta die Übersiedlung der GAFA ins WIFI. Damit wurde eine seit Jahren von der Kammerführung unter Walter Ruck verfolgte Lösung umgesetzt, ohne die betroffenen Wiener Gastronomen ausreichend über die wirtschaftlichen Konsequenzen zu informieren.
Bereits seit 2018 hatte sich die Fachgruppe unter dem damaligen Obmann Peter Dobcak mit der Zukunft des rund 120 Jahre alten, sanierungsbedürftigen Gebäudes beschäftigt. Dabei wurde auch die Vergabe eines Baurechts zur Finanzierung der Sanierung geprüft. Statt den Erhalt des Standortes sicherzustellen, wird nun das WIFI für die Aufnahme der GAFA umgebaut und erweitert.
„Während für Projekte wie Schloss Hernstein Millionen aufgewendet wurden, fehlt für den Erhalt einer traditionsreichen Ausbildungsstätte offenbar das Geld. Umso wichtiger ist es, dass Peschta und Ruck die wirtschaftlichen Grundlagen dieser Entscheidung offenlegen“, fordert Guggenbichler.
Konkret verlangt der FPÖ-Wirtschaftssprecher Auskunft über die Umbau- und Erweiterungskosten im WIFI, die künftig von der Fachgruppe Gastronomie zu tragende Jahresmiete sowie die erwarteten Einnahmen aus der Baurechtsvergabe am Judenplatz. Ebenso müsse eine nachvollziehbare Gegenüberstellung der Kosten einer Sanierung und jener der Übersiedlung vorgelegt werden.
„Nach den finanziellen Problemen rund um das Haus der Wiener Wirtschaft und Schloss Hernstein reicht es nicht, einen einstimmigen Beschluss als wirtschaftlich beste Lösung zu verkaufen. Die Wiener Gastronomen finanzieren diese Entscheidungen mit ihren Pflichtbeiträgen und haben ein Recht auf vollständige Transparenz. Wer einen traditionsreichen Ausbildungsstandort aufgibt, muss auch die Rechnung dazu auf den Tisch legen“, so Guggenbichler abschließend.
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