• 23.10.2026, 10:22:03
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Totschnig: Moore schützen heißt Wasser sichern

MoorHorizonte 2026 in Innsbruck: Perspektiven verbinden – Moorzukunft gestalten

Totschnig: Moore schützen heißt Wasser sichern
Wien (OTS) - 

Ob als Lebensraum, Wasserspeicher, Kohlenstoffspeicher oder bewirtschaftete Fläche: Bei Mooren und Torfböden treffen viele Interessen aufeinander. Wie sie zusammenfinden können, war Thema der MoorHorizonte 2026 in Innsbruck. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und das Land Tirol luden im Rahmen des EU-Projekts LIFE AMooRe rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft NGOs sowie Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer zum Austausch ein.

„Intakte Moore speichern Wasser und halten es in der Landschaft zurück. Damit helfen sie, die Folgen von Starkregen und Trockenheit abzufedern und unsere Regionen widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Mit der Moorstrategie Österreich 2030+ wollen wir diese wertvollen Lebensräume erhalten und geschädigte Moore wiederherstellen. Dabei setzen wir auf Lösungen, die Moorschutz und die Nutzung der Flächen miteinander vereinbaren. Mit LIFE AMooRe bringen wir die Strategie in ganz Österreich in die Umsetzung“, betont Umweltminister Norbert Totschnig in seiner Videobotschaft.

Unter dem Motto „Perspektiven verbinden – Moorzukunft gestalten“ standen in Fachvorträgen die Zusammenarbeit im Moorschutz, die betriebliche Praxis und der Wasserhaushalt von Mooren im Fokus. In den anschließenden Diskussionen und Gesprächen in kleiner Runde war Raum für Austausch, neue Impulse und die Entwicklung konkreter Lösungsansätze.

„Wir freuen uns, die MoorHorizonte heuer in Tirol auszurichten und Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen. Die Renaturierung von Mooren ist ein ganz wesentlicher Schwerpunkt der Tiroler Naturschutzarbeit, weshalb wir auch stolzer Vorreiter im Projekt AMooRe sind. Die bisher umgesetzten Projekte zur Wiederherstellung von Mooren zeigen, dass es auch bei privaten Grundbesitzerinnen und Grundbesitzern Bereitschaft und Begeisterung gibt, diesen wertvollen Lebensraum zu renaturieren“, so Tirols Naturschutzlandesrat René Zumtobel.

Nach der Moorstrategie Österreich 2030+ gilt: Nicht jede Fläche braucht dieselbe Maßnahme. Wiedervernässt wird dort, wo es am meisten bringt und mit den Menschen vor Ort umsetzbar ist. Im Projekt LIFE AMooRe arbeiten das BMLUK und alle neun Bundesländer an der Umsetzung der Strategie.

„Wir untersuchen die Moore, planen passende Maßnahmen und lernen voneinander. Was in einem Bundesland gelingt, machen wir für ganz Österreich nutzbar. Denn die Landschaft der Zukunft braucht Maßnahmen, die nicht nur für eine Projektlaufzeit wirken, sondern für Generationen.“, sagt Christian Schröck, Fachlicher Leiter von LIFE AMooRe.

In Tirol zeigt sich bereits, wie die Umsetzung vorankommt: In Nösslach bei Gries am Brenner wurde im Rahmen von LIFE AMooRe eine 1,7 Hektar große Moorfläche revitalisiert. Am Bichlachmoor bei Kitzbühel wurden die Arbeiten Anfang Oktober abgeschlossen: Auf rund 3,4 Hektar sind die Gräben verschlossen worden, damit der Wasserstand steigt und sich die Moorvegetation erholen kann. Aktuell laufen die Wiederherstellungsmaßnahmen auf der rund 7,5 Hektar großen Paradieswiese bei Kitzbühel. In den kommenden Jahren sollen in Tirol weitere Standorte mit mehr als 100 Hektar folgen.

LIFE AMooRe – Austrian Moor Restoration
Das strategische EU-Projekt LIFE AMooRe zielt darauf ab, die Umsetzung der Moorstrategie Österreich 2030+ durch konkrete Maßnahmen zur Moorwiederherstellung ebenso wie durch die Erarbeitung von Grundlagen und Entscheidungsmechanismen für die Zeit nach Projektende zu unterstützen. Das Projekt läuft bis 2033 mit einem Gesamtvolumen von 44 Millionen Euro (60 % EU-Kofinanzierung). Koordiniert wird das Projekt durch die Abteilung Umwelt- und Klimaschutz des Landes Vorarlberg. Partnerinnen und Partner des Projekts sind das BMLUK, sowie alle neun Bundesländer, die Universität Wien und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Maßgeblich für den Erfolg des Projekts ist zudem die enge Abstimmung mit den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern.

Die MoorHorizonte sind als jährliche Sektoren-übergreifende Veranstaltung ein Fixpunkt im mehrjährigen Governance-Prozess zur Umsetzung der Moorstrategie Österreich 2030+.

Weitere Informationen:
https://life-amoore.at/

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100 DW 606747
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmluk.gv.at/

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