- 23.10.2026, 07:04:02
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Tiefststand bei Asylanträgen und Rekordwert bei Abschiebungen
Illegale Migration ist beinahe zum Erliegen gekommen – Minuszuwanderung dank Rekord-Abschiebezahlen abgesichert
Im September 2026 gab es 308 Asyl-Erstanträge, das bedeutet im Vergleich zum September des Vorjahres einen Rückgang um mehr als 58 Prozent, wo 739 Erstanträge verzeichnet wurden.
Asylanträge weiterhin stark rückläufig
885 Asylerstanträge und Folgeanträge gab es im September 2026 in ganz Österreich. Im Vergleich zu September 2025, als es noch 1.449 Anträge gab, ist das ein weiterer Rückgang von rund 39 Prozent. Von Jänner bis September 2026 wurden 7.397 Asylanträge gestellt, im Vergleichszeitraum 2025 wurden noch 13.347 Anträge eingebracht – ein Rückgang um knapp 45 Prozent.
Im September stammten die meisten Anträge von Syrern (216), der Großteil davon betrifft allerdings in Österreich geborene Kinder.
Familiennachzug ausgesetzt – Systeme entlastet
Der vorübergehende Stopp des Familiennachzuges zeigt deutliche Wirkung und entlastet das Bildungs-, Integrations- und Sozialsystem nachhaltig. Erfolgten am Wege des Familiennachzugs von Jänner bis September 2025 noch 1.030 Einreisen, gab es im selben Zeitraum 2026 lediglich 60 Einreisen – allerdings ausschließlich für absolute soziale Härtefälle. Das entspricht einer Reduktion von mehr als 94 Prozent. Um diese Entwicklung nachhaltig abzusichern, wurde der Familiennachzug per Verordnung mit Anfang Jänner 2026 für weitere sechs Monate ausgesetzt und wird in weiterer Folge einer Quote unterliegen. Die erste Quote wird sehr gering sein.
Kaum Aufgriffe illegaler Fremder – Organisierte Schleppermafia macht einen Bogen um Österreich
Die stark rückläufige Zahl der Aufgriffe in den vergangenen beiden Jahren zeigt, dass die Schlepperrouten auch im Osten Österreichs nachhaltig zerschlagen werden konnten und sich auf die Balkan-Küstenroute verlagert haben. Polizeiliche Einheiten wie die „Operation Fox“, die gemeinsam mit ungarischen Behörden auf ungarischem Staatsgebiet Kontrollen durchführt, sowie die Weiterentwicklung des Grenzschutzkonzepts sind Maßnahmen, die sich spürbar auf den Migrationsdruck ausgewirkt haben. Denn es hat sich herumgesprochen, dass das Risiko massiv gestiegen ist, beim illegalen Grenzübertritt nach Österreich aufgegriffen zu werden.
Die Zahlen bestätigen den Erfolg der Maßnahmen: Im Oktober 2022 wurden noch 14.892 illegale Fremde im Burgenland angehalten – bisher im Oktober 2026 sind es lediglich 16 (ein Minus von 99 Prozent).
Die illegale Migration in Österreich wurde somit nachhaltig eingedämmt und nahezu auf null reduziert. Von den in diesem Jahr aufgegriffenen Personen stellten lediglich 60 einen Asylantrag; alle übrigen mussten Österreich unmittelbar wieder verlassen.
Grenzschutzkonzept wird laufend weiterentwickelt
Das polizeiliche Grenzschutzkonzept wird kontinuierlich evaluiert und an die aktuellen Entwicklungen angepasst, um die erzielten Erfolge langfristig abzusichern. Dabei wurde der Kontrollbereich gezielt ausgeweitet: Die Maßnahmen beschränken sich nicht mehr ausschließlich auf die unmittelbaren Grenzübergänge, sondern umfassen verstärkt auch den Grenzraum und das Hinterland. Dadurch werden illegale Grenzübertritte insbesondere für die organisierte Schlepperkriminalität deutlich erschwert und mit einem hohen Entdeckungs- und Festnahmerisiko verbunden. Gleichzeitig trägt dieser Ansatz dazu bei, die Wartezeiten an den Grenzübergängen zu verkürzen. Um die Wirksamkeit der Maßnahmen weiterhin sicherzustellen, wurden die Grenzraumkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei mit Ablauf des 15. September 2026 um weitere sechs Monate verlängert.
Minuszuwanderung: mehr Abschiebungen als Asylerstanträge
Bis Ende September mussten 11.975 Personen Österreich verlassen, die Hälfte davon zwangsweise. Die eigenständige Ausreise ist für die Republik wesentlich kostengünstiger – ihr kommt daher auch weiterhin eine große Bedeutung zu. Rund 48 Prozent der Abgeschobenen wurden in Österreich strafrechtlich verurteilt. Bis Ende September wurden außerdem 582 Dublin-Überstellungen durchgeführt, bei denen 79 Afghanen, 58 Marokkaner und 57 Personen der Russischen Föderation Österreich verlassen mussten. Bei Dublin-Abschiebungen werden Personen in jenes europäische Land abgeschoben, in dem sie erstmals einen Asylantrag gestellt haben und das somit zuständig ist.
Über zwei Drittel erhalten kein Asyl – Eilverfahren werden fortgeführt
Bis Ende September wurden 21.421 Asylverfahren negativ entschieden oder eingestellt. 722 Personen verzichteten freiwillig auf Schutz und verließen Österreich während des Verfahrens. In 8.517 Fällen wurde Asyl oder subsidiärer Schutz gewährt.
Keine Chance auf Asyl hatten im September Antragstellerinnen und Antragsteller aus Indien und Tunesien. Für Länder mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit setzt das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl weiter auf Schnell- und Eilverfahren. Bis Ende September wurden 611 negative Entscheidungen innerhalb von 28 Tagen beziehungsweise in der ersten Instanz sogar binnen 72 Stunden getroffen.
Asylanträge in meisten Staaten Europas rückläufig
In Europa (inklusive Schweiz und Norwegen) gab es im Zeitraum von Jänner bis Ende September 2026 mit 452.969 Asylanträgen um 24 Prozent bzw. 144.626 weniger Anträge als im Vergleichszeitraum 2025 (597.595). Gestiegen sind die Anträge unter anderem in Slowenien (+ 206 Prozent), Zypern (+ 24 Prozent) und den Niederlanden (+ 6 Prozent). Gesunken sind die Anträge in den meisten anderen Staaten, hervorzuheben sind Polen (- 61 Prozent), Spanien (- 40 Prozent), Deutschland (- 37 Prozent), Griechenland (- 17 Prozent) und Frankreich (- 15 Prozent). In Österreich zeigen sich die Anträge im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich reduziert (- 45 Prozent). Hochgerechnet auf die Bevölkerung liegt Österreich in der europaweiten Statistik auf dem 13. Platz. Bei den absoluten Zahlen liegt Österreich hinter Irland und Slowenien, vor Schweden, EU27+ an elfter Stelle.
Tiefstand in Grundversorgung seit knapp 30 Jahren
Aktuell befinden sich 40.514 Menschen in Grundversorgung, davon rund 5.200 Asylwerber – der niedrigste Wert seit knapp 30 Jahren. Der Großteil der Menschen in der Grundversorgung – nämlich 24.700 – sind Kriegsvertriebene aus der Ukraine (die meisten davon Kinder und Frauen). Zu Jahresbeginn 2023 waren noch knapp 93.000 Menschen in der Grundversorgung. Die Rückgänge ermöglichen Einsparungen – beispielsweise konnte die Zahl der Bundesquartiere in den vergangenen beiden Jahren von mehr als 30 auf fünf reduziert werden.
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