• 22.10.2026, 14:28:32
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FPÖ-Dorner/FPÖ-Keyl: „Abschaffung der standortschädlichen Flugabgabe“

NÖ braucht einen starken Flughafen, Österreich braucht eine wettbewerbsfähige Wirtschaft

Sankt Pölten (OTS) - 

„Es geht um Arbeitsplätze in NÖ, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes. Worauf wartet der SPÖ-Finanzminister eigentlich noch? Dass noch mehr Flugzeuge Österreich verlassen und noch mehr Passagiere und mit ihnen die Wertschöpfung über die Grenze abwandern?“, so FPÖ Niederösterreich Wirtschaftssprecher LAbg. Dieter Dorner bei der Behandlung des Dringlichkeitsantrages betreffend „Abschaffung der standortschädlichen Flugabgabe – faire Wettbewerbsbedingungen für den Flughafen Wien-Schwechat und die heimische Wirtschaft“ am Donnerstag im NÖ Landtag.

Die Zahlen sind eindeutig: Von Jänner bis September 2026 ging das Passagieraufkommen um 4,5 % auf rund 23,48 Mio. Menschen zurück. Nur 55 km vom Flughafen Wien-Schwechat entfernt liegt der Flughafen Pressburg. Dort sind die Standortkosten um rund ein Drittel niedriger. „Während Österreich an der Flugabgabe festhält, haben andere europäische Staaten entsprechende Belastungen abgeschafft. Der Staat kassiert 12 Euro je abfliegendem Passagier, bei Kurzstrecken sogar 30 Euro“, hält Dorner fest.

„Und Fluggesellschaften wie Ryanair und Wizz Air haben bereits reagiert und Flieger abgezogen. Wien verliert und Pressburg entwickelt sich zu einem starken Konkurrenzstandort. Bereits im November 2025 haben die zuständigen Tourismusvertreter aller Bundesländer die Abschaffung der Flugabgabe gefordert, auch Johanna Mikl-Leitner und Wiens Bürgermeister Ludwig sprachen sich für ein Ende der Abgabe aus. Und Ludwig ist Sozialdemokrat und gehört derselben Partei wie Marterbauer an. Wenn es selbst führende Vertreter der eigenen Partei erkennen, warum handelt dann der SPÖ-Finanzminister nicht? Ein Finanzminister darf nicht nur fragen, wie viel eine Steuer einbringt. Er muss auch fragen, welchen Wirtschaftsschaden sie möglicherweise verursacht“, so Dorner weiter.

„Diese Abgabe dient auch nicht dem Klima, wenn jemand statt von Wien von Pressburg abfliegt. Unser LH-Stellvertreter Udo Landbauer hat diese Entwicklung als ein Arbeitsplatzprogramm für Pressburg bezeichnet – wie treffend. Wenn Fluggesellschaften ihre Maschinen abziehen, dann entstehen Verluste – Hotels verlieren Gäste, die Gastro verliert Umsätze, Zulieferer verlieren Aufträge. Wir brauchen ein klares Signal des NÖ Landtages an die Bundesregierung und insbesondere an Marterbauer“, schloss Dieter Dorner.

„Standorte sind austauschbar. Unternehmen haben Alternativen. Und die wirtschaftliche Vernunft endet nicht an der Staatsgrenze. Deshalb verlangen wir die Abschaffung der Flugabgabe“, so FPÖ Niederösterreich Verkehrssprecher LAbg. Hubert Keyl. „Am Flughafen Wien und in der Airport City arbeiten rund 23.000 Menschen in mehr als 250 Unternehmen. Hinter diesen Zahlen stehen Facharbeiter, Techniker, Angestellte und Familien. Für sie ist die Wettbewerbsfähigkeit dieses Standortes eine Frage ihrer Zukunft.“

„In den ersten neun Monaten dieses Jahres sank die Passagierzahl in Wien um 4,5 %. Der kleinere Flughafen Pressburg meldet für denselben Zeitraum ein Plus von 99 %. Das ist ein Warnsignal. Unsere Aufgabe ist es, jene Bedingungen zu verbessern, die wir selbst beeinflussen können. Das macht unser Verkehrslandesrat Udo Landbauer mit der UVP-Einreichung der B260 und setzt so einen Impuls für die Wirtschaftsbetriebe und stärkt den Standort in der Flughafenregion. Die Flugabgabe gehört indes ebenso dazu“, so Keyl weiter.

„Herr Marterbauer verwaltet das Geld der Bürger, aber es ist nicht sein Geld. Die Notwendigkeit einer Budgetsanierung darf kein Freibrief für jede Belastung sein. Ein ausgeglichenes Budget ist wichtig. Ebenso wichtig ist eine Wirtschaft, die dieses Budget morgen noch finanzieren kann“, so Keyl.

„NÖ braucht einen starken Flughafen. Österreich braucht eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Wer Arbeit in Österreich sichern will, muss Österreich als Standort stärken. Schaffen wir die Flugabgabe ab, stärken wir unsere Unternehmen und entlasten wir unsere Landsleute und Familien“, schließt Hubert Keyl.

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