• 22.10.2026, 12:15:33
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ÖVP – Hungerländer/Taborsky ad IKG-Zahlen: Wir dürfen bei Antisemitismus nicht länger auf einem Auge blind sein!

Muslimischer und linker Antisemitismus am häufigsten – Wiener Volkspartei fordert Ende der Verharmlosung

Wien (OTS) - 

Die aktuellen Zahlen der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) sind ein Weckruf: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 671 antisemitische Vorfälle registriert, mehr als 100 pro Monat, nach 1.520 im Jahr 2024 und einem neuen Höchststand von 1.532 im Jahr 2025. Integrations- und Antisemitismussprecherin Gemeinderätin Caroline Hungerländer und Sicherheitssprecher Gemeinderat Hannes Taborsky der Wiener Volkspartei bekennen sich in einer ersten Reaktion klar gegen jeden Antisemitismus, auch gegen jenen, der noch immer verharmlost wird.

Laut IKG liegen sowohl das muslimische als auch das linke Spektrum jeweils vor dem rechten, 2025 wie im ersten Halbjahr 2026. Besonders deutlich ist das bei Gewalt und Bedrohungen: Knapp drei Viertel der Angriffe und Bedrohungen im ersten Halbjahr 2026 (22 von 30) kamen aus dem muslimischen oder linken Spektrum, bei Sachbeschädigungen und Massenzuschriften war 2025 das linke Spektrum am stärksten, während im ersten Halbjahr 2026 das linke Spektrum voran liegt. Die Zahl der Angriffe und Bedrohungen hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 mehr als verdoppelt.

„Das sind die Gründe, warum sich viele jüdische Mitbürger in manchen Teilen unserer Stadt nicht mit Kippa auf die Straße trauen und Demonstrationen aus dem linken Spektrum ohnehin meiden. Trotzdem wird Antisemitismus von links und aus islamistischer Richtung noch immer allzu oft verharmlost oder als Israelkritik schöngeredet. Wir bekämpfen jeden Antisemitismus, ob von rechts, von links oder von islamistischer Seite“, so Taborsky.

„Wir können es uns nicht länger leisten, auf einem Auge blind zu sein. Das schulden wir unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Wer Judenhass nur benennt, wenn er ins eigene Weltbild passt, ist unglaubwürdig“, so Hungerländer.

Hungerländer hatte bereits im November 2023 kritisiert, dass Wien bei linkem Antisemitismus zu lange weggesehen hat. „Wer auf unseren Straßen die Vernichtung Israels fordert oder Terror feiert, ist kein Friedensaktivist, sondern betreibt Judenhass. Das zu benennen ist keine Frage der Weltanschauung, sondern des Rechtsstaats“, so Hungerländer weiter.

Die Wiener Volkspartei fordert konsequentes Einschreiten gegen antisemitische Parolen auf Demonstrationen und keine Förderungen aus Steuergeld für Vereine und Veranstaltungen mit antisemitischem Hintergrund. „Wien nennt sich Menschenrechtsstadt. Dann muss jede antisemitische Parole Konsequenzen haben, und kein Cent Steuergeld darf an Vereine fließen, die Hass auf Jüdinnen und Juden verbreiten“, so Taborsky.

„Nie wieder ist kein Satz für Gedenktage, sondern eine Verpflichtung für jeden Tag. Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu Wien“, so Hungerländer und Taborsky abschließend.

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